Beiträge von Zimbo4

    Markus Anfang.


    Ich weiß, klingt etwas bizarr. Aber wenn man die Dinge vorurteilsfrei betrachtet, spricht sehr vieles für ihn:


    1) Er ist Rheinländer, kennt also die hiesige Mentalität.


    2) Er hat eine Fortuna-Vergangenheit.


    3) Er ist ein noch relativ junger Trainer, nur 10 Jahre älter als Christian Preußer.


    4) Im Gegensatz zu Christian Preußer ist Markus Anfang aber ein erfahrener Zweitliga-Trainer.


    5) Und er ist nicht nur ein erfahrener Zweitliga-Trainer, sondern auch ein ziemlich erfolgreicher, hat Kiel in die Relegation geführt und die Ziegenschänder auf Platz 1 der Tabelle (dass sie ihn trotzdem entlassen haben, gehört ins Kuriositätenkabinett, aber spricht nicht gegen ihn).


    6) Aufgrund seiner jetzigen schwierigen Lage wird Markus Anfang sicherlich glücklich sein, einen Vertrag mit sehr bescheidenen Bezügen zu unterschreiben, er wäre also eine ausgesprochen kostengünstige Verpflichtung für die Fortuna.


    7) Und schließlich und endlich: Falls sich die ganzen Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft gegen Markus Anfang bewahrheiten sollten, dann ist klar, dass Markus Anfang nicht die hellste Kerze auf der Torte ist. Damit würde er ganz hervorragend zu uns passen und insbesondere mit unserem Vorstand Sport ein geradezu kongeniales Paar bilden.

    Hier mal wieder ein COVID-19 update von Dänemark.


    Dänemark hatte ja im Spätsommer COVID-19 als „samfundskritiske sygdom“ (das Pendant zu deutschen „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“) beendet und alle Maßnahmen aufgehoben. Obwohl Dänemark ein sehr hohes Impfniveau hat (über 95% in der Altersgruppe 50+ und auch recht hoch in allen anderen Altersgruppen 18+, nicht so hoch in Gruppe 12-17 und unter 12 sind die Impfungen nicht zugelassen) steigen nun aber die Inzidenzzahlen rasant. In Kopenhagen liegt die 7-Tage Inzidenz über 700, in einigen Teilen des Großraumes Kopenhagen über 1000. Und auch die Krankenhäuser füllen sich wieder. Es ist noch keine kritische Marke bei den Krankenhäusern erreicht, aber es füllt sich. Und wie auch in Deutschland sind die Beschäftigen im Gesundheitswesen ziemlich müde und erschöpft.


    Die Gruppe, in der die Inzidenzen am höchsten liegen, so hoch wie noch nie in der ganzen Epidemie, sind Schulkinder, hier tobt das Virus heftig. Und am zweithöchsten liegen die Inzidenzen bei den Eltern der Schulkinder. Es wurde ja immer gesagt, dass Schulkinder keine Treiber der Pandemie seien und das war ja auch bestimmt richtig. Aber nun hat sich das geändert, nun scheinen Schulkinder ein wichtiger Treiber der Pandemie zu sein. Macht ja auch Sinn. Wenn unter Erwachsenen die Verbreitung des Virus durch Impfung verlangsamt wird, Schulkinder aber nicht geimpft sind (entweder weil sie unter 12 Jahren gar nicht geimpft werden sollen oder aber zwischen 12-17 Jahren die Eltern zurückhaltend sind, ihre Kinder impfen zu lassen (was ich auch verstehen kann)), dann ist die größte Dynamik unter Kindern. Und da die Schutzwirkung der Impfstoffe doch nicht so stark und dauerhaft ist, wie man erhofft hat, wird es auch unter Erwachsenen ungemütlich und das wirkt sich dann auch auf die Krankenhäuser aus.


    Am 9. November wurde der Status „samfundskritiske sygdom“ wieder eingeführt. Die Regierung kann nun wieder Maßnahmen vorschlagen und wenn der Epidemie-Ausschuss des Parlaments nicht Einspruch einlegt, dann werden die Maßnahmen eingeführt. Der Coronapas ist bereits wieder eingeführt, das ist die dänische 3G Regel, dass man in Bars und Restaurants und ähnlichen Orten nachweisen muss, dass man geimpft, genesen oder getestet ist. Morgen soll dann beschlossen werden, dass bei allen staatlichen Arbeitsplätzen, der Coronapas vorgelegt werden muss. Außerdem soll beschlossen werden, dass Masken wieder eingeführt werden (die man im Augenblick nur noch sehr selten in Dänemark sieht), im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, in den Geschäften und so weiter.


