Beiträge von Friedie

    Weinzierl hat bei Augsburg (zumindest erste Amtszeit) und Schalke ein gutes halbes Jahr gebraucht, bis die Ergebnisse kamen... Von daher bin ich einfach mal zuversichtlich, dass das auf unser Spiel keine große Auswirkungen hat.


    Andererseits hab ich Nürnberg nicht wirklich als Lieblingsgegner in Erinnerung.

    Na ja, immerhin haben wir unsere letzte Meisterschaft dort gefeiert. Der Pornopass von Lovren und der Kopfball mit dem Kinn von Ayhan, habe ich noch sehr präsent. Nebst Aftergame Party mit bedröppelten Nürnbergern, die sich dann doch freuen konnten...

    ...unvergessen für mich dabei Fortuna-Buddy Paul Allison aus Ashford bei London im Irish Pub in Nürnberg nach dem Spiel: "WE WON THE FUCKING LEAGUE!!!"

    Fans dieses Clubs sind solche Hampelmänner.

    Jetzt wird das Pokalaus als gut verkauft damit für Europa mehr Körner da sind ;--)b

    Das ändert sich spätestens, wenn Andre Hoffmann den DFB Pokal im Mai 2023 gen Himmel streckt!

    --,)s

    Bin ich gerade durch Zufall drüber gestolpert. der "MSV Düsseldorf" ist in die Oberliga Nordrhein aufgestiegen, also 5. Liga. Schon beachtlich, aber der Vereinsname ist sehr gewöhnungsbedürftig. :-) Witzigerweise 1995 gegründet und der gute alte Assani Lukimya steht bei denen im Kader.


    https://www.transfermarkt.de/m…f/startseite/verein/40010

    Stellt Euch mal vor, die steigen weiter auf und spielen dann irgendwann mal gegen die Streifenesel.

    ;--)b

    Die Frage ist doch auch, wo will man denn die Grenze ziehen? China ist ebenfalls mit Russland befreundet. Viele Afrikanische, asiatische und südamerikanische Staaten haben keine Sanktionen gegen Russland erlassen. Hat man US-Sportler nach dem Angriffskrieg gegen den Irak unter George W. Bush ausgeschlossen?

    Für dich ist jeder ein Bellizist oder Kriegstreiber, der militärische Gewalt als ein Mittel der Lösung sieht. Niemand, aber wirklich niemand in unserer Diskussion und auch niemand, dessen Argumente hier verlinkt wurden, will Krieg. Es geht lediglich darum, wie man ihn verhindert, wie man ihn so schadlos wie möglich hält oder wie man verhindert, dass es auch in Zukunft einen Krieg geben kann.


    Und da glaubt Neitzel (und viele andere einschließlich mir) an das Prinzip, dass je besser man für den Krieg gerüstet ist, desto eher kann man einen Krieg verhindern. Das ist das Prinzip Abschreckung, das über Jahrzehnte funktioniert hat. Das hat so gut funktioniert, dass offenbar viele glaubten, es sei gar nicht mehr nötig, militärisch gut ausgerüstet zu sein. Und dass das ein Fehler war, erkennen gerade viele. Weil ein Aggressor wie Putin das gnadenlos ausnutzt.

    Wobei fume hier ja nur die FR zitiert hatte....

    "Neitzel Ist Bellizist und Revisionist"


    Auf die Idee, dass diese Einstellung vieler Deutscher zu Recht eine Lehre aus zwei von deutschen Machthabern entfesselten Weltkriegen ist, kommt er nicht. Neitzel ist Bellizist und Revisionist. Der Regierung und dem Parlament wirf er Unehrlichkeit vor und fragt: „Will man wirklich demokratische Krieger?“ Und plädiert dafür, das Militär wieder mehr „vom Krieg her zu denken“.

    Neitzels Literaturauswahl weckt nicht gerade Vertrauen. Was nicht in seinen Rahmen passt bzw. Auffassungen widerspricht, schiebt er beiseite und bleibt unerwähnt. Der nationalsozialistische Autor und SS-Obersturmbannführer Paul Carell wird mit gleich fünf Titeln aufgeführt. Das wichtige Buch von Carl Friedrich von Weizsäcker über „Kriegsfolgen und Kriegsverhütung“ (1971) dagegen hat er nicht gelesen. Der Atomphysiker und sein Team vom Max-Planck-Institut zur „Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt“ kamen schon damals zu der Einsicht: Ein Krieg in Mitteleuropa zerstörte alles, was er bewahren wollte. Nur noch eine Politik der Kriegsverhütung sei vertretbar. Seitdem übt sich eine wachende Mehrheit unserer Gesellschaft darin, den „Ernstfall Frieden“ einzuüben. Dabei sind viele Widersprüche aushalten. Das gehört dazu.

    Neitzels wissenschaftlich eingefärbte Krieger-Nostalgie wirkt wie aus der Zeit gefallen und als Versuch, den „Ernstfall Krieg“ wiederherzustellen. Solches Denken gedeiht jedoch nicht nur im Potsdamer Elfenbeinturm, sondern ist auch in der Bundeswehr seit ihren Anfängen weit verbreitet. Vor einigen Jahren hat kein Geringerer als der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans-Otto Budde, ein gelernter Fallschirmjäger, eine zivilisatorische Reißleine durchtrennt, indem er den „Staatsbürger in Uniform“ abservierte und einen neuen Soldatentypus forderte: „Wir brauchen den archaischen Kämpfer, und den, der den High-Tech-Krieg führen kann.“ Der General, der seinen Soldaten ein Vorbild sein soll, dürfte sich von dem Politiker Alexander Gauland bestätigt fühlen, der in einer Rede vom 2. September 2017 in Thüringen, mitten im Bundestagswahlkampf, als Spitzenkandidat der AfD, mit der Drohung für Aufsehen sorgte: Wenn Franzosen und Briten stolz auf ihren Kaiser oder den Kriegspremier Winston Churchill seien, „haben wir das Recht, stolz zu sein auf Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“.

