Beiträge von Eimsbüttel95

    Ich glaube, die meisten hier können sich denken, wie die überragend vorgetragenen Clips der arrivierten TV-Stars der überwiegend ÖFFENTLICH-RECHTLICHEN Sender, die hilfreicherweise anfangs immer ihren Beruf erwähnen, so bei den Menschen ankommen, die Covid überstanden haben oder täglich mit dem Leid, das diese Erkrankung verursacht, zu tun haben.


    Wir finden es alle knorke!

    Geistreich, witzig und hilfreich.

    Da sprechen Maaßen, die AfD-Leute und Schmidt-Chanasit wirklich für uns alle.

    Ein Meisterwerk!


    Ein spannender Move ist, die Regierungskritik z.B. an den völlig schwachsinnigen AHA-Regeln oder den Tests in Schulen festzumachen und nicht etwa an der verkorksten Impfstrategie usw. usw...


    Stark auch die Medienkritik!

    Nie sieht, liest oder hört man in den gleichgeschalteten Mainstreammedien über die Auswirkungen auf Kinder und Arme oder die schwere Lage von kleinen Betrieben oder Kulturschaffenden.

    Also, wenn man halt nie sieht, liest oder hört.


    Und klar, wenn AF das nicht aufrufen kann, steckt sehr wahrscheinlich die dämonische cancel culture dahinter. Auch wenn es sich sonst jeder bequem 24/7 anschauen kann...


    Und endlich wird mal aufgedeckt, dass man hierzulande keine eigene, von der Diktatur abweichende Meinung äußern darf. Das beste Beispiel ist ja dieses Meisterwerk.

    Die mitwirkenden Künstler*innen sind ja bereits alle verhaftet.

    Oder auch hier im Forum: alle abweichenden Meinungsäußerungen wurden sofort gelöscht.

    Und wenn nicht, haben doch tatsächlich auch noch Menschen widersprochen!!!!

    WTF!


    Aber die Revolution ist nahe!


    STOP!

    Sarkasmus aus.


    Finde das Teil echt so'n büschn doof, halte es aber natürlich aus.

    Meine Güte, ein paar ARD- und ZDF-Stars versuchen sich an einer Art politischen Kabarett.

    Pfft. So what...

    Wissenschaft ist immer voller Ambivalenz. Voller Unsicherheit. Voller Überraschungen.

    Genau das ist Wissenschaft.

    Habe früher am Abend in einem Beitrag versucht, die großen Studien zum Effekt von Ausgangsbeschränkungen gegenüber zu stellen. Die von Dir gebrachten Formulierungen, die Du als unwissenschaftlich abtust, erscheinen mir vor diesem Hintergrund als adäquat.

    Eine Datenlage, die m.E. eine Tendenz in Richtung einer moderaten Wirksamkeit von Ausgangsbeschränkungen im Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen hergibt, ist natürlich nicht so plakativ und für alle nachvollziehbar.

    Das macht es aber nicht unwissenschaftlich.


    Wenn Du mit der Lobbyarbeit und den "echten Bringern" in der Pandemiebekämpfung das Versagen der Politik in Hinblick auf den Umgang im Berufsleben meinst, sind wir da 100% einer Meinung.

    Eine Ausgangsbeschränkungs-Lobby existiert aber nicht.


    Übrigens interpretiert Lauterbach im Wesentlichen große, gut gemachte Studien, auf die er auch nachvollziehbar verweist.

    Dass er dadurch für einige zu einer Art Witzfigur, die täglich neue Ideen ausheckt, um das Volk zu drangsalieren, ist ein Ausdruck mangelnder Medienkompetenz und, ja, unwissenschaftlich.

    Niemand bestreitet, dass draußen besser als drinnen ist, wenn es um Ansteckungen geht. Bei nächtlichen Ausgangsbeschränkungen geht es aber nicht darum, die ständigen Tumulte auf Bürgersteigen im ländlichen Sachsen-Anhalt in einer Montagnacht zu beschränken. Denn das ist kein Problem.

    Es geht darum, dass die Menschen zu Hause bleiben. Kontaktreduktion.

    Das Argument, dass viele Leute sehr beengt wohnen, ist zwar vordergründig plausibel. Aber sind die denn unbedingt sonst nachts draußen?