    Die booster Impfungen sind schon seit längerem im Gang und sollen nun massiv erhöht werden. Anders als in Deutschland, kann sich aber nicht jeder boostern lassen, der das gerne möchte, sondern es geht, wie schon bei der Erstimpfung, streng nach Altersgruppen, also alte Menschen, kranke Menschen und Mitarbeiter im Gesundheitssystem zuerst. Man wird angeschrieben, wenn man altersmäßig an der Reihe ist. Finde ich sehr vernünftig.


    Ich hatte ja vor einiger Zeit geschrieben, dass die große Herausforderung in Dänemark die Weihnachtsfeiern (julefrokost) werden, da das Veranstaltungen sind, auf denen es hoch hergehen kann, eigentlich die ideale Spielweise für SARS-CoV-2.

    Die Corona-Topics


    Wurde auch heute auf der Pressekonferenz gefragt, was denn nun mit den Weihnachtsfeiern geschehen soll. Søren Brostrøm, der Chef von Sundhedsstyrelsen (die staatliche Gesundheitsbehörde), sagte darauf, dass die betrieblichen Weihnachtsfeiern natürlich ein ganz wichtiger Teil der dänischen Kultur seien und dass man zumindest jetzt Absagen nicht empfehlen will. Aber man soll vorsichtig sein, vielleicht in kleineren Gruppen, mit mehr Abstand, mit viel Lüften und weniger Alkohol (was ziemlich seltsam wirkt, da auf Weihnachtsfeiern es so ähnlich zugeht, wie im Rheinland beim Karneval). Große Arbeitgeber, wie das dänische öffentlich-rechtliche Fernsehen, haben ihre Weihnachtsfeiern bereits abgesagt. Sundhedsstyrelsen selbst plant weiterhin am 17. Dezember die eigene Weihnachtsfeier zu halten, aber Søren Brostrøm meinte auch, dass man natürlich nicht weiß, wie die Situation am 17. Dezember sein wird.


    Wir hatten ja hier irgendwie alle gehofft, dass wir mit unserer wirklich sehr hohen Impfquote den Winter gut überstehen würden. Dass zwar die ungeimpften Kinder sich anstecken würde, aber das wäre ja sogar wünschenswert gewesen, damit auch diese Gruppe Immunität aufbaut, zumal Kinder ja nur in extrem seltenen Fällen schwer erkranken. Aber das Ganze hat jetzt eine Fahrt aufgenommen, die doch zu heftig ist. Und zu viele Erwachsene, entweder weil sie zu den wenigen ungeimpften gehören, oder aber weil die Wirksamkeit des Impfstoffes nachlässt, werden nun ernstlich krank.


    Im Vergleich zu Deutschland empfinde ich die Stimmung hier immer noch wesentlich weniger aufgeregt und die Diskussionen weniger kontrovers. Aber die Nervosität steigt jetzt schon ein wenig an.


    Muss man schon leider anerkennen. Dieses SARS-CoV-2 ist ein richtig harter Gegner.

    Mein über alles geliebter Vater, am Dienstag, den 9. November 2021, mit 89 Jahren in einem Düsseldorfer Pflegeheim, in das er erst vor 6 Wochen gezogen ist, als es zu Hause einfach nicht mehr ging. Ich hatte das große Glück, dass ich bis zum letzten Moment bei ihm sein konnte.


