Das Projekt (ex-SSV Markranstädt)

  • [quote][url]http://www.zeit.de/sport/2014-05/fussball-rb-leipzig-zweite-liga-langfassung[/url] :-I :-I :wtf:[/quote] Der Vergleich mit Putin in diesem Klobericht. Dummer Schreiberling mit zuviel Bildkonsum. Hat keine Ahnung, was Fandasein ausmacht bzw. Tradition ist. Wieso geht man nicht zu Magdeburg oder zum Halleschen FC? Weil man Kunde ist. Der obrige Link ist Körperverletzung.
  • "Lustig" wenn man außen vor lässt, dass die Wahl des Standortes für diese Retorte reiner Zufall ist. Hätte genauso gut irgendein Dorf irgendwo im Norden-Süden-Westen der Republik treffen können. Da jetzt jemandem gönnerhaft zu unterstellen, er würde "Aufbauhilfe Ost" betreiben, ist absolut hanebüchen.


    Ujfalusi


    Dann ist Red Bull New York eine Art Aufbauhilfe Ost-USA?


    Meine Güte.... :facepalm:


  • :-I :-I :wtf:



    Ich habe mittendrin aufgehört zu lesen, das bereitet einem ja körperliche Schmerzen... :tisch:


    Aufbauhilfe Ost, das Establishment aus dem Westen wehrt sich, Ekstase, Euphorie, die Stadt zerbirst vor Glück, historisches geschaffen...
    Denn hier fällt eine der letzten Bastionen des alten Westens, eine Bundesliga unter Ausschluss der neuen Länder.
    Hier dominiert das alte Patriarchat, hier konnte man die Ossis länger raushalten als aus Bundeskanzleramt und Schloss Bellevue.


    :-w

    A. Ristic: "Ich habe zu meiner Mannschaft gesagt: Stürmen. Sie haben wohl Türmen verstanden."


  • Danke für diese Zusammenfassung. Gott, ist das grauenvoll. Der Typ ist entweder ein Komiker oder sensationell blöd. Sowas gibt es doch nicht. :facepalm:

  • Ich würde lachen, wenn es nicht so bitter wäre


    Zitat

    Überall hat der Osten den Westen eingeholt, aber beim Fußball?


    Ich will hier nur mal kurz die Worte Gehalt und Rente einwerfen. Hierbei frage ich mich jedoch: Was wirft der Kerl sich ein, dass er blühende Landschaften sieht? Eine Verschwörung der Fussballzyniker gegen "das Projekt"?

  • Zitat

    Wir Ossis brauchen den Retortenverein!


    Nein. Denn a) gibt es uns Ossis nicht, so wenig wir "die Wessis" :facepalm:
    und b) darf der Kerl das gerne mal mit meinen Verwandten vor Ort diskutieren, die alle einen erbärmlichen Fußballgeschmack haben, aber NIEMALS so tief sinken würden, ein Fähnchen für einen Konzern zu schwenken und einem Produkt zuzujubeln. 8|


  • Red Bull Salzburg war Aufbauhilfe für das Salzburgerland.


    Seit Mozart war da auch nicht mehr viel los. --;)ir --;)ir --;)ir

  • Ich könnte mir fast vorstellen, dass Mister Redbull bald sagt "Fuck you, Krauts. Macht Eure Scheisse doch alleine. Ich kauf mir jetzt was viel Geileres" (nen Land oder sowas) und dann nie wieder gesehen wird.



    Das wär so schön. So schön.

  • Nur so ist 50+1 durchsetzbar (mit den beiden bekannten und gewollten Ausnahmen Wolfsburg und Leverkusen)


    Aber das Problem ist doch, dass 50+1 selbst nur noch eine leere Hülle ist, nachdem die lex Leverkusen praktisch weggefallen ist. Früher mußte das Unternehmen beim Verein mindestens schon zwanzig Jahre vor dem Stichtag 01.01.1999 finanziell aktiv gewesen sein (Stichtagsregelung). Diese Stichtagsregelung ist aufrgund der Klage von Herrn Kind durch das Ständige Schiedsgericht des DFB abgeschafft worden.


