Fußball in Zeiten des Coronavirus

  • Ich werde mir nichts zurück holen aber ich werde auch nichts mehr investieren.

    Was heßt investieren? Karte mit Rabatt kaufen, für Geisterspiele gibt es Erstattungen. Ich parke also nur Geld (gut, das muss auch erst mal haben in dieser Situation).


    Bin mal gespannt wer jetzt alles nicht verlängert und dann über die Tageskartenpreise jammert, wenn wir wieder ins Stadion können. Leute, die das Geld nicht haben, ausdrücklich ausgenommen.

    Freedom's just another word for nothin' left to lose.

  • Und dass Schaade vor wenigen Tagen noch die Fußball-Sonderstellung kritisierte und sich jetzt überhaupt nicht mehr zu dem Thema äußern möchte, finde ich eher entlarvend...ein Schelm der böses dabei denkt und hier an einen eventuellen Maulkorb glaubt....

    Er und Wieler bekommen bei jeder PK mehrfach die selben Fragen zur Bundesliga gestellt. Warum sollen die das immer wiederholen, was bereits gesagt wurde? Sie sagen dann meistens, dass sie alles zu dem Thema gesagt haben. Das reicht doch wohl als Statement, dass sie nach wie vor der gleichen Meinung sind und bedeutet nicht, dass das vorher gesagte nicht mehr gilt. Ich würde es auch ermüdend finden, immer die gleichen und bereits beantworteten Fragen zu beantworten. Zumal es derzeit in Deutschland eine Menge wichtigere Fragen zu beantworten gäbe.

  • Wer sich mit mehreren Leuten vor das Stadion stellt und damit für sich und andere Teilnehmer das Risiko eingeht, den Virus zu verbreiten bzw. sich mit dem Virus anzustecken...


    Dass solche Aktionen in jeder Hinsicht eher nach hinten losgehen, sollte jedem vernünftigen Menschen klar sein. Danach braucht sich auch keiner zu beschweren oder zu jammern, wenn er infiziert ist und/ oder die Aktion keine Anerkennung erfährt.


    Sollte das Spiel irgendwo zu sehen sein, werde ich es über mich ergehen lassen, weil ich einfach nicht anders kann. Dass es keinen Spaß machen wird, daran habe ich keinen Zweifel.

    Quatsch. Kann doch alles nur halb so gefährlich sein mit dem Virus. Erkennst schon allein daran, dass in Deutschland wohl ab dem 15.Mai wieder diese Bundesliga starten soll.

  • Dass jemand in seiner Funktion als Vertreter einer Bundesbehörde nicht über Dinge spricht, die nicht in seinen Kompetenzbereich fallen, finde ich normal.

  • Ich sehe die wirtschaftlichen Zwänge, denen die Vereine unterworfen sind, und verstehe sie auch ein Stück weit.

    Aber das was jetzt folgen wird, zeigt dann endgültig, dass es im Profifußball heutiger Prägung überhaupt nicht darum geht, dass der Ball rollt, sondern ausschließlich darum, dass der Rubel rollt. Der Fan darf noch Trikots und Co. ordern, ist ansonsten kein relevanter Faktor mehr in der Bilanz.

    Nix Neues, klar, aber in der Form dann doch sehr ernüchternd...

  • In keinem Medium auch nur ein einziges Wort warum der Fussball wirklich wieder startet.

    Immer nur Rettung der Vereine, toll für die Millionen Fans, usw.

    Ich finde das einfach nur erschreckend.

    Das wundert mich nicht, da die Medien durch die Berichterstattung über die Bundesliga mehr verkaufen bzw. mehr Klicks oder ähnliches generieren können. Warum jemanden ans Bein pinkeln, von dem ich letztendlich teilweise abhängig bin?

    Außerdem entspricht das tatsächliche "Warum" nicht zwangsweise dem "Warum" einiger Leute in einem Fußballforum die so tun als wüssten sie den wahren Grund besser.

    Ich lege bei dieser Aussage wert darauf, dass ich nicht es auch nicht sicher weiß. Ich tue aber auch nicht so.

  • In keinem Medium auch nur ein einziges Wort warum der Fussball wirklich wieder startet.

    Immer nur Rettung der Vereine, toll für die Millionen Fans, usw.