    Die großen Fortuna Momente meiner Kindheit und Jugend habe ich mit ihm zusammen erlebt. Das 6:5 gegen die Bayern im Juni 1975, mein erstes Fußballspiel im Stadion. Und dann die drei Pokalendspiele, 1978, 1979 und 1980, bei denen wir zusammen waren. Und wir waren zusammen viel bei der DEG. Der Höhepunkt war die Fahrt nach Garmisch-Partenkirchen. Freitagabend kam mein Vater von der Baustelle, er war Malermeister im Ein-Mann-Betrieb, wir haben das Freitagspiel an der Brehmstraße gesehen, Mutter hat dann die Reisetasche zum Stadion gebracht, wir sind in den Fan-Bus gestiegen und Richtung Süden gefahren. Samstagmorgens dann in München angekommen, im Olympiastadion noch die Fortuna bei den Bayern spielen gesehen, dann mit dem Zug nach Eschenlohe zu unserem Quartier. Abends dort beim Bier gesessen, ein massiger Bayer hat meinem Vater die Hand auf die Schulter gehauen, „hock di her“, davon hat er noch lange erzählt. Am Sonntag dann Spaziergang in der Partnachklamm, das Spiel der DEG beim SC Riessersee gesehen, und dann wieder in den Bus. Am Montagmorgen dann wieder an der Brehmstraße angekommen, ich bin zur Schule gefahren und mein Vater wieder auf die Baustelle.


    Und die Pointe von dem Ganzen ist, dass sich mein Vater überhaupt nicht groß für Fußball oder Eishockey interessiert hat. Wenn er dabei war, hat er schon seinen Spaß gehabt, und bei den beiden DFB Pokalsiegen 1979 und 1980 war er schon ein bisschen bewegt, aber eigentlich war Sport gucken gar nicht sein Ding. Er hat das alles nur gemacht, weil ich das gerne wollte und weil er Zeit mit seinem Sohn verbringen wollte. So kann man einem Kind auch zeigen, wie sehr man es liebt.


    Die letzten 18 Jahre war er dann nicht nur mehr mein Vater, sondern auch noch der weltbeste Opa für meine Tochter. Die beiden waren ein verschworenes Team. Und dann sind wir auch mal zu Dritt zur Fortuna und zur DEG gegangen. Das war etwas sehr Besonderes für mich.


    Mach es gut, Meister. Du warst der Beste.

    Oh Mann, 4 Super Bowls, alles Niederlagen, kein Titelgewinn, trotz der Purple People Eaters und des grossen Fran Tarkenton. Und dann, in den mehr modernen Zeiten, die grosse Mannschaft von 1998, diese atemberaubende Offense mit dem jungen Randy Moss in seiner Rookie Saison. Und dem alten Kicker Gary Anderson, der die ganze Saison kein Field Goal verschossen hat, bis er dann im NFC Championship Game das game winning Field Goal verschiesst und die Falcons in den Super Bowl einziehen.


    Und dann bist Du auch noch Fortuna Fan. Du bist echt einer der ganz harten.

    Warum wieder Klaus...???

    Versteh den Trainer langsam nimmer.


    Hoffentlich war es von ihm dann der geniale Schachzug den der Gegner niemals auf dem Schirm hatte...--;)ir

    Vielleicht ist das der Deal zwischen Preusser und Allofs: Preusser lässt den von Allofs verpflichteten Klaus immer wieder spielen und Allofs zeigt sich dafür mit der Arbeit von Preusser sehr zufrieden. Win-Win sozusagen.

    So langsam verliere auch ich meine leichte Zuversicht, dass die Impfquote uns vor sehr großen Problemen schützt. Denn selbst in Dänemark gehen jetzt die Zahlen durch die Decke. An deren Impfquote konnte man sich ja orientieren und die haben wir in vielen Bundesländern mittlerweile auch so gut wie erreicht. In Dänemark hat sich die Impfquote seit dem Ausrufen des Freedom Days aber kaum noch gebessert und offenbar reicht diese Quote noch nicht aus. Wahrscheinlich hat durch die gewonnene Freiheit keiner mehr die Notwendigkeit gesehen, sich impfen zu lassen. Ich bin gespannt auf die Einschätzung von Zimbo4 .


    Drosten hatte wohl vor einigen Wochen recht damit, dass wir eine deutlich höhere Impfquote brauchen. Ich hatte das für zu alarmistisch gehalten. Aber was ich unterschätzt habe, ist wohl die Eigenschaft von Delta, vor allem drinnen deutlich ansteckender zu sein. Auch die nachlassende Wirkung der Impfung bei einigen und dadurch vermehrten Durchbruchsinfektionen sind wohl nicht förderlich für das Infektionsgeschehen. Auch wenn sie deutlich weniger ausmachen als Verbreitungen durch Ungeimpfte, so sind sie in Summe trotzdem ein Faktor.

