Beiträge von Eimsbüttel95

    Altersschnitt auf unserer leider wieder vergrößerten Covid-ICU ist 58 gerade.

    Und da sind ein paar Ü85-Jährige dabei.

    Weiß Gott nicht alle der jungen Menschen, die um ihr Leben kämpfen, haben schlimme Vorerkrankungen. Einige hatten gar nichts, einige sind halt ein bisschen übergewichtig oder haben einen (zT eingestellten) Bluthochdruck.


    Das gefällt mir alles gar nicht.


    Diese Mischung aus


    1. verständlichem (!) Einschränkungsüberdruss, der zu sehr mutigen Forderungen führt

    2. politischem Versagen, das andere besser als ich ja schon mehrfach beschrieben haben (Wirtschaftslobbyist und Ministerdarsteller Altmeier allen Ernstes weiterhin gegen Testpflicht am Arbeitsplatz)

    und

    3. der oben umrissenen Situation auf vielen (!) Stationen (man tauscht sich aus)


    ist für viele unserer Mitarbeitys zunehmend frustrierend.

    Was sagt man einer toughen, aber überarbeiteten Intensivschwester, wenn sie mir erzählt, wie ihre Nachbarn mit Gästen fröhlich zu Hause feiern, wenn sie vom Spätdienst nach Hause kriecht?


    Könnte noch viel mehr zu den vielen, vielen Aspekten schreiben-

    über Ländervergleiche und die Zahlen in Schweden,

    die Statements des Bonner HIV-Experten (Frankreich sieht's entspannt/sozial Schwache in bewachte Turnhallen/hysterische Intensivmediziner hierzulande/etc),

    die noch nicht abschließend geklärte Frage, in welchem Ausmaß Geimpfte infektiös sein können, aber dafür fehlen mir gerade Energie und Zeit.


    Bleibt gesund.

    Tja, wir haben dank dem sensationellen Treiben unserer Regierung, der Landesfürsten und in Teilen der EU hierzulande einen inkonsequenten gefühlten Dauer-Lockdown, der hart genug ist, Menschen in den Ruin, die Depression, die häusliche Gewalt usw. zu treiben, der aber nie die zeitlich enger begrenzbare Durchschlagskraft hatte, um dem pandemischen Geschehen gerecht zu werden.

    Ja, das ist frustrierend!

    Einer der BioNtech-Leute sagt im aktuellen Spiegel, dass sie zu 100% Forscher, zu 30% Geschäftsleute sind.

    Frage ich mich, was die übrigen 870% sind, die zu 1000% fehlen.

    Ich kann einem Rechenfehler unterliegen, aber sind 12% von 100 nicht unter 10, eher etwas mehr als 8?

    [...]Immerhin rund zwölf Prozent der Menschen in Deutschland haben die erste von zwei notwendigen Impfdosen erhalten. Das ist mehr als jede zehnte Person.[...]

    Ernsthaft?

    Läuft im Söderland:


    Zitat

    In Bayern ist ein falscher Impfarzt aufgeflogen. In mehr als 1300 Fällen soll er Patienten aufgeklärt, in etwa 40 die Impfung sogar selbst durchgeführt haben. Der 49-Jährige befindet sich nun in Untersuchungshaft.

    https://www.faz.net/aktuell/ge…tren-taetig-17270832.html

    Falsche Ärztys gibt es immer wieder. Denk nur an Postel...oder an die falsche Kinderärztin hier am UKE vor ein paar Jahren. Ein Freund von mir hatte am Vorabend der medialen Enthüllung noch Dienst mit der. Fast gespenstisch.

    Dann wird dem Laschet und seinen zuständigen Minister*innen so um den 16. April rum wieder einfallen, dass langsam mal ein Konzept für den Einsatz von Schnelltests z. B. in Schulen ausgearbeitet werden muss.

    Haha, genau. Oder jemand prescht kess vor mit der verrückten Idee, die Hausärztys beim Impfen mitmischen zu lassen.

