Fortuna in den überregionalen Medien

  • Ich habe mir letzte Nacht nach dem "Rasenfunk" noch die aktuelle "Bohndesliga"-Ausgabe angesehen und stelle eine gewisse Homogenität der Meinungen fest.

    Man begegnet den Aufsteigern Fortuna und auch Nürnberg mit Respekt und Sympathie, aber es traut ihnen Niemand zu, sich dauerhaft in der Bundesliga zu etablieren. Als Beispiele werden Ingolstadt und Darmstadt genannt, die es auch schafften, dank angemessener Taktik nicht sofort wieder abzusteigen, die es aber folgerichtig in ihrer zweiter Saison "erwischte". Ein wenig weicht Marian Laske davon ab, der Fortuna - sollten sie das erste Jahr überstehen - zutraut, weiter etwas aufzubauen und damit den Abstand zu den "gestandenen Bundesligisten" zu verringern. Er sieht das allerdings auch als zwingende Notwendigkeit an.


    Wie groß dieser Abstand inzwischen geworden ist, wird daran deutlich, dass der HSV und Köln dagegen ganz selbstverständlich zu den "Bundesligisten" gezählt werden, die sich nur mal ein Jahr Auszeit gönnen. Auch Stuttgart, Hannover oder Frankfurt werden solche "Eskapaden" zugestanden. Hoffenheim oder Redbull werden in diese Bundesliga-Etablierungs-Überlegungen natürlich nicht mit einbezogen, für die gelten andere Regeln. Auch Wolfsburgs zweifacher Relegationsplatzbesuch gilt immer noch als "Betriebsunfall" - unter den Abstiegskandidaten tauchen sie ebensowenig auf wie Leverkusen trotz des kleinen Fehlstarts. Allein an der Selbstverständlichkeit, mit der bei diesen 4 Vereinen die sonstigen Experten-Ansichten außer Kraft gesetzt werden, wird deutlich, dass deren wirtschaftliche Voraussetzungen die üblichen Fußball-Markt-Gesetze aushebeln. Leider wird das auch in diesen sehr differenzierten Gesprächen über die Situation der Aufsteiger nie auch nur mit einem Wort erwähnt, als ob Redbull schon ewig in der 1.Liga mitspielte.


    Für mich, der ich mich seit 5 Jahren nicht mehr annähernd so intensiv mit der 1.Bundesliga beschäftigt habe, entsteht zunehmend der Eindruck einer geschlossenen Gesellschaft, bei der jedes Mitglied froh ist, nicht zu den Opfern (Kaiserslautern, Bochum, Bielefeld usw.) der Verdrängung durch die von "unten" hervorstoßenden kapitalstarken Vereine wurde. Deutlich wird das an dem bärtigen Bremen-Fan (den Namen habe ich jetzt nicht extra nachgesehen), der ganz selbstverständlich die Rolle seines Vereins in der Bundesliga sieht, obwohl die Bremer in den letzten Jahren arge Probleme hatten. Gefahr von unten durch neue Investments ist aktuell nicht zu erwarten und der Vorsprung zur 2.Liga vergrößert sich mit jedem Jahr dank der üppig fließenden Tantiemen weiter. In deren idealer Welt tauschen der HSV/Köln mit Fortuna/Nürnberg nächstes Jahr wieder die Plätze (das wurde wörtlich so formuliert) und steigen im kommenden Jahr noch Mainz und Augsburg ab - dann ist man wieder unter sich mit Freiburg (oder einem gelegentlichen Besucher) als Maskottchen. Ein Zustand, der sich - sollte Niemand einen schwerwiegenden Fehler machen (die Fehler der HSV-Führung waren noch nicht schwerwiegend genug) - zunehmend manifestiert.


    Die übrigens originelle Bemerkung, wenn Jemand, der in den 80er Jahren ins Koma gefallen ist, jetzt wieder aufwacht und Fortuna mit Funkel in der Bundesliga sieht, denkt, es hätte sich seitdem nichts verändert, täuscht darüber hinweg, dass sich tatsächlich seit Jahren nichts mehr verändert - sieht man von den Plastik-Clubs ab. Meine spontane Reaktion ist "leckt mich" und das mit der ganz Laden hinten vorbei geht, aber es würde mich diebisch freuen, wenn Fortuna einen der sogenannten "Etablierten" verdrängen könnte - so schwierig, wie unrealistisch es aktuell auch sein mag.


    Gruß Udo

  • Treffede Zusammenfassung des Status quo. Fortuna muss die von Funkel formulierte Mentalität der "Wagenburg" verinnerlichen.

    Es ist ein bisschen wie bei Asterix. Alle denken, wir wären das kleine Dörfchen, welches man recht schnell aus dem Imperium Bundesliga herausbekommt. Wenn wir zusammenhalten und eine "wir gegen den Rest - Einstellung" behalten, können wir uns erfolgreich wehren. Auch ohne Zaubertrank.

  • Einmal 3 Jahre drinbleiben, dann sind wir auf Augenhöhe mit Mainz, Augsburg, Freiburg, Hannover.... und Frankfurt, Hertha, Bremen und Stuttgart sind dann auch nicht Lichtjahre voraus.

    Ist natürlich alles theoretisch und niemals messbar, aber bisher hat die Fortuna nach dem Beginn des BL Booms Anfang der 2000er, ja immer ( bis auf das eine Jahr ) aussen vor gestanden.

    Jetzt ist die Chance, diese Lücke noch kleiner werde zu lassen da. Mit ein bisschen Glück und Geschick, sind wir dann auch unter den Top 21 und ein Abstieg bedeutet nicht direkt, das Ende aller Tage.

  • Bei Spiegel Online gibts eine interessante Umfrage über Freunde und Rivalen im Fußball.

    In manchen Grafiken taucht Fortuna gar nicht auf.

    Z.B. bei der Grafik zu den beliebtesten Vereinen in den Regionen.

    Ist wohl unserer jahrelangen Abwesenheit zu verdanken.

    Nur unsere Freunde aus Duisburg sehen uns natürlich als Erzrivalen.


    Tschuldigung fürs Nicht-Verlinken

    Tschuldigung falls schon bekannt

  • Bei Spiegel Online gibts eine interessante Umfrage über Freunde und Rivalen im Fußball.

    In manchen Grafiken taucht Fortuna gar nicht auf.

    Z.B. bei der Grafik zu den beliebtesten Vereinen in den Regionen.

    Ist wohl unserer jahrelangen Abwesenheit zu verdanken.


    Nun, da sprechen ganze 2 BL Saisons seit 1997 wohl für sich......Alle die kurz zuvor und später geboren worden werden nicht all zu viel mit uns anfangen können, erst recht nicht, wenn sie außerhalb von NRW kommen.

  • Oder in den 70/80ern mit dem BVB. Kann mich noch an " BVB UND FORTUNA; LA LALA LALA LA..." im 36er erinnern.

    Alles was ich schreibe beruht auf Fakten oder Hörensagen oder weil ich es mir so denke.
    Manchmal rate ich auch nur.
    Auf jeden Fall ist es meine Meinung oder die von jemand anderen die ich zu meiner gemacht habe.