    Hallo Wackinho

    Wenn Du mich schon so nett fragst, dann will ich mal einen kurzen Lagebericht aus Dänemark geben:


    A) Impfquote

    1) Auf die Gesamtbevölkerung gesehen, inklusive Kinder unter 12, die ja nicht geimpft werden dürfen, liegt die Impfquote in Dänemark bei 75,2% (alle Zahlen beziehen sich immer auf Fertiggeimpfte).

    2) Betrachtet man nur die, die ein Impfangebot bekommen haben, also Einwohner die 12 Jahre oder älter sind, oder aber jünger mit einer schweren Vorerkrankung sind, dann liegt die Impfquote bei 85,9%.

    3) Pflegeheimbewohner sind zu 96,1% geimpft.

    4) Mitarbeiter des Gesundheitswesens und ausgewählter Bereiche des Sozialwesens sind zu 98,5% geimpft. Ein Vorfall wie in Brandenburg, wo nur 50% der Mitarbeiter eines Pflegeheims geimpft gewesen sein sollen, ist hier nicht vorstellbar.

    5) Menschen mit schweren Vorerkrankungen und Ihre Angehörigen sind zu 95,4% geimpft.

    6) Die Gruppe der 50 Jährigen und älteren, die nicht in Pflegeheimen wohnen, nicht im Gesundheit und Sozialwesen arbeiten, keine schwere Vorerkrankung haben und keine Angehörigen von Menschen mit schweren Vorerkrankungen sind, ist zu 94,2% geimpft.

    6) Bei den Altersgruppen 12 bis 49 Jahre sind 76,8% geimpft.

    Quelle: Statens Serum Institut: https://experience.arcgis.com/…cc014456295189631586f1d26


    Ich glaube nicht, dass man an dieser Impfquote noch viel ändern kann. Das ist schon sehr hoch. Es gibt bestimmte gesellschaftliche Gruppen, bei denen die Impfquote um einiges niedriger liegt, insbesondere bei Migranten aus nicht-westlichen Ländern, die ein gewisses Misstrauen gegenüber dem dänischen Staat haben. Was ich gut verstehen kann. Aber hier kann man wenig machen, glaube ich.


    Es werden nun die Auffrischungsimpfungen angeboten, also die Drittimpfung. Das läuft aber erst langsam an und beginnt natürlich mit den Menschen, die am höchsten gefährdet sind, also Menschen in Pflegeheimen und hochalte Menschen. Ich weiss leider nicht, wie hier der genaue Zeitplan ist.


    B) Verhalten der Leute

    Diesen freedom day Anfang September in Dänemark hat es hauptsächlich in der Berichterstattung im deutschen Fernsehen gegeben aber nicht hier in der Realität. Die Beschränkungen sind ja schrittweise weggefallen (Masken, Versammlungsbeschränkungen, Zeigen des Impfnachweises etc.), ist ja nicht so, dass man von einem Tag auf den anderen aus einem furchtbar strengen lockdown in die Freiheit entlassen worden wäre. Ist alles völlig unspektakulär verlaufen. Aber es gibt hier in der Tat keine Beschränkungen mehr. Es gibt auch keine 2G oder 3G Regeln, Impf-, Genesen- oder Teststatus muss nirgends vorgewiesen werden. Man kann aber schon im Alltag sehen, zum Beispiel in den Geschäften, dass Leute freiwillig mehr Abstand voneinander halten als vor COVID-19. Die Leute arbeiten auch mehr von zu Hause aus als früher, das ist überhaupt gerade ein grosses Thema, Präsenz am Arbeitsplatz oder von zu Hause aus arbeiten. Wird kontrovers diskutiert zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern, ist auch eine komplizierte Sache, da es auch darum geht, Arbeitsschutzbestimmungen (z.B. passende Ergonomie) im home office sicherzustellen.


    Obwohl mehr Menschen jetzt von zur Hause aus arbeiten als vor COVID-19 sind die Autobahnen voller Pendler (habe ich mir sagen lassen, ich pendle mit dem Rad). Es ist wohl so, habe ich mir sagen lassen, dass die Leute den öffentlichen Transport wesentlich weniger benutzen als vor COVID-19, ich denke mal, aus der Überlegung, dass im öffentlichen Transport das Ansteckungsrisiko doch recht hoch ist.