    Da unsere Regierung es bisher versäumt hat, eine gute, flächendeckende Teststrategie, einen zeitlich absehbaren Plan zur ausreichenden Durchimpfung der Bevölkerung und eine zeitgemäße Erfassung dieser unabdingbaren Maßnahmen vorzulegen, kann die heutige -Stand jetzt- "Verhandlungsvorlage" nicht überraschen.

    Leider!

    Wut und Frust und Kopfschütteln hier, aber nicht wegen der "Notbremse", sondern wegen des Versagens unserer Regierung und der Länder in Hinblick auf das oben Genannte.

    Und man darf gespannt sein, was für ein föderaler Flickenteppich an regionalen Maßnahmen diesmal wieder entstehen wird...


    Ich glaube, wir alle haben keinen Bock mehr!


    Dennoch führt für mich in dieser Situation kein Weg daran vorbei, weiterhin mit starken Einschränkungen zu leben und die Regelungen zu befolgen- aus Sorge um meine Mitmenschen und um die Handlungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems.

    Lustige Diminutive wie Karlchen, lächerlich machende Entmenschlichungen wie Klabautermann und Schulhof-Bully-Begriffe wie Stotterhannes machen es schwer, inhaltlich über Lauterbachs Positionen zu diskutieren.

    Wir alle tragen im Kleinen zum gesellschaftlichen Klima bei, wenn wir uns äußern. Am besten fängt man wohl bei sich selbst an, wenn einem an einer Besserung gelegen ist.


    https://www.stern.de/politik/d…-attackiert-30379898.html


    Immer druff da!


    Würde es begrüßen, wenn dann allerdings nicht ständig die Spaltung der Gesellschaft, die Verrohung der Sitten und der Niedergang der Diskussionskultur beklagt werden würde.

    Und ja, ich weiß, die anderen sind viel gemeiner und haben angefangen...


    Peace.

    Meine Antwort auf Deine Frage, ob wir nicht schon viel weiter sein könnten in Hinblick auf Impfen, Testen, digitaler Erfassung desgleichen und damit verbundenen Möglichkeiten zu Lockerungen?

    Ja!

    Mittlerweile empfinde ich den Begriff des Regierungsversagen schon gar nicht mehr als haltlos skandalisierend.

    Gipfelnd in dem Phantom-Stufenplan zu etwaigen Lockerungen der letzten MPK, that just would never happen, verstehe ich den Ärger vieler Menschen gut.

    Aber die Infektionssituation und alles, was daran hängt (https://www.ardmediathek.de/da…05ZjA1LTc3ZDg4ZmVhZjVjZg/)

    ist gerade schlechterdings so, wie sie ist.

    Und man ändert sie nicht, indem man jetzt alle Vorsicht über Bord wirft.

    Und da hoffe ich, dass möglichst viele Menschen das so sehen.

    Bei aller Wut und Frustration, die aus so vielen, zu einem guten Teil nachvollziehbaren Gründen entstanden ist, versuche ich zuversichtlich zu bleiben, dass sich die allermeisten Menschen weiterhin wie verantwortungsvolle Erwachsene verhalten.

    Stimmt, was die Ärztin sagt. Aspirin wirkt auf die Thrombozyten (Aggregationshemmung) und verhindert eher arterielle Thrombosen, wie zB bei Herz-oder Hirninfarkt.

    Bei venösen Geschichten spielen andere, nicht-zelluläre "player" der Blutgerinnung die Hauptrolle.

    Mittel der Wahl wäre Heparin, also praktisch die "Thrombosespritze", die jeder kennt, der schon mal operiert wurde.

    Kann man aber m.E. derzeit nicht empfehlen, da es keine Daten dazu gibt und ja gar nicht sicher ist, ob bei dem AZ-Impfstoff wirklich ein erhöhtes Risiko für venöse Thrombosen besteht.

    Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich daher das Aussetzen nicht so richtig super finden...

    Mal sehen, ob es neue Informationen gibt.


    Gute Besserung, so in 1-2 Tagen solltest Du wieder aufm Damm sein!