    Die Daten aus Quebec mit Montreal als großer Stadt mit einer durchaus vergleichbaren sozialen Struktur wie in unseren Städten legen ja nahe, dass sich auch die Mobilität deutlich reduziert hat durch Ausgangsbeschränkungen.

    Die zunächst nachvollziehare These, dass die Menschen sich also vermehrt privat begegnen, was nur umso gefährlicher ist, kann also m.E. bisher als nicht belegt gelten.

    Und was Scheuch in dem Interview sagt, finde ich so richtig wie unspektakulär.

    Rausgehen, sich bewegen! Ja!

    Paar Zeilen von der Front:


    1.

    Natürlich führen mehr Tests zu mehr erfassten Infektionen. Einerseits. Andererseits steigt die Positivquote an. Es ist also wohl eine Mischung aus beidem. Bei den gemeldeten Zahlen geht es um PCR-Testergebnisse.


    2.

    Eine isolierte Fokussierung auf Inzidenzzahlen (50, 100, 165, 200...) ist m.E. eher eine Art politische Operationalisierung denn umgesetzte Expertenmeinung. Konnte anfangs dem Argument der Rückverfolgung von Infektionsketten durch die Gesundheitsämter folgen, mittlerweile bin ich da ausgestiegen.

    165! Hä?


    3.

    Was die Belegung der Intensivstationen angeht, verzeichnen wir seit einigen Wochen bundesweit einen erneuten Anstieg. Heute sind es so viele Covid-Intensivpatienten wie seit Mitte Januar nicht mehr, nämlich >5000.

    Die Lage ist also ernst und kann sich weiter zuspitzen, wenn sich der Trend so fortsetzt. Das ist die Botschaft hinter den Warnungen vieler Intensivmediziner.

    Ob der Tonfall der Warnungen manchmal etwas alarmistisch ist, halte ich für zweitrangig, weil das inhaltliche Ziel, auf die dritte Welle endlich, endlich, endlich nennenswert zu reagieren, m.E. zu wichtig ist!

    Dass aktuell eine flächendeckend dekompensierte Versorgungssituation besteht, habe ich i. Ü. so NIRGENDS gelesen.

    Es gibt natürlich große regionale Unterschiede und sicher auch viele Häuser, wo die Lage recht entspannt ist. Keine Frage.

    Und es gibt Häuser und Regionen, wo bereits jetzt eine sehr enge Belegungssituation besteht.

    Es ist allerdings zu bedenken, dass schwerstkranke Patienten nicht in beliebiger Zahl in andere Häuser, die vielleicht 547 km entfernt sind, transportiert werden könnten.

    Weit entfernt verfügbare Intensivbetten helfen dem ECMO-Patienten nicht.


    4.

    Irritierend und am Rande zum Zynismus empfinde ich Äußerungen, dass die Lage auch in der zweiten Welle über den Jahreswechsel zu jedem Zeitpunkt gut beherrschbar und kompensiert war. Es war vielerorts absolut grenzwertig.

    Eine erneute, vielleicht drastischere Eskalation kann sich doch niemand wünschen.

    Denkt an Eure Lieben und Euch selbst.


    5.

    Dass nächtliche Ausgangsbeschränkungen "unverhältnismäßiger Unsinn" sind, wie hier apodiktisch behauptet wurde, gibt m.E. nicht den Stand der Forschung wieder.

    Im Verbund mit anderen Maßnahmen (!) scheinen durchaus moderate, aber relevante Effekte v.a. auf den R-Wert zu bestehen (Daten aus UK, Quebec).

    Dem gegenüber stehen vordergründig z.B. die Daten aus Stanford, die allerdings aus der ersten Welle Anfang 2020 stammen, wo noch niemand geimpft war, insbesondere nicht die primär für den Wildtyp vulnerablen Menschen, die mittlerweile als besser geschützt gelten können.

    Mittlerweile haben wir aber eine völlig andere Situation- Mutanten, geimpfte alte, kranke Menschen, deutlich verändertes Covid-Patientenkollektiv etc.

    Insofern halte ich diese retrospektive Datenanalyse nicht für geeignet, um den Effekt von Ausgangssperren abschließend zu beurteilen. Die Autoren legen sich da ja auch keineswegs fest.