    C) Das Infektionsgeschehen

    Obwohl die Impfquote sehr hoch ist und obwohl die Leute, wie ich finde, weiterhin eher vorsichtig sind, steigen die Infektionszahlen auch hier in Dänemark stark an. Insbesondere wohl in den Schulen und Kindergarten, also dort, wo nicht geimpft werden kann. Kinder, die positiv auf COVID-19 getestet sind, müssen natürlich bis zu Überwindung der Infektion (das geht bei Kindern ja eher schnell) zu Hause bleiben. Ob auch die anderen Kinder aus der Schulklasse oder der Spielgruppe nach Hause geschickt werden, wird, so glaube ich, ziemlich unterschiedlich gehandhabt.


    Bei den Erwachsenen ist es so, dass sie, wenn sie COVID-19 Symptome haben, zu Hause bleiben sollen und sich testen sollen, bevor sie zur Arbeit gehen. PCR Tests sind hier weiterhin kostenlos. Möglichkeiten für Schnelltests waren eigentlich aus Kostengründen abgeschafft worden, sie sind jetzt aber, angesichts der steigenden Infektionszahlen, wieder eingeführt worden.


    Ich glaube, das wird hier in den nächsten Monaten ganz schön schwierig. November bis März ist traditionell die Zeit, wo man hier ständig erkältet ist, die Nase läuft und man hustet. Insbesondere, wenn man kleine Kinder hat, die die ganzen Viren und Bakterien aus Kinderkrippe und Kindergarten nach Hause bringen. Wenn jetzt alle hier sich daran halten, bei den ersten leichten Erkältungssymptomen vorsichtshalber zu Hause zu bleiben, bis man den negativen COVID-19 Test hat, dann dürfte es in den nächsten Monaten auf einigen Arbeitsplätzen ziemlich leer werden. Ein weiterer Grund, der dafür spricht, home office weiterhin dort anzubieten, wo es möglich ist.


    D) Impfdurchbrüche

    Die Sache mit den Impfdurchbrüchen sind auch hier in Dänemark ein spannendes Thema. Ich habe dazu gerade einige interessante Zahlen bei Statens Serum Institut gelesen: https://experience.arcgis.com/…7a0c4e13db1d/page/page_5/


    In den letzten 24 Stunden wurden insgesamt 1.087 neue COVID-19 Infektionen diagnostiziert (Dänemark ist ein kleines Land mit 5.8 Millionen Einwohner). Von den 1.087 Infizierten waren 340 nicht geimpft, 25 waren teilweise geimpft und 722 waren fertig geimpft. Da kann man jetzt sagen, „huch, 66,4% aller Neuinfizierten waren vollständig geimpft, die Impfung wirkt nicht.“ Aber das ist natürlich Quatsch, man muss die Zahlen natürlich standardisieren. Rechnet man die Zahlen um, auf 100.000 Ungeimpfte, Teilgeimpfte und Fertigimpfte, dann sind jetzt neuinfiziert, 52,5 Ungeimpfte, 29,6 Teilgeimpfte und 16,4 vollständig Geimpfte. Demnach haben also Ungeimpfte eine 3,2 fach höhere Wahrscheinlichkeit einer Infektion als vollständig Geimpfte (52,5 geteilt durch 16,4). Wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass Geimpfte und Ungeimpfte sich möglicherweise unterschiedlich häufig testen lassen, was dieses Ergebnis in verschiedene Richtungen verzerren kann.


    Sieht man sich die Leute, die mit COVID-19 im Krankenhaus liegen, an, dann sind das zur Zeit 240 Menschen. Von denen sind 89 ungeimpft, 5 teilweise geimpft und 146 vollständig geimpft. Also auch hier gilt: In absoluten, nicht-standardisierten Zahlen gerechnet, sind die meisten Menschen, die mit COVID-19 im Krankenhaus liegen, vollständig geimpfte Menschen. Umgerechnet auf 100.000 Einwohner ist es aber dann auch wieder so, dass die Ungeimpften (13,8 per 100.000) ein deutlich höheres Risiko haben im Krankenhaus zu landen, als die teilweise Geimpften (5,9 per 100.000) oder die vollständig Geimpften (3,3 per 100.000).


    Also, auch hier gilt, was in Deutschland auch gilt. Die Impfung schützt, aber sie schützt nicht perfekt. Durch eine Impfung reduziert man sein Risiko an COVID-19 zu erkranken und ins Krankenhaus zu kommen, aber man reduziert das Risiko nicht auf Null.