    Zitat

    “Es findet sich kein hinreichend gewichtiger sachlicher Grund, Fußball-Kapitalgesellschaften von der eröffneten Ausnahme von der 50+1-Regelung auszuschließen, die die erforderlichen Voraussetzungen dieser Ausnahmevorschrift nach dem 1. Januar 1999 erfüllt haben oder erfüllen werden.”


    Der Ligavorstand muß das natürlich letztendlich trotzdem genehmigen.


    Das heißt praktisch, dass alle Unternehmen, die 20 Jahre lang im Verein finanziell tätig sind (oder sein werden!), die Anteilsmehrheit an einer Spielbetriebsgesellschaft erlangen können. Nur eben nicht die Stimmenmehrheit. Aber mal ehrlich: Wenn ein Investor 90 Prozent des Kapitals hält, kann sein Stimmanteil noch so 49% sein. Faktisch bestimmt er die Marschrichtung (siehe Hoffenheim).


    Hilft also die "Kapitalisierung" der Vereine tatsächlich, um die "feindliche Übernahme" eines Vereins zu verhindern? Ich glaube nicht.

    Dieser Beitrag gibt meine persönliche Meinung und nicht die eines Vereinsgremiums wieder.

  • … wird vielen von uns in diesen Tagen in den Sinn kommen - jetzt, wo die DFL ein kleines Scharmützel rund um das Projekt des Machers der flüssigen Gummibären aus dem Schluchtenscheisserland austrägt.


    Eigentlich sollten wir uns an derartige Projekte spätestens seit SAP-Hoppenheim gewöhnt haben – und noch eigentlicher schon seit Mast und Eintracht Braunschweig, seit Bayer Uerdingen, seit Chio-Waldhof oder Fortuna Köln und Schäng Löring, seit der SG Wattenscheid 09 und Klaus Steilmann oder, um die uneigentliche Liste fortzusetzen seit dem SC Westfalia Goldin Herne und Erhard Goldbach.


    Tatsächlich aber wird der Matteschitz sich erst mal fett ins Fäuschen lachen, weil er mit seinem Scheissverein und seiner Ekelbrühe genau wieder da ist, wo er hin will. In den Schlagzeilen nämlich - und es ist zu befürchten, dass er da auch noch eine Weile lang bleibt – schlimmer noch, was jetzt noch Sommerloch, wird bald die Tabellen und die Spielpläne von Deutschlands zweithöchster Fußball-Liga penetrieren.


    Oder glaubt jemand im Ernst, der Bundesverband der Pfeffersäcke wird zum ersten Mal in seiner Geschichte klare Kante fahren und zu 100 Prozent auf Einhaltung seiner Statuten bestehen und dem Matteschitz sinngemäß den mittleren Finger in gestreckter Form zeigen ?.


    Wobei – „zum ersten Mal in seiner Geschichte“ … mit dieser Formulierung greife ich eigentlich mal klar ins Klo, denn : der hochgeschätzte Verband zeigt schon mal klare Kante, wenn er seine Regularien durchsetzen will oder „muss“ – nur leider nicht bei Hochkarätern wie Mauschelpitz oder Hoppenheimer .


    Es steht zu vermuten, dass es letztlich auf einen lauen Kompromiss ausläuft, da könnte man doch die Bullen aus dem Logo schnell verschwinden lassen und zum Beispiel durch triefende Gummibären ersetzen – um nur einen Punkt aufzugreifen und, die „Führungskräfte“ aus dem Bullenhaus kurzerhand feuern und ein Leipziger Sozialprojekt ins Leben rufen, wo die Leute auf Spesenbasis angestellt werden und in ihrer Freizeit ehrenamtlich vor den Rasenball treten.


    Bis es soweit ist nehmen wir Einblicke in die Seele der grossen Regionsförderer, also den Leuten, die tote (Fußball)gemeinden zum Leben wecken und dafür völlig unbescheiden den Nobelpreis für Nächstenliebe erwarten.