    Ich habe das Buch von Sönke Neitzel gerade beendet und finde es sehr gut gelungen. Ob der Autor der Frankfurter Rundschau das Buch selbst komplett gelesen hat bezweifele ich allerdings: "Auf die Idee, dass diese Einstellung vieler Deutscher zu Recht eine Lehre aus zwei von deutschen Machthabern entfesselten Weltkriegen ist, kommt er nicht." ...erstens einmal analysiert Neitzel die Thematik der Einstellung der Deutschen gegenüber der Streitkräfte sehr wohl und sehr intensiv und auch für alle Zeiträume und zum anderen trifft die Deutsche Führung zwar eine Mitschuld am Ausbruch des 1.Weltkrieges aber nach neuestem Stand ganz sicher nicht die Alleinschuld (was der Autor der Rezension in SEINEM Elfenbeinturm wohl noch nicht mitbekommen hat).


    Wenn man keine "kämpfenden" Soldaten möchte, dann muss man auch so konsequent sein und die Bundeswehr abschaffen. Aber die Jungs (und Mädels) in die Krisenherde der Welt zu schicken und sie dann in ihrer Handlungsfreiheit einzuschränken und letztlich zu gefährden geht m.E. gar nicht. "Die Soldaten in Afghanistan sind von der Politik im Stich gelassen worden" ist eine von Sönke Neitzels Kernaussagen und diese Aussage trifft m.E. auch zu.


    Ich muss hier allerdings sagen, dass ich sicher nicht 1895% neutral an das Thema herangehe: Im April 2018 hat mich Sönke Neitzel in Bonn zu meiner Wehrdienstzeit (1987-1988; 3./Fschjgbtl 273 in Iserlohn) ausführlich interviewt und er machte auf mich dabei einen sehr kompetenten Eindruck. Zudem ist er ein äußerst sympathischer Zeitgenosse. Das von ihm signierte Exemplar seines Buches wird immer einen Ehrenplatz in meiner Sammlung haben.


    Übrigens hat Sönke Neitzel uns auch bei unseren Recherchen für die Fortuna-Chronik unterstützt, u.a. im Fall von Theo Breuer, der als Flak-Soldat an der Ostfront eingesetzt war.

    Wenn die klare Mehrheit im Verein die Rückbesinnung zum alten traditionellen Vereinsnamen beschließt (und da es den TSV Vestenbergsreuth ja weiterhin gibt) finde ich das nachvollziehbar und o.k. Würde ich, wenn ich Fürther wäre, sicher auch mit Herzblut unterstützen.

    Du hättest auch niemals einer Fusion zugestimmt!


    Alles hat immer 2 Seiten.

    Haste recht Holger. Im mitgliedergeführten Verein bestimmt die Mehrheit und das ist gut so. (rein theoretisch da ich mit Fürth nix am Hut hab): Gegen Fusion und für Rückbesinnung auf den alten Vereinsnamen wäre meine Haltung gewesen. Aber im fränkischen Fußball interessiert mich eigentlich nur der Verein meines Geburtsortes:

    FV 04 Würzburg. Und der heißt nach der Insolvenz 1981 jetzt auch endlich wieder so.

    Wenn die klare Mehrheit im Verein die Rückbesinnung zum alten traditionellen Vereinsnamen beschließt (und da es den TSV Vestenbergsreuth ja weiterhin gibt) finde ich das nachvollziehbar und o.k. Würde ich, wenn ich Fürther wäre, sicher auch mit Herzblut unterstützen.

    Zitat

    Mit der weiteren Planung habe der Klub das Planungsbüro Albert Speer und Partner beauftragt.

    Ich weiss, dass der Namensgeber, Speer Junior, auch schon länger tot ist, aber ein schmunzeln ruft es trotzdem in mir hervor. Bleibt halt alles in der Familie.

    Albert Speer jr. war einer meiner Professoren bei meinem Städtebau-Studium. Das war ein sehr sympatischer und toller Mensch!

    Sehr gut, Friedie . Die Wortwahl ist natürlich immer noch kolossal übertrieben. "Tiefpunkt", "Inferno"...

    Solange sich das jetzt richtigerweise in erster Linie auf die Hertha-Knalltüten bezieht kann ich damit gut leben!

    Vielen Dank übrigens auch nochmal an rheinbrand , der den (ursprünglichen skanadösen) stern-Artikel entdeckt und hier gepostet hat!

    :thumbup:

    Ich habe Kai Niemann mal deswegen angeschrieben, da ich der Meinung bin, dass unser Verein hier reagieren sollte. M.E. handelt es sich um tendenziöse Berichterstattung unter Verwendung einer Bildmanipulation.


    Das ärgert auch mich maßlos!

    Kam eine Antwort ?

    Ja, hab ich auch hier im Forum gepostet, wurde aber irgendwohinn verschoben: Fortuna hat das Thema beim stern platziert. Stand gestern abend kam bisher allerdings noch keine Reaktion.

    Weltgeschichte, platziert zwischen Niederschlagung des Aufstands im Warschauer Ghetto durch die NAzis und Gründung des Staates Israel mit anschließendem Krieg. Da bleibt einem auch ohne die falsche und reißerische Darstellung der Ereignisse um die Relegation die Spucke weg.

    Umso mehr wenn man bedenkt, dass es ja KEINERLEI Verletzte gab! Selten wurde ein Ereignis so aufgebauscht.