Klubfinanzen & Financial Fair Play


  • Deshalb bekommt Bielefeld dann wohl doch die Lizenz.... --;)ir


    Nee, im Ernst: Banker = Management von (vielen) Fußballclubs = Pleiten, Pannen, Peinlichkeiten


    Ich kann nur hoffen, dass bei Fortuna zukünftig einigermaßen wirtschaftliche Vernunft herschen wird....

    Wintermeister - Spitzenreiter - 34 Punkte nach 18 Spielen - Derby gegen die Esel gewonnen, Westderby gegen Bochum nicht verloren
    18 Spiele, 10 Siege, 4 Remis, 4 Niederlagen, 27:20 Tore, 34 Punkte

    Mit "Kulturträger" Fink verlängert

  • erschreckend - aber kegeln ist ja mit "allen neunen" wenn die dann gegen 11 spielen ist doch wieder alles in ordnung 8o

    Uli.H aus M. „Ich war völlig down von diesem Tor. Ich dachte, die Welt geht unter. Von diesem Schock muss ich mich erstmal erholen.“


  • Die Überschrift des Artikels ist schon deshalb Blödsinn weil ein Kegelclub in aller Regel überhaupt keinen Jahresabschluss erstellt.


    Außerdem sagt eine bilanzielle Überschuldung alleine nichts über die Sicherung des Spielbetriebes (darum geht es im Lizenzierungsverfahren!) aus, egal ob die nun im Verein oder eine ausgelagerten Tochtergesllschaft vorliegt. Es ist nicht Aufgabe der DFL zu beurteilen ob ein Verein die richtigen unternehmerischen Entscheidungen trifft, vielmehr soll die Saison ordnungsgemäß ablaufen, so dass keine Mannschaften während der Saison aus finanziellen Gründen aussteigen.


  • (Nicht nur) Im Zusammenhang mit dem Artikel einfach nur Quatsch! Was hat der Berufstand Banker mit dem Lizensierungsverfahren der DFL zu tun? Du solltest deine BILD-Parolen vielleicht noch mal überdenken. WO bitte sitzen denn "Banker" im Management vieler Fußballvereine?
    Erstens ist nicht jeder mit kaufmännischer Ausbildung ein "Banker" und zweitens ist das Problem vieler Fußballvereine doch eher, dass "verdiente" Ex-Profis sofort in das "Top-Management" eines großen Unternehmens (das sind Fußball"vereine" nämlich) befördert werden, ohne dass diese irgendwelche Berufserfahrung in diesem Bereich haben.
    So etwas wäre in der freien Wirtschaft undenkbar! Kein Unternehmen stellt einen Absolventen sofort in solch bedeutende Positionen ein! Teilweise haben die ja nicht mal eine Ausbildung, die sie dazu qualifiziert! Was haben denn ein Strunz, Berthold :evil: , Dammeier, Veh, Preetz, Müller, etc. ohne kompetente Berater zu wirtschaftlichen Fragen erreicht? Nur weil die ein bißchen kicken können und vielleicht über ein "Netzwerk" verfügen, können die noch lange keine Kennzahlen interpretieren und eine Bilanz oder einen Business-Plan aufstellen! Klar gibt es Ausnahmen wie Hoeneß, Allofs oder Magaath, aber die haben von klein auf das 1x1 gelernt (Hoeneß), einfach richtig viel Talant und die richtigen Berater/Ansprechpartner in wirtschaftlichen Dingen im Verein (Allofs) oder viel Talent und Kohle ohne Ende bzw. gute Verschleierungskünstler (Magath mit VW bzw. Tönnies)


    Zum Artikel: Dem "Management" kann man bei solch dilettantischen Anforderungen doch keinen Vorwurf machen!
    Die, die sich auskennen, nutzen die Lücken gnadenlos aus (so wie jeder Bürger bei seiner Steuererklärung), die die eh keine Ahnung haben, wissen es nicht besser und glauben, dass mit den paar Angaben auch die "Gesundheit" des "Vereins" geprüft und bestätigt wird. Der befragte Prof. hat doch Recht, die Lizensiereung ist (auch wenn sie die "strengste" und "beste" in der UEFA ist) nicht mehr zeitgemäß, da es sich eben nicht mehr um Fußballvereine, sondern um Unternehmungen, ja teilweise sogar Konzerne handelt!

  • Da es in vielen Threads immer wieder aufflammt, aber nirgendwo richtig reinpasst - und weil bei Frontal 21 (ab 32:32) ein ganz interessanter Bericht mit einem langen Interview darüber kam.
    Wie sieht es aus? Welche deutschen und europäischen Vereine sind bald fällig? Welche Formen der Finanzierung sind okay, welche aus welchen Gründen zu verdammen?

