SG Wattenscheid 09

  • Der Denkfehler ist die Verknüpfung Fortunanovesia.

    Für mich bedeutet Wattenscheid der kleine Stadtteilverein von nebenan, mit lecker Bratwurst. Schöne Spiele an zb einen Freitag Abend, wo dann plötzlich im halbdunkeln 50 VFLer rumlungern, natürlich noch in Karottenjeans und Adidas Torsion.

    Steilmann war ja eigentlich der Hopp für Arme, aber irgendwie hat man Wattenscheid so gar nicht als Retorte wahrgenommen.

    Klasse Spieler hervorgebracht. Krass wer da alles gespielt hat.

    Hoffenheim, mal abgesehen das wir Naturgemäß noch nie gegen die gespielt haben, ist der Verein in meinen Augen sowas von uninteressant das ich wahrscheinlich gar nicht merken würde wenn die sich Auflösen.

    Klar auch, ich finde es enttäuschend wie schwach die Resonanz der Wattenscheider an sich war.

    Es ging um alles, 10000 wäre mal ein Statement gewesen, aber so war und ist klar das die SG nicht überleben wird.

    Wenn man in Bergeborbeck in einen Zug steigen konnte nach einem Spiel als Fortune war das gefühlt wie eine Rettung vor dem sicheren Untergang

    AlexR

    Rot Weiss Essen, kann man ficken aber nicht vergessen.

  • Und meistens haben die Rumlungernden fürchterlich auf die Ohren gekriegt.

    Wenn man in Bergeborbeck in einen Zug steigen konnte nach einem Spiel als Fortune war das gefühlt wie eine Rettung vor dem sicheren Untergang

    AlexR

    Rot Weiss Essen, kann man ficken aber nicht vergessen.

  • Positiv erinnere ich mich bezüglich W09 nur an das 3:1 in der Saison 88/89, als der wichtige Sieg die Basis für den Aufstieg war.

    "Temporäre und situationsbedingte Befindlichkeitsstörungen und nervale Abstürze sind durchaus als normal zu betrachten, wenn man Fan von Fortuna ist und stellen zukunftsperspektivisch auch keine sonst positiv stringente Grundbefindlichkeit gefährdend in Frage." ;--)b

  • Der Denkfehler ist die Verknüpfung Fortunanovesia.

    Für mich bedeutet Wattenscheid der kleine Stadtteilverein von nebenan, mit lecker Bratwurst. Schöne Spiele an zb einen Freitag Abend, wo dann plötzlich im halbdunkeln 50 VFLer rumlungern, natürlich noch in Karottenjeans und Adidas Torsion.

    Steilmann war ja eigentlich der Hopp für Arme, aber irgendwie hat man Wattenscheid so gar nicht als Retorte wahrgenommen.

    Klasse Spieler hervorgebracht. Krass wer da alles gespielt hat.

    Hoffenheim, mal abgesehen das wir Naturgemäß noch nie gegen die gespielt haben, ist der Verein in meinen Augen sowas von uninteressant das ich wahrscheinlich gar nicht merken würde wenn die sich Auflösen.

    Kommt nicht oft vor, aber dieses Mal bin ich absolut nicht Deiner Meinung.

    Steilmann hat in den 80ern genau das gemacht, was Hopp 25 Jahre später getan hat, nämlich "seinen" Verein in die Bundesliga gekauft - nur das seinerzeit die Summen nicht so hoch waren. Ansonten würde heute doch kein Mensch ausserhalb von Bochum 6 die SG 09 kennen und der Verein wäre genau so uninteressant, wie es die TSG 1899 heute noch ist. Wäre Steilmann nicht gewesen, wäre das heutige finanzielle Ende der SG 09 ebenfalls nur eine Randnotiz.

    Offenbar sind wir mittlerweile so weit, dass wir auch Dominik Kaiser zujubeln würden

  • Wattenscheid war immer ein kleiner Klub, der Talente gefördert hat. Bongartz, Koitka, Tschiskale, T. Fink, die Altintops, Maurice Banach seien da beispielhaft genannt. Trainer wie Feldkamp, Moors oder wieder Bongartz haben sehr gute Arbeit abgeliefert. Klaus Steilmann war wie der Vater des Klubs, dass hat Hannes Bongartz zigmal erklärt. Sein Wort galt, genauso wie das von Jean Löring.


    Trotzdem spielte man Anfang der 80-er immer gegen den Abstieg und stieg 1982 eigentlich ab aus Liga 2. Nur Dank dem Ende von 1860 blieb man drin.


    Der Aufstieg in die Bundesliga kam überraschend und war nicht vergleichbar mit denen von 1899 und RB.


    Das hatte mit den Retortenteams von heute nichts zu tun. Mäzene waren damals Gang und Gäbe. Schon 1969 war man zweitklassig. Das war/ist ein gestandener Traditionsverein. Ich hoffe, sie kommen wieder.