    Zusammenfassend würde ich aktuell Ausgangsbeschränkungen im Rahmen der weiteren Maßnahmen als "eher sinnvoll" bezeichnen. So lese ich als Laie die Datenlage, ohne mich zu einem Brustton der Überzeugung verleiten zu lassen.

    Aber:

    Impfen! Impfen! Impfen!


    6.

    Hoffe, wir alle bleiben fit.

    Altersschnitt auf unserer leider wieder vergrößerten Covid-ICU ist 58 gerade.

    Und da sind ein paar Ü85-Jährige dabei.

    Weiß Gott nicht alle der jungen Menschen, die um ihr Leben kämpfen, haben schlimme Vorerkrankungen. Einige hatten gar nichts, einige sind halt ein bisschen übergewichtig oder haben einen (zT eingestellten) Bluthochdruck.


    Das gefällt mir alles gar nicht.


    Diese Mischung aus


    1. verständlichem (!) Einschränkungsüberdruss, der zu sehr mutigen Forderungen führt

    2. politischem Versagen, das andere besser als ich ja schon mehrfach beschrieben haben (Wirtschaftslobbyist und Ministerdarsteller Altmeier allen Ernstes weiterhin gegen Testpflicht am Arbeitsplatz)

    und

    3. der oben umrissenen Situation auf vielen (!) Stationen (man tauscht sich aus)


    ist für viele unserer Mitarbeitys zunehmend frustrierend.

    Was sagt man einer toughen, aber überarbeiteten Intensivschwester, wenn sie mir erzählt, wie ihre Nachbarn mit Gästen fröhlich zu Hause feiern, wenn sie vom Spätdienst nach Hause kriecht?


    Könnte noch viel mehr zu den vielen, vielen Aspekten schreiben-

    über Ländervergleiche und die Zahlen in Schweden,

    die Statements des Bonner HIV-Experten (Frankreich sieht's entspannt/sozial Schwache in bewachte Turnhallen/hysterische Intensivmediziner hierzulande/etc),

    die noch nicht abschließend geklärte Frage, in welchem Ausmaß Geimpfte infektiös sein können, aber dafür fehlen mir gerade Energie und Zeit.


    Bleibt gesund.

    Tja, wir haben dank dem sensationellen Treiben unserer Regierung, der Landesfürsten und in Teilen der EU hierzulande einen inkonsequenten gefühlten Dauer-Lockdown, der hart genug ist, Menschen in den Ruin, die Depression, die häusliche Gewalt usw. zu treiben, der aber nie die zeitlich enger begrenzbare Durchschlagskraft hatte, um dem pandemischen Geschehen gerecht zu werden.

    Ja, das ist frustrierend!

    Einer der BioNtech-Leute sagt im aktuellen Spiegel, dass sie zu 100% Forscher, zu 30% Geschäftsleute sind.

    Frage ich mich, was die übrigen 870% sind, die zu 1000% fehlen.

    Ich kann einem Rechenfehler unterliegen, aber sind 12% von 100 nicht unter 10, eher etwas mehr als 8?

    [...]Immerhin rund zwölf Prozent der Menschen in Deutschland haben die erste von zwei notwendigen Impfdosen erhalten. Das ist mehr als jede zehnte Person.[...]

    Ernsthaft?

    Läuft im Söderland:


    Zitat

    In Bayern ist ein falscher Impfarzt aufgeflogen. In mehr als 1300 Fällen soll er Patienten aufgeklärt, in etwa 40 die Impfung sogar selbst durchgeführt haben. Der 49-Jährige befindet sich nun in Untersuchungshaft.

    https://www.faz.net/aktuell/ge…tren-taetig-17270832.html

    Falsche Ärztys gibt es immer wieder. Denk nur an Postel...oder an die falsche Kinderärztin hier am UKE vor ein paar Jahren. Ein Freund von mir hatte am Vorabend der medialen Enthüllung noch Dienst mit der. Fast gespenstisch.

    Dann wird dem Laschet und seinen zuständigen Minister*innen so um den 16. April rum wieder einfallen, dass langsam mal ein Konzept für den Einsatz von Schnelltests z. B. in Schulen ausgearbeitet werden muss.