    Ich finde das einfach nur erschreckend.

    Warum wohl nun alles andere auch öffnen darf? Ein Schelm, der böses dabei denkt. Ich hoffe, das dies alles kein Schuss in den Ofen wird. Wenn die Infektionen dadurch wieder drastisch ansteigen, dann wird's hier und in allen anderen Ländern viel heftiger als jetzt. Dann ist die Wirtschaft weltweit komplett am Ende. Davon erholen? Puhhhh...


    Kannste einen auf Nicolas Cage machen, wie in "Leaving Las Vegas"...

    #17# - Für immer ------- Saison 2018/19: 40 Punkte um zu bleiben

  • War auch meine Vermutung. Um den ganzen "Spielplätze sind zu, aber Bundesliga spielt" Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen...


    So ganz abwegig ist es nicht, auch wenn es ziemlich krank und perfide wäre...

  • Ich sehe die wirtschaftlichen Zwänge, denen die Vereine unterworfen sind, und verstehe sie auch ein Stück weit.

    Aber das was jetzt folgen wird, zeigt dann endgültig, dass es im Profifußball heutiger Prägung überhaupt nicht darum geht, dass der Ball rollt, sondern ausschließlich darum, dass der Rubel rollt. Der Fan darf noch Trikots und Co. ordern, ist ansonsten kein relevanter Faktor mehr in der Bilanz.

    Nix Neues, klar, aber in der Form dann doch sehr ernüchternd...

    Ich kann diese Sichtweise nicht teilen. Ein Fortbestand des Fussballs in der jetzigen Form wird es ohne Fernsehgelder nicht geben. Viele Vereine würden insolvent. Wenn man den Fussballzirkus in seiner heutigen Ausprägung grundsätzlich ablehnt, hätte ich gerne gewusst was an seine Stelle treten soll. Zustände wie vor 30 Jahren? Schaut man sich Spiele von damals an, würde dafür heute kaum noch einer ins Stadion gehen. Weniger Geld bedeutet weniger Professionalität und Wettbewerb auf niedrigerem Niveau. Die Dörfertour war damals ok, aber wenn man Fortuna liebt, kann man ihr doch nicht dauerhaft Adler Osterfeld als Gegner wünschen. Das, was die DFL mit der BuLi anbietet, hat zuletzt mehr Anhänger gefunden als je zuvor, betrachtet man die Zuschauerzahlen in Stadien und am TV. Das liegt meiner Ansicht daran, dass viele Fans doch sehr gut unterscheiden können zwischen dem Wirtschaftsbetrieb Profifussball einerseits und der Vereinsliebe und dem "Spektakel" Bundesliga andererseits.

  • Auch wenn alles geöffnet wird - ich für meinen Teil werde weiterhin auf Abstand bleiben, und mich weiterhin distanzieren. Ich traue dem Braten nämlich nicht.

    Einer der Gründe warum es langsam doch mal möglich sein sollte die tatsächliche Mortalität des Virus festzulegen.
    Die Wissenschaftler sind nun Weltweit locker 6 Monate mit dem Teil beschäftigt, es gibt Unmengen Zahlen, Zahlen und "Hochrechnungen".Aber konkretes ....Fehlanzeige.
    Symptome... alles möglich zwischen nichts und Schwerkrank, aber ganz sichere Anzeichen... Fehlanzeige.
    Erkrankung... alles zwischen nichts und Tot ist möglich. Wer warum wie reagiert.... Vermutungen ect.

    Eine zweite Welle wird kommen... oder nicht. Wie stark sie sein wird wenn sie dann doch kommt... wissen wir nicht usw, usw.
    Wie lange noch ? Niemand weiß es.
    Was soll ich als jemand der zur Risikogruppe gehört damit eigentlich Anfangen ?
    Man weiß anscheinend nicht wirklich viel, aber genug um einen Impfstoff in Rekordzeit zu entwickeln ?
    Alles recht irritierend.
    Es muss doch irgendwo , irgendwie möglich sein, mal eine sehr große Menge Menschen auf Corona zu testen ( Die Bundesliga bekommt ja auch reichlich Testkapazitäten zusammen ) um endlich mal auf verlässliche !! Zahlen zu kommen die auch was ausdrücken womit der "gemeine Bürger" was anfangen kann.
    Eine Altenpflegerin meinte zuletzt, sie sähe bisher kein Unterschied ob Corona oder die echte Influenza durchs Altenheim fegt.
    In beiden fällen sterben dort viele Menschen.