    D) Die Herausforderung „Weihnachtsfeier“

    Der Härtest kommt jetzt, glaube ich, im November und Dezember mit den betrieblichen Weihnachtsfeiern. Das ist eine ganz wichtige und grosse Sache, die tragischer Weise letztes Jahr ausgefallen ist. Dänische Weihnachtsfeiern dauern lange (beginnen häufig mit dem Weihnachtsmittagessen (julefrokost) um 13:00 und hören dann in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages auf), der Alkohol fließt in Strömen, Abstand voneinander wird überhaupt nicht gehalten, die Sachen mit der ehelichen Treue wird auch bisweilen bei Seite geschoben, die Leute sind häufig verkleidet, es wird intensiv gesungen und die Leute gehen sehr aus sich heraus. Hat durchaus Ähnlichkeiten mit dem rheinischen Karneval, findet aber, anders als Karneval, fast nur drinnen statt. Es könnte für SARS-CoV-2 einfacher nicht schöner sein. Und auch wenn dieses Jahr die Weihnachtsfeiern wahrscheinlich etwas zurückhaltender ausfallen und mehr Leute nicht kommen werden, sondern zu Haus bleiben, so denke ich doch, dass diese Weihnachtsfeiern der Härtetest schlechthin werden. Wenn Dänemark die Weihnachtsfeiersaison ohne Überlastung der Krankenhäuser und ohne neuen lockdown übersteht, dann kann eigentlich nicht mehr viel kommen und COVID-19 ist besiegt. Aber wenn es dumm läuft und SARS-CoV-2 rechtzeitig zur Weihnachsfeiersaison noch eine kleine fiese Extramutation drauflegt und die dann auf den Feiern so richtig gut zirkuliert, dann könnte es hier etwas ungemütlich werden. Mal sehen, bin sehr gespannt.

    Wenn das mit Freiburg so weitergeht spielen sind nächste Champions Liga . Schon geil die Konstanz und 11 Jahre derselbe Trainer,sowas wünsche ich mir bei uns auch mal.

    Ich stelle mir Streich gerade vor bei ner PK zusammen mit Pep...

    Schöne Vorstellung. Möchte Herrn Streich mal gerne Englisch reden hören. Ob so ein badisch gefärbtes Englisch wohl ähnlich seltsam klingt wie sein badisch gefärbtes Deutsch? Wie dem auch sei: Hut ab vor dem was die Freiburger da so leisten.

    Ich hatte mir ja eigentlich ein anderes Statement gewünscht, eins in dem Du unseren grandiosen Sieg feierst. Aber da haben die heute in Schwarz und Weiss gekleideten Herren ja so gar nicht mitgespielt :tisch::tisch::tisch:.


    Trotzdem, schön von Dir zu lesen. :) Würde jetzt gerne Deiner düsteren Analyse widersprechen, mir fallen nur gerade keine Gegenargumente ein.


    Ich gehe mich jetzt betrinken.

    Der Schlafwagenfussball seit dem 0:1 macht schon Sinn, bei einem 2. Gegentor ist das Ding gelaufen, daher schon sinnvoll erst mal nach hinten abzusichern und dann in den letzten 10 Minuten alles nach Vorne werfen. Jetzt sind wir in den letzten 10 Minuten, jetzt müssen wir aber auch kommen.

    Hallo Yawin,

    Schön mal wieder nach langer Zeit von Dir zu lesen. Ich sehe das mit COVID-19 ja sehr anders als Du, wie Du weisst. Aber selbstverständlich ist es Dein gutes Recht, Dich nicht impfen zu lassen. Und wenn Dich jemand für Deine Entscheidung beschimpft, dann würde ich zu dieser Person einfach den Kontakt abbrechen (es sei denn, es handelt sich dabei um eine besonders wichtige Person in Deinem Leben, dann ist das natürlich alles schwieriger und uangenehmer). Auf jeden Fall eine gute Idee von Dir, diesen thread hier zu meiden, das scheint Dir doch alles hier viel zu nahe zu gehen.


    Ich hoffe aber sehr, von Dir demnächst in anderen threads mal wieder was zu lesen. Am besten schon in 2 Stunden, wenn Du dann den grandiosen Pokalsieg in Hannover kommentierst. Würde ich mich drauf freuen.