    Haha, genau. Oder jemand prescht kess vor mit der verrückten Idee, die Hausärztys beim Impfen mitmischen zu lassen.

    Da unsere Regierung es bisher versäumt hat, eine gute, flächendeckende Teststrategie, einen zeitlich absehbaren Plan zur ausreichenden Durchimpfung der Bevölkerung und eine zeitgemäße Erfassung dieser unabdingbaren Maßnahmen vorzulegen, kann die heutige -Stand jetzt- "Verhandlungsvorlage" nicht überraschen.

    Leider!

    Wut und Frust und Kopfschütteln hier, aber nicht wegen der "Notbremse", sondern wegen des Versagens unserer Regierung und der Länder in Hinblick auf das oben Genannte.

    Und man darf gespannt sein, was für ein föderaler Flickenteppich an regionalen Maßnahmen diesmal wieder entstehen wird...


    Ich glaube, wir alle haben keinen Bock mehr!


    Dennoch führt für mich in dieser Situation kein Weg daran vorbei, weiterhin mit starken Einschränkungen zu leben und die Regelungen zu befolgen- aus Sorge um meine Mitmenschen und um die Handlungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems.

    Lustige Diminutive wie Karlchen, lächerlich machende Entmenschlichungen wie Klabautermann und Schulhof-Bully-Begriffe wie Stotterhannes machen es schwer, inhaltlich über Lauterbachs Positionen zu diskutieren.

    Wir alle tragen im Kleinen zum gesellschaftlichen Klima bei, wenn wir uns äußern. Am besten fängt man wohl bei sich selbst an, wenn einem an einer Besserung gelegen ist.


    https://www.stern.de/politik/d…-attackiert-30379898.html


    Immer druff da!


    Würde es begrüßen, wenn dann allerdings nicht ständig die Spaltung der Gesellschaft, die Verrohung der Sitten und der Niedergang der Diskussionskultur beklagt werden würde.

    Und ja, ich weiß, die anderen sind viel gemeiner und haben angefangen...


    Peace.

    Meine Antwort auf Deine Frage, ob wir nicht schon viel weiter sein könnten in Hinblick auf Impfen, Testen, digitaler Erfassung desgleichen und damit verbundenen Möglichkeiten zu Lockerungen?

    Ja!

    Mittlerweile empfinde ich den Begriff des Regierungsversagen schon gar nicht mehr als haltlos skandalisierend.

    Gipfelnd in dem Phantom-Stufenplan zu etwaigen Lockerungen der letzten MPK, that just would never happen, verstehe ich den Ärger vieler Menschen gut.

    Aber die Infektionssituation und alles, was daran hängt (https://www.ardmediathek.de/da…05ZjA1LTc3ZDg4ZmVhZjVjZg/)

    ist gerade schlechterdings so, wie sie ist.

    Und man ändert sie nicht, indem man jetzt alle Vorsicht über Bord wirft.

    Und da hoffe ich, dass möglichst viele Menschen das so sehen.

    Bei aller Wut und Frustration, die aus so vielen, zu einem guten Teil nachvollziehbaren Gründen entstanden ist, versuche ich zuversichtlich zu bleiben, dass sich die allermeisten Menschen weiterhin wie verantwortungsvolle Erwachsene verhalten.

    Stimmt, was die Ärztin sagt. Aspirin wirkt auf die Thrombozyten (Aggregationshemmung) und verhindert eher arterielle Thrombosen, wie zB bei Herz-oder Hirninfarkt.

    Bei venösen Geschichten spielen andere, nicht-zelluläre "player" der Blutgerinnung die Hauptrolle.

    Mittel der Wahl wäre Heparin, also praktisch die "Thrombosespritze", die jeder kennt, der schon mal operiert wurde.

    Kann man aber m.E. derzeit nicht empfehlen, da es keine Daten dazu gibt und ja gar nicht sicher ist, ob bei dem AZ-Impfstoff wirklich ein erhöhtes Risiko für venöse Thrombosen besteht.

    Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich daher das Aussetzen nicht so richtig super finden...

    Mal sehen, ob es neue Informationen gibt.


    Gute Besserung, so in 1-2 Tagen solltest Du wieder aufm Damm sein!