Fußball in Zeiten des Coronavirus

  • Mein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn meldet sich immer wieder: Sollen die doch ihre Geisterspiele unter bestimmten Vorraussetzungen machen, aber... Es gibt wichtiger Dinge zu klären, als der Fussballzirkus ( Beispiele: Gastronomie, wie, wann..., Kinderbetreuung und und und) Wenn dies abgearbeitet ist, können sie sich auch mit diesem Thema beschäftigen. Aber erst dann - denn so "systemrelevant" ist der Fussball nicht wirklich - es "hängen" nur ca. 50.000 Jobs dran. ( keine Wertung - nur abstraktes mathematisches Vergleichen).

  • Mein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn meldet sich immer wieder: Sollen die doch ihre Geisterspiele unter bestimmten Vorraussetzungen machen, aber... Es gibt wichtiger Dinge zu klären, als der Fussballzirkus ( Beispiele: Gastronomie, wie, wann..., Kinderbetreuung und und und) Wenn dies abgearbeitet ist, können sie sich auch mit diesem Thema beschäftigen. Aber erst dann - denn so "systemrelevant" ist der Fussball nicht wirklich - es "hängen" nur ca. 50.000 Jobs dran. ( keine Wertung - nur abstraktes mathematisches Vergleichen).

    Aushilfen an den Spieltagen rausgerechnet bleiben da mMn nicht mal 20.000 Arbeitsplätze "hängen".

  • Mir fehlt seitens der Vereine und des Verbands jedes Vertrauen und Glaubwürdigkeit hinsichtlich Konsequenzen aus der momentanen Situation und insofern will und kann ich sie hier auch nicht gänzlich aus der Verantwortung nehmen. Was soll sich künftig ändern, wie will man solch Situationen für den Fussball künftig verhindern, was für Maßnahmen werden ergriffen um diesen ganzen abgehobenen (und geldgierigen) Zirkus, der sich Volkssport nennt, endlich wieder zur Basis, zum einfachen Bürger zurückzubringen? Stattdessen nur Geheule, was für bittere Konsequenzen ein Saisonabbruch hätte. Da macht man es sich in meinen Augen viel zu einfach. Statt sich in Klagelieder zu verlieren sollte der Fussball lieber mal Perspektiven aufzeigen. Perspektiven, die über die jetzige Situation und Geisterspiele hinausgehen. Zeit dazu hatte er in den letzten 2 Monaten genug.

    Passt. Kurzfristig bleibt es aber - stark vereinfachend - dabei, dass die Geisterspiele im Grunde dazu dienen, das hohe Gehaltsniveau der Spieler abzusichern. Das ist die bittere Wahrheit, die aktuell viel zu kurz kommt in der öffentlichen Diskussion. Und Wahrheit Nummer zwei ist, dass man aber dennoch nicht einfach argumentieren kann, dass man deswegen ganz einfach auf die Geisterspiele verzichtet. Denn das würde wiederum nicht die Spieler treffen, die abgesichert auf ihren fetten Verträgen hocken und offenbar nicht bereit sind, für einen Übergangszeitraum den Wegfall der Geschäftsgrundlage mitzufinanzieren, sondern die Vereine. Die dann nichts mehr verdienen (dürfen), aber gleichzeitig auf den hohen Personalkosten sitzenbleiben. Das ist ein Riesenhaufen Scheisse, der da vor den Vereinen liegt und an dem man kurzfristig kaum etwas ändern kann.




    Vom Grundsatz her hast du erstmal nicht Unrecht. Ich habe da aber zwei konkrete Einwände:


    1. Warum ist es eigentlich nicht möglich, die Spieler in Kurzarbeit zu schicken? Wird doch in der 3.Liga auch gemacht. Warum also nicht in der Bundesliga? Warum versuchen die Vereine nicht, aus den Verträgen rauszukommen?