    Der Hopp reagierte seinerzeit in höchstem Maße angepisst, als man ihm und seinem Langweilerklub– allerdings in etwas anderem Zusammenhang die Zugehörtigkeit zur „bel etage“ des deutschen Fußballs anzweifeln wollte und sein widerlicher Spruch über Tradition und Fortuna dürfte uns allen trotz lauwarmer Entschuldigung noch immer im Magen liegen.


    Matteschitz gibt sich pampig – weil man ihn , so scheint er das zu empfinden am Gängelband führt – wobei es in seinem Fall um Tradition vordergründig gar nicht geht.


    Tradition ist eh ein Fremdwort bei den Machern der Fußballerischen Flatulenzen und zwar deshalb, weil sie keine haben und so schnell auch keine kriegen werden. Leider.


    Und bis sie welche kriegen, kennen Matteschitz und Hoppenheim längst ihren exponentiell abnehmenden Wert der Halbwertzeit – und zwar detailliert.


    Womit übrigens die neudeutsche Umschrebung für „die Radiesschen von unten sehen“ gemeint ist.


    Aber, sie wollen sich trösten. Die Matteschitze und Hopps.


    Trösten damit, das Schlitzohren wie Löring oder Goldbach oder auch Mast längst Kultstatus haben und die Old Schooler diese Namen längst mit (fußball)romantischen Erinnerungen Verknüpfen.


    Es mag Hopp und Matteschitz trösten, dass die Vorläufer ihrer Klubs, also die Langweiler-Ensembles wie die SG Wattenscheid 09, Fortuna Köln oder Bayer Uerdingen längst einen festen Platz in unseren Traditionsherzen haben – obwohl wir früher das kalte Kotzen gekriegt hatten, wenn wir gegen Wattenscheid vor 7.000 Zuschauern inclusive Freikarten und 622 Gästefans im Rheinstadion in der Bundesliga gespielt hatten oder den knallroten Grottifanten in der Grotenburg zu Krefeld fast bis zum Augenkrebs ertragen mussten oder als die flacheste aller deutschen (Fußball-Landschaften ausgerechnet an der Vorgebirgsstrasse in Köln lag.


    Nun kann man trefflich darüber spekulieren, wie das nun in Kürze weitergeht – ob die DFL vielleicht sogar (vordergründig) Rückgrat beweist und Matteschitz (erstmal) auf die Wartebank schickt, indem man die Lizenz verweigert, wohlwissend, dass Typen wie Kind, Holzhäuser und andere längst in den Startlöchern hocken – um das ein für allemal zu klären – mit der 5 Plus Eins Klamotte da.


    Oder darüber, wie Matteschitz trotz der Vorgaben mit seinem Anhang in die Zweite Liga einzieht – denn schlitzohrig genug für dieses Unterfangen dürfte der Mann allemal sein, um einen Kompromiss auszuhandeln, der weder ihm weh tut, noch die DFL das Gesicht verlieren lässt sondern höchstens den Blutdruck der echten Fußballfans in Wallung geraten lässt.


    Bleibt mir zu sagen, dass Du als Fußballfan neben einem Ideal auch ein Feindbild brauchst.


    Und wer eignet sich dazu eigentlich bessser als Leipzig oder Hoffenheim ?


    Heissen wir also Leipzig schon mal dafür willkommen, um ihnen bei allernächster Gelegenheit zu zeigen, wie unwillkommen sie sind.


  • Aber das Problem ist doch, dass 50+1 selbst nur noch eine leere Hülle ist, nachdem die lex Leverkusen praktisch weggefallen ist. Früher mußte das Unternehmen beim Verein mindestens schon zwanzig Jahre vor dem Stichtag 01.01.1999 finanziell aktiv gewesen sein (Stichtagsregelung). Diese Stichtagsregelung ist aufrgund der Klage von Herrn Kind durch das Ständige Schiedsgericht des DFB abgeschafft worden.

    stimmt. aber 20 jahre sind ne lange zeit für einen investor, der nicht an fußball interssiert ist, sondern am kurzfristigen werbeerfolg.