    ...Darüber hinaus wird doch bei Fortuna angeblich auch besonders auf die charakterliche Eignung eines Spielers geachtet ...

    von diesem Märchen hab ich mich allerdings schon seit Raman und Ampomah verabschiedet - und solange Uwe Klein da am Steuer ist, denke ich nicht dass wir in irgendeiner Weise schauen ob Spieler charakterlich integer sind oder zum Verein passen...

    Das ist aber auch eine komplizierte Sache mit Charakter und integer sein und diesen Dingen. Benito Raman, zum Beispiel, galt als schwieriger Spieler in Belgien. Bei uns hat er sich auf dem Platz aber perfekt aufgeführt, hat phantastischen Einsatz gezeigt, ist den Platz rauf und runter gerannt, hat keinen Ball verloren gegeben. Immer mannschaftsdienlich gespielt. Ganz gleich, ob er in der Startformation stand oder erst im Laufe des Spiels eingewechselt wurde. Charakterlich perfekt. Als dann Schalke mit dem grossen Geld gewunken hat, sah es dann wieder ganz anders aus. Ich glaube, so was kann man schwer vorhersagen.

    Vorher gibts aber ein 0-7 gegen den BVB, RB oder die Bayern. Null Chance ins Finale zu kommen. Nur mit unmenschlichem Losglück

    Na dann denk mal an das Aus gegen Saarbrücken ! Hätten wir da im Elfmeterschießen gewonnen, hätten wir Leverkusen im Halbfinale zu Hause gehabt ! Und wenn da einfach mal alles perfekt läuft…. FINALE !!! Es wäre möglich gewesen….

    Zum Glück ist es damals nicht so gekommen. Man stelle sich vor: Fortuna zum ersten Mal seit 1980 wieder im Pokalfinale und das Spiel wird dann ohne Zuschauer im Stadion gespielt. Ich glaube, ich hätte mich in die Psychiatrie einweisen lassen. Zum Glück haben die Jungs den möglichen Finaleinzug vergeigt, ein aufrichtiges und unironisches „Danke“ hierfür. Aber jetzt ist die Situation ja wieder anders, jetzt dürfen wir gerne ins Finale einziehen.

    Sehr harte rote Karte. Aber kann man geben. Alleine schon für diese bodenlose Dummheit im Mittelfeld völlig unnötig so ein Foul zu begehen. Typisches Frustfoul. Passt leider zur bisherigen Leistung von Prib bei uns.

    Ach Quatsch, es geht hier Doppelkorn , fürimmer , rotation2013 und anderen doch nicht um "Beschönigen und Kleinreden mit den Auswüchsen des Islams" sondern, so lese ich jedenfalls ihre posts, um die Bewahrung dessen, was Dir doch auch am Herzen zu liegen scheint, die Bewahrung des liberalen Rechtsstaats, wo in jeden Einzelfall nach Recht und Gesetz entschieden wird und nicht nach empörten Stimmungen entschieden wird, wie sie hier von Fortunist und BMW M3 zum Ausdruck gebracht worden sind. Mit anderen Worten: Insoweit diese Frauen deutsche Staatsbürgerinnen sind, steht es ausser Frage, dass sie das Recht haben, sich hier in Deutschland aufzuhalten. Ob sie während ihres Aufenthalts in Syrien oder dem Irak Straftaten begangen haben oder nicht, ist von der Staatsanwaltschaft aufzuklären und gegebenenfalls vor Gericht anzuklagen und zu verurteilen, Bevor das nicht Geschehen ist, haben die Frauen selbstverständlich juristisch als unschuldig zu gelten. Ob es für die Kinder besser ist bei ihren Müttern zu bleiben oder von ihren Müttern getrennt zu werden, ist ebenfalls für jeden Einzelfall individuel zu entscheiden. Auch das müssen Gerichte, aufgrund von Gutachten von Fachleuten (Psychologen, Sozialarbeiter), entscheiden. Das werden sicherlich schwierige Entscheidungen, die da in jedem Einzelfall zu fällen sind, und vielleicht werden auch falsche Entscheidungen gefällt. Aber so gehört sich das in einem Rechtstaat. Ist doch eigentlich ganz einfach.