    2. Der von dir angesprochene Wegfall der Geschäftsgrundlage ist übrigens gesetzlich geregelt im BGB Paragraph 313. Warum kommt der hier nicht zur Anwendung? Dann könnten Vereine Vertragsanpassung verlangen.


    3. Wenn die Politik kein ok geben würde, hätten die vereine erstmal massive Probleme. Das würde aber auch den Druck auf die Spieler erhöhen, auf Gehälter zu verzichten. Was wäre daran so schlimm?


    4. Bei Spekulationsblasen ist es doch immer so, dass die irgendwann platzen. Wenn ich z.B. ein billiges Blatt Papier nehme und einen Strich drauf zeichne, kann ich auch behaupten, dass sei Kunst. Dann verkaufe ich es für 100.000 Euro. Der nächste verkauft es für 1000.000 Euro und der nächste bekommt eine Milliarde. Das kracht auch irgendwann zusammen, genau wie die Immobilienblase. Auch die Wirtschaftskrise hat ja damit zu tun, dass mehr Geld im Umlauf ist als werthaltige Waren. Warum muss man die Fußballblase am Leben erhalten?



    5. Uli Hoeneß hat wortwörtlich gesagt: "Es kann nicht sein, dass für eine oder zwei Wochen mehr Spaß auch nur ein einziger Mensch mehr stirbt. Das kann keiner von uns verantworten."


    Aha, für ein zu früh geöffnetes Fitnessstudio darf kein Mensch sterben. Aber für den Fußball????


    Solche Aussagen k... mich an.

  • Mein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn meldet sich immer wieder: Sollen die doch ihre Geisterspiele unter bestimmten Vorraussetzungen machen, aber... Es gibt wichtiger Dinge zu klären, als der Fussballzirkus ( Beispiele: Gastronomie, wie, wann..., Kinderbetreuung und und und) Wenn dies abgearbeitet ist, können sie sich auch mit diesem Thema beschäftigen. Aber erst dann - denn so "systemrelevant" ist der Fussball nicht wirklich - es "hängen" nur ca. 50.000 Jobs dran. ( keine Wertung - nur abstraktes mathematisches Vergleichen).

    Aushilfen an den Spieltagen rausgerechnet bleiben da mMn nicht mal 20.000 Arbeitsplätze "hängen".

    Davon ca. 200 Millionäre und genauso viele Fastmillionäre, derentwegen der Spielbetrieb fortgesetzt werden muss. Oder glaubt hier einer, dass Herrn Seifert & Co. interessiert, was mit der 400 €-Job-Sicherheitskraft, dem Würtschenverkäufer, dem Greenkeeper, dem Nachwuchsspieler oder dem kaufmännischen Angestellten in einer beliebigen Geschäftsstelle passiert?

  • Austeilen, aber nicht einstecken können.--;;)

    #17# - Für immer ------- Saison 2018/19: 40 Punkte um zu bleiben

  • Physiotherapeut ist ja wie in Köln natürlich keine Kontaktperson. Ne, klar.

    Normalerweise müssten alle diese Teams komplett in Quarantäne. Dass das von den Gesundheitsämtern vor Ort abgenickt wird, um ihren Heimverein zu unterstützen ist der eigentliche Skandal

  • Diese Missgunst und diesen Neid verstehe ich beim besten Willen nicht.


    Jetzt regen sich alle darüber auf, dass es Fußballstars besser ergeht und sie Privilegien haben, die der normale Bürger hat und alles so ungerecht ist?


    Ja, menno, wie gemein ist das denn, dass nicht auch ich mehrere Millionen fürs Fußballspielen bezahlt bekomme.


    Freut Euch doch lieber für und mit den Spielern, dass sie es gut haben, statt von Neid zerfressen herumzujammern.

    Ich muss mich mit meinen Vorerkrankungen auch jeden Tag zur Arbeit begeben und ein Ansteckungsrisiko eingehen, aber das hat nichts mit den Fußballstars zutun, die es besser erwischt hat.

    Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das
    Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken und vor einem
    Elefanten den Hut zu ziehen. Maxim Gorki

  • ich glaube Du verwechselst Neid und Mißgunst mit Gerechtigkeit und Gleichberechtigung...

  • Diese Missgunst und diesen Neid verstehe ich beim besten Willen nicht.
    Freut Euch doch lieber für und mit den Spielern, dass sie es gut haben, statt von Neid zerfressen herumzujammern.

    Wer denkt es ist Neid hat nix verstanden.

    Fortuna Düsseldorf war schon Pokalsieger als Dietmar Hopp noch mit Lochkarten arbeitete, Deutscher Meister bevor die Stadt Wolfsburg überhaupt gegründet wurde und stellte bereits einen Großteil der deutschen Nationalmannschaft bevor der Chemiekonzern Bayer überhaupt realisiert hatte, dass es in Leverkusen auch außerhalb des Werkgeländes menschliches Leben gibt.

  • Klar. Der Kurzarbeiter im Verein freut sich wie Bolle, dass der kickende Ballmillionär weiterhin sein Gehalt bekommt, während er bis zu 40% weniger vom netto hat. Man soll sich für ihn freuen und es wäre nur Neid und Missgunst.

    Alter, das glaubst Du wirklich, oder?

  • im herthavideo war doch die rede das die differenz von 11 zu 15% 3000 euro war.ich denke das war netto.da kannste mal die dimensonen sehen.bin aber zu faul das auszurechnen .interessieren würds mich schon.


    Andy

    Ich habe den Großteil meines Geldes für Alkohol, billige Frauen und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst.
    -George Best-

  • 1. Warum ist es eigentlich nicht möglich, die Spieler in Kurzarbeit zu schicken? Wird doch in der 3.Liga auch gemacht. Warum also nicht in der Bundesliga? Warum versuchen die Vereine nicht, aus den Verträgen rauszukommen?

    Wenn die Vereine möglicherweise sogar mit Deckung von Paragraphen des BGB auf die Erfüllung ihrer vertraglichen Pflichten gegenüber den Spielern verzichten könnten - wegen Änderung der Geschäftsgrundlage -, so haben sie wohl doch Angst, dass die Spieler dann an ihre Pflichten auch nicht mehr gebunden sind und z.B. mal einfach in der nächsten Transferperiode weg sind. Sich nur die Spieler rauszupicken, die einem eher egal sind, kommt wegen des Gleichbehandlungsgrundsatzes wohl nicht in Frage. Denen, die vielleicht sowieso Wechselgedanken und -möglicheiten haben, will man aber sicher keine Tür öffnen.


    Diese Missgunst und diesen Neid verstehe ich beim besten Willen nicht.

    Wenn du 1x sachlich begründet würdest, was du von uns willst, hielte ich dein Geschreibsel nicht für überwiegend substanzlosen Schwachsinn. Udo Lattek war wenigstens angetrunken, wenn er im DSF-Stammtisch über Neid und Missgunst schwadroniert hat.

  • im herthavideo war doch die rede das die differenz von 11 zu 15% 3000 euro war.ich denke das war netto.da kannste mal die dimensonen sehen.bin aber zu faul das auszurechnen .interessieren würds mich schon.


    Andy

    Mit diesen Zahlen kann man doch was anfangen:


    Wenn 4% des Monats-NETTO die 3.000 EUR darstellen sind 100% = 75.000 / Monat Netto.


    Das Ganze dann im Jahr 900.000 EUR netto. Laut Brutto-Netto Rechner bei einem ledigen Fußballer, der in Berlin wohnt sollten es dann ca. 1,8 Millionen Jahresgehalt BRUTTO sein.


    Ich gehe dabei stark davon aus, dass er privat versichert ist, keine Kinder hat und brav Kirchensteuer zahlt - die beten doch immer so viel auf dem Platz... :)