  • Kütting versucht sich doch seit Jahren mit diesen Dingen zu profilieren. Dass gerade er was über Bilanzen erzählen möchte, ist natürlich nicht ohne Beigeschmack, hat er das alles doch im Rahmen eines Gutachtens zu mutmaßlichen Bilanzmanipulationen bei MLP anscheinend noch nicht so eng gesehen.
    Wenn man dann noch Real Madrid als so vorbildlich hinstellt, ohne den dortigen Subventionssumpf (altes Vereinsgelände, Trainingsgelände der Nationalmannschaft und Flächen zur Olympiabewerbung Madrid ) auch nur zu erwähnen, wirkt das schon ein wenig unseriös. Auch werden die unterschiedlichen Abschreibungspraktiken mit keinem Wort erwähnt (Real Madrid z.B. hat erst vor einigen Jahren die Abschreibungen auf Spieler verlängert). Dazu kommt, dass kurzfristig z.B. die Zentralvermarktung die Kennzahlen von Bayern München zwar schmälern mag, diese aber längerfristig von einer höheren Leistungsdichte und Attraktivität der Liga profitieren. Sich nur auf einen engen Rahmen betriebwirtschaftlicher Kennzahlen zu versteifen und nicht den Rahmen mitzubetrachten, bestätigt dann doch nur so manches Vorurteil.
    Natürlich müssten die meisten Vereine aber Konzernbilanzen aufstellen oder zumindest Konzernplanrechnungen vorlegen, hier sind die Verbände gefragt, aber gibt es da denn wirklich ein Interesse? Von denen wird doch niemand ernsthaft Schalke, dem BvB, der Region, Valencia oder wem auch immer die Lizenz verweigern. Ab einem gewissen Renommee ist es je nach finanziellen Möglichkeiten durchaus rational mit Konzernstrukturen zu mauscheln, da man bei den Verbänden fälschlicherweise als too big to fail gilt. Nüchtern betrachtet wird größeren Vereinen jenseits von "Auflagen" nichts passieren.
  • So etwas, also Steuergeld-gedeckte Bürgschaften, sollten nicht möglich sein. Ich weiß, dass Fortuna auch davon profitiert hat. Aber das macht es nicht richtiger. Ein professionell geführter Verein sollte alleine überleben können. Wenn er das nicht kann, dann sollte das passieren, was jeden Tag in der Wirtschaft passiert: Insolvenz.
    Steuergelder sind für den Breitensport da, nicht für Profis. Auch nicht als Bürgschaft, bei der unklar ist, ob sie gezogen werden muss.

  • Hallo,
    habe diesen Link gefunden und wollte den euch nicht vorenthalten.


    Ist ganz interessant wo wir im Vergleich zu anderen Vereinen stehen,
    leider gibt es bei Fortuna keinen 2008er Wert so das man eine Tendenz erkennen könnte.

    Seenotfackeln sind ein Verbrechen!!! (ausser man ist auf einem Schiff und in Seenot)

  • Die ein oder andere Überraschung ist schon dabei, wie z.B. Hoffenheim, die ich weiter oben angesiedelt hätte oder der KSC, den ich deutlich tiefer plaziert hätte.
    Nach unserer teilweise desaströsen finanziellen Vergangenheit finde ich den Platz im Mittelfeld vollkommen in Ordnung.

  • Ist halt eine schwierige Diskussion. Es kommt extrem darauf an, welche Kriterien zur Bonitätsprüfung angewendet und wie gewichtet werden. Die Einstufung könnte auf reinen Wirtschaftszahlen, Rechtsform oder einfach nur auf der Qualität des Managements beruhen. Ohne Transparenz zu den Kriterien ist diese Rangliste wohl ziemlich subjektiv.

  • Zitat

    Creditreform Bonitätsindex herangezogen, der zentrale Bestandteil der Wirtschaftsauskunft und weiterer Auskunftsformate zur Bewertung der Unternehmensbonität.


    Halte für äußerst Zweifelhaft. Da stellt eine Firma (Creditreform) nach Ihrem eigenen System eine Tabelle zusammen. Die kennen mit Sicherheit längst nich alle Zahlen und Bilanzen der Vereine.

    Zitat

    Für die deutliche Verbesserung der Bonitätsbewertung von Mainz 05 gegenüber 2008 können vor allem zwei Gründe angeführt werden. So konnten in diesem Jahr erstmals alle relevanten Angaben wie etwa Jahresumsatz, Bilanzpositionen und Mitgliederzahl als belegte Zahlen strukturiert im Auskunftssystem erfasst werden. Nach Auswertung aller Angaben ergibt sich dadurch eine wesentliche Verbesserung im Krediturteil und in der Unternehmensentwicklung. Hinzu kommt, dass die Berechnungsmethode des Bonitätsindex Anfang des Jahres weiterentwickelt wurde.


    Aha, das ist pure Spielerei. Sommerloch ole´.

  • 1. Selbstverständlich werden findige Clubs irgendwelche Schlupflöcher finden. Einfach auch weil die UEFA nicht jede Kleinigkeit bedenken wird bei der Regelaufstellung.


    2. Als ob die UEFA irgendwelche Spitzenteams aus europäischen Wettbewerben ausschließen wird... Da glaubt doch nicht ernsthaft jemand dran, oder?

  • 1. Selbstverständlich werden findige Clubs irgendwelche Schlupflöcher finden. Einfach auch weil die UEFA nicht jede Kleinigkeit bedenken wird bei der Regelaufstellung.


    2. Als ob die UEFA irgendwelche Spitzenteams aus europäischen Wettbewerben ausschließen wird... Da glaubt doch nicht ernsthaft jemand dran, oder?


    zu 2. Der FC-Bayern glaubt das anscheind wirklich. Rumminige hört ja garnicht mehr auf davon zu reden.

  • Sowas wird keinesfalls passieren. Nicht einmal wenn Kalle selber UEFA-Präsi sein sollte. Die Vermarktungsgier ist einfach größer. Eher wird es für sündige Vereine empfindliche Strafen geben, die aber eher lachhaft ausfallen. Einfach mal die aktuelle Champions League anschauen und durchzählen, wie viele Vereine davon wirklich übrig bleiben würden wenn man Financial FairPlay wirklich leben würde.