Zumal ich auch noch mit mindestens einer vernünftigen Bundesliga Leihe gerechnet hätte
Dann
schauen wir doch mal, was sich bis zum Auftakt der Rückrunde so getan hat.
Die
bisherige Transferbilanz von Mislintat liest sich wie folgt: Ein Fernost-Kicker
sozusagen als Schmankerl für die Japan-affine Düsseldorfer Seele. Ein aktuell fußranker
Hettwer-Verschnitt aus der Rumpelkammer des Dortmunder Hummelstocks sowie ein medial
aufgewirbelter Schwall heißer Luft rund um die misslungene Verpflichtung eines
Stuttgarter Nachwuchstalents und eines angeblichen ehemaligen Fortuna-Profis. Dazu
ein paar Nachwuchstalente aus dem eigenen Stall als kommende Hoffnungsträger. Das
wars bislang, oder vertue ich mich da?
Und
wie sieht es auf der „Verkaufs“- bzw. Abgabeseite des Kaders aus, der ja nach
Ansicht vieler Forumsteilnehmer in dieser Winterpause mal so richtig
ausgemistet gehörte? Ein D. Schmidt ins Drittliga-Nirwana der Hafenstraße, zudem
der Versuch, den Queens Park Rangers einen lust- und glücklosen Stürmer wieder an
die Backe zu heften, den diese mit einem herzlichen thank you very much ignorierten.
Die aktuellen Lieblinge der Massen, wie ein M. Zimmermann, ein T. Breithaupt,
ein M. Heyer oder auch ein E. Iyoha z. B., dürfen dagegen weiter ihre Fußballkünste
an den Ufern des Niederrheins zelebrieren.
Ich
will ja nicht meckern, aber ich vermute mal stark, dass hier das Gros der
Forumsteilnehmer bei einer solchen Zwischenbilanz den ehemaligen Sportchef
nochmals vom Kreuz, an das sie ihn so oft genagelt haben, abgenommen und
geteert und gefedert durch die Retematäng
gejagt hätten, um ihn abschließend vor versammelter Fan-Gemeinde in einem Fass
Füchsen-Alt der Tortur des Bierboardings zu unterziehen.
Jetzt
aber, oh Wunder, hört man, dass der Kader, den der verfemte Pferdeliebhaber
einst zusammengekauft hatte, gut genug ist, wenn denn
der Trainer diese Qualität nur mal auf den Platz bringen sollte. Neue
Verteidiger auf den Außen – in der Allofs-Ägide für nahezu alle ein absolutes
Muss - scheinen nun nicht mehr so wichtig, schließlich hat ja das Diamantenauge
des neuen Sportchefs hier keinen Nachbesserungsbedarf gesehen.
Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie muss ich angesichts dieser
Situation an den Spruch denken: „Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht
dasselbe“.
Na ja, immerhin scheint der neue Sportvorstand, schenke ich
Fan-Berichten aus dem Trainingslager Glauben, trinkfest zu sein. Das immerhin
könnte helfen, wenn es allem verbreiteten Optimismus zuwider auch in der zweiten
Saisonhälfte schiefgehen sollte. Dann können sich Anhänger und Verantwortliche
der alten Dame zumindest die Welt schön saufen. Man darf gespannt sein.