Beiträge von Joxer

    Wenn ich mir die Menge an Likes unter dem hervorragenden Statement von VoLaHiLa so ansehe, scheint mir die Stimmung der überwiegend mitlesenden Mehrheit der User dieses Forums eine positivere und kämpferischere zu sein, als uns die immer gleichen Moppersäcke mit ihren immer gleichen negativen Beiträgen in Endlosschleife glauben lassen wollen.


    Hochgerechnet auf unsere gesamte Fanszene stimmt mich das durchaus zuversichtlich.

    Höchst unglückliche Niederlage. Die Mannschaft hat mich ehrlich überrascht.


    Mindestens ein Punkt wäre verdient gewesen. Erste Halbzeit spielerisch die beste seit langem, leider mit Chancenwucher. Zweite Halbzeit trotz konditioneller Probleme zumindest gekämpft. Grundsätzlich lässt sich auf dem Spiel aufbauen, für die Köpfe ist es allerdings Gift.


    Und jetzt hilft nur noch Schnaps.

    Ich habe lediglich meine unmaßgebliche Ansicht zu einer hier im Forum wiederholt aufkommenden Forderung wiedergegeben, junger Jedi, und nicht den Anspruch, Lösungen für die sportliche Gesamtproblematik anbieten zu können. Dennoch will ich einige Gedanken mit Dir teilen, in der Hoffnung, Deinem Wunsch nach mehr Tiefgründigkeit ein wenig gerecht zu werden. In aller gebotenen Kürze.


    Unserer Mannschaft mangelt es in meinen Augen in erster Linie an defensiver Kompaktheit, einem klaren Spielsystem, Eingespieltheit und Selbstbewusstsein. Ich würde konsequent mit Viererkette spielen, und zwar in immer derselben Besetzung, soweit die Verletzungsmisere das zulässt. Ein eindeutiges System muss implementiert werden, mit klarer Rollenverteilung und nach Möglichkeit in immer derselben Startbesetzung. Hier gehört ein Muslija auf jeden Fall auf den Platz, in der Rolle des Spielgestalters, nicht als Außenspieler, und ein Rasmussen mit seinen fußballerischen Fähigkeiten sowieso. Auch ein El Azzouzi als Sechser sollte gesetzt sein. Die unter Daniel Thioune üblichen System- und Aufstellungswechsel scheinen die aktuelle wie auch die letztjährige Mannschaft zu überfordern. Laufwege und Automatismen müssen einstudiert werden und den Spielern in Fleisch und Blut übergehen.


    Der schwierigste Punkt ist die Psyche der Mannschaft, und das angeschlagene Selbstbewusstein. Hier helfen nur Erfolgserlebnisse in Form von Siegen. Allerdings muss auch in die Köpfe der Spieler, dass sie nur im Kollektiv und mit der Bereitschaft, auch dahin zu gehen, wo es weh tut und auch mal ein paar Extrameter mehr zu machen, erfolgreich sein können. Das ist das, was der Kollege lattenknaller Bauwagen-Mentalität nennen würde :). Dass die Truppe in der Lage ist, kämpferisch und als Einheit aufzutreten, hat sie in Bochum bewiesen.


    Das alles sind keine neuen Erkenntnisse, zum Teil auch Binsenweisheiten, und alle Punkte sind hier im Forum schon des Öfteren und seit Längerem angesprochen worden. Und das ist für mich das größte Rätsel. Warum ist es seit