    Stell Dir vor es spielt RB und keiner geht hin!

  • Ich sehe die wirtschaftlichen Zwänge, denen die Vereine unterworfen sind, und verstehe sie auch ein Stück weit.

    Aber das was jetzt folgen wird, zeigt dann endgültig, dass es im Profifußball heutiger Prägung überhaupt nicht darum geht, dass der Ball rollt, sondern ausschließlich darum, dass der Rubel rollt. Der Fan darf noch Trikots und Co. ordern, ist ansonsten kein relevanter Faktor mehr in der Bilanz.

    Nix Neues, klar, aber in der Form dann doch sehr ernüchternd...

    Ich kann diese Sichtweise nicht teilen. Ein Fortbestand des Fussballs in der jetzigen Form, wird es ohne Fernsehgelder nicht geben. Viele Vereine würden insolvent. Wenn man den Fussballzirkus in seiner heutigen Ausprägung grundsätzlich ablehnt, hätte ich gerne gewusst, was an seine Stelle treten soll. Zustände wie vor 30 Jahren? Schaut man sich Spiele von damals an, würde dafür heute kaum noch einer ins Stadion gehen. Weniger Geld bedeutet weniger Professionalität und Wettbewerb auf niedrigerem Niveau. Die Dörfertour war damals ok, aber wenn man Fortuna liebt kann man ihr doch nicht dauerhaft Adler Osterfeld als Gegner wünschen. Das, was die DFL mit der BuLi anbietet, hat doch zuletzt mehr Anhänger gefunden als je zuvor, betrachtet man die Zuschauerzahlen in Stadien und am TV. Dass liegt meiner Ansicht daran, dass viele Fans doch sehr gut unterscheiden können zwischen dem Betrieb Profifussball einerseits und der Vereinsliebe und dem "Spektakel" Bundesliga andererseits.

    Vielleicht würde es dem Fussball sogar gut tun, wenn er in der jetzigen Form nicht fortbestehen würde.


    Würde ein Neuer schlechter spielen, wenn er statt 20 Mio im Jahr nur noch 5 verdienen würde? Oder ein Lewandowski weniger Tore schießen, wenn er statt 15 Mio nur noch 3 bekäme? Es geht doch gar nicht darum, sich die Über-die-Dörfer-Tour und Fussball-Purismus zurückzuwünschen. Der Fussball in seiner jetzigen Form zeigt nur ganz deutlich, dass er nichts anderes als eine Blase ist. Im Wettbewerb immer wieder die besseren Spieler abzugreifen wird von Außen immer mehr und mehr Geld in den Fussball gepumpt, das die Vereine unmittelbar für dieses "Rattenrennen" einsetzen. Das Geld versickert sodann bei Spielern, Beratern und Funktionären. Krankt der Fussball dann aber mal, fließt das Geld nicht mehr so in Strömen wie gewohnt, ist keiner bereit auf eine wirklich nennenswerte Summe zu verzichten, um Klubs und Vereine zu retten. Denn das würde ja zeigen, dass der Fussball auch mit weniger Kohle auskommen würde. Nein, gerettet werden kann das System nur, wenn das Geld weiterfließt, wie sich jetzt mal wieder zeigt.


    Dass das nicht "gesund" ist, dürfte allen Beteiligten klar sein, was daran ändern will aber irgendwie keiner, denn das würde bedeuten, dass es weniger Kohle abzugreifen gäbe. Daher: Immer schön weiter Geld hineinpumpen in die Blase.

  • OK. Aber die BuLi trägt sich als System schon selber und ruft ja nicht nach fremdem Geld. Dass sie sich selbst finanziert, liegt an den Fans. Diese sind offensichtlich bereit, für das was ihnen geboten wird, zu bezahlen. Wenn man hieraus einen Vorwurf ableiten will, sollte sich dieser eher an die Zahlenden richten, denn an die Empfänger. Es herrscht schließlich Vertragsfreiheit. Mit anderen Worten : Wo kein Kläger, da kein Richter.