  • Ich sag ja nix anderes, deswegen Steilmann der Hopp für Arme.

    Hätte Steilmann noch mehr Asche gehabt, wäre Wattenscheid wohl das frühe Hoffenheim geworden.

    Hat sich aber für mich anders angefühlt, der Steilmann war so ein Patriarch ähnlich einem Georg Melches.

    Hopp hat aus einem Kreisligisten vom Dorf in Rekordtempo einen Bundesligisten gemacht, mag ähnlich sein fühlt sich anders an, weil eben auch jeglicher Bezug fehlt.

    Verbindung schafft nähe, alleine schon räumlicher Natur, und so tut es mir am Ende leid für Wattenscheid.

    Sollte es Hoffenheim in 20 Jahren ebenso gehen wäre is mir scheiß egal, dann wird der Fußball wie wir ihn kennen so oder so von Leuten wie den Bierhoffs und Infantinos dieser Welt hingerichtet sein.

    Wenn man in Bergeborbeck in einen Zug steigen konnte nach einem Spiel als Fortune war das gefühlt wie eine Rettung vor dem sicheren Untergang

    AlexR

    Rot Weiss Essen, kann man ficken aber nicht vergessen.

  • Wattenscheid hat mit über 72.000 mehr als 20 mal soviele Einwohner wie Hoffenheim mit seinen knapp 3.300. Zwar ist das seit 1975 nur noch ein Stadtteil von Bochum, aber die Wattenscheider fühlen sich zum großen Teil auch als solche (und nicht als Bochumer). Das wäre ungefähr so, als würde Neuss irgendwann zu Düsseldorf eingemeindet werden.


    Ja, Steilmann war ein Mäzen, so wie es Löring bei F. Köln war. Aber doch aus ganz anderem Holz geschnitzt als ein Dietmar Hopp, mit auch unter Berücksichtigung der damaligen Größenordnungen weit geringeren Mitteln.


    Mäzenen, die sich aus reiner Liebe zum Verein und zum Sport an sich finanziell engagieren und verausgaben, kann ich keinen echten Vorwurf machen.


    Fast die gesamte DEL wäre tot, wenn es solche Leute nicht gäbe. Auch die DEG.

  • Ganz besonders fällt mir da die Familie März ein, die quasi den Sportbund Rosenheim betrieben haben. Immer noch Schade um den SBR.

  • Sorry... mal ein bisschen OT...

    Ich bin ja kein großer DEG Besucher gewesen, hab vielleicht 10-15 Spiele gesehen.... aber an ein Spiel kann ich mich bestens erinnern... und zwar gegen den SB Rosenheim.... da wurde deren Torwart Karl Friesen von den DEG Fans gefeiert, weil er an diesem Tage unüberwindbar war und alles hielt.

    War schon cool...

  • Gibt auch heute noch sowas wie 'ne Fan-Freundschaft. Bei Spielen in München kreuzen schon mal Rosenheimer auf, um die DEG zu unterstützen.

  • Hopp hat selber für die TSG Hoffenheim als Stürmer gespielt. Der hat mehr Bezug als die meisten der hier "geduldeten/akzeptierten" Mäzene. Löring hat nur für Fortunas Stadtrivalen Viktoria gespielt, Steilmann war nur zugezogener Unternehmer.

  • Beitrag von Ausputzer ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Wattenscheid 09 gehört - wie Fortuna und Victoria Köln - zu jenen Vereinen, deren Ergebnisse (zumindest ab Ende der 60er/Anfang der 70er) jeden Sonntag in der Sportschau genannt wurden. Regionalliga West bzw. 2. Liga. Manchmal wurden in der Sonntagssportschau auch Ausschnitte von Spielen dieser Vereine gezeigt. Zudem wurden die Spiele sonntags auf WDR 2 übertragen.

    Zumindest meine Generation ist also mit diesen Vereinen groß geworden. Trotz Mäzenatentum sind die nicht so nach oben durchgepeitscht worden wie die oben genannten Konstrukte. Von daher besteht schon ein zumindest gefühlter Unterschied.

  • Richtig, Biesenkamp . Man muss sich nur mal die Ligen anschauen, in denen Wattenscheid 09 und die TSG Hoffenheim seit 1945 gespielt haben.


    Da wird man bei Hoffenheim außer Kreisliga nicht viel finden, während Wattenscheid schon 1954 vor 18.000 Zuschauern gegen Westfalia Herne um den Aufstieg in die Oberliga West gespielt (und verloren) hat - vor Steilmanns Engagement. Für Hoffenheim scheint für denselben Zeitraum wenig verzeichnet zu sein, 1956/57 spielte man jedenfalls in der "B-Klasse Sinsheim".


    Überhaupt kein Vergleich, diese beiden Vereine.