    »Fußball steht für die Schönheit der Arbeiterklasse« Stephan Huber

  • Eigentlich sollten wir uns an derartige Projekte spätestens seit SAP-Hoppenheim gewöhnt haben ? und noch eigentlicher schon seit Mast und Eintracht Braunschweig, seit Bayer Uerdingen, seit Chio-Waldhof oder Fortuna Köln und Schäng Löring, seit der SG Wattenscheid 09 und Klaus Steilmann oder, um die uneigentliche Liste fortzusetzen seit dem SC Westfalia Goldin Herne und Erhard Goldbach.


    Tatsächlich aber wird der Matteschitz sich erst mal fett ins Fäuschen lachen, weil er mit seinem Scheissverein und seiner Ekelbrühe genau wieder da ist, wo er hin will. In den Schlagzeilen nämlich - und es ist zu befürchten, dass er da auch noch eine Weile lang bleibt ? schlimmer noch, was jetzt noch Sommerloch, wird bald die Tabellen und die Spielpläne von Deutschlands zweithöchster Fußball-Liga penetrieren.


    Wie Du weiter unten anführst haben die oben genannten Patriarchen so etwas wie Kultstatus. Deren Engagement unterscheidet sich aber von dem des M.
    Erste waren eher von Eitelkeit und Machtstreben getrieben und nicht von betriebswirtschaftlichem Kalkül - ganz im Gegenteil haben sie sich (außer Mast) gegen jede wirtschaftliche Vernunft nur ihre Ego finanziert.


    Bei Mattedings hoffe ich noch darauf, dass er sich doch verhebt gegen die Lasten, die kein Interesse haben (sollten) wegbewegt zu werden.
    Sei es, Coca- Cola als Premium Sponsor des DFB, das sich mit keinem anderen Gesöff Marktanteile teilen möchte.
    Sei es, dass die Vereine angesichts der Kaufkraft von M.doch ihre Existenz gefährdet sehen.
    Sei es, dass die Ressentiments der fans das Produkt negativ bewerben und das image im selben Maße beschädigt wird, wie Häme und verbeulte Unterstützer das Bild in der Berichterstattung prägen.

  • ganz im Gegenteil haben sie sich (außer Mast) gegen jede wirtschaftliche Vernunft nur ihre Ego finanziert.


    Da hast Du uneingeschränkt recht - wobei, der Steilmann ist ja nicht Pleite gegangen :)


  • Müssen Mitglieder geleichzeitig auch stimmberechtigt sein in einem Verein?

    ja, falls es keine passive mitgliedschaft gibt. standard ist z.b., dass ein mitglied erst nach einem jahr mitgliedschaft stimmberechtigt ist und außerdem seine beiträge bezahlt haben muss, um an abstimmungen teilnehmen zu dürfen. wie genau das ausgestaltet werden kann, gibt das vereinsrecht vor. die rb leipzig e.v. hat wohl im januar eine neue satzung beim amtsgericht leipzig eingereicht, die abgelehnt wurde. was genau da drin stand, weiss ich nicht.

    »Fußball steht für die Schönheit der Arbeiterklasse« Stephan Huber

  • Danke für diese Zusammenfassung. Gott, ist das grauenvoll. Der Typ ist entweder ein Komiker oder sensationell blöd. Sowas gibt es doch nicht.




    Der Typ ist weder blöd noch ein Komiker. Der ist unfassbar Clever.
    So wird Stimmung gemacht.
    Der böse Wessi unterdrückt den armen Ossi. ( Ist ja beim Gehalt und der Rente immer noch so, dass die weniger bekommen ).


    Genau so bleibt der Wochenlang in allen Medien und bringt die DFL in Bedrängnis. ( Sind im DFL-Vorstand eigentlich "Ossies" ? )

    Das Hirn ist keine Seife. Es wird nicht weniger, wenn man es benutzt.

    Eines Camper größter Fluch, schlechtes Wetter und Besuch.

    Corona-Krise: Millionen werden Pleite gehen, eine Handvoll macht sich die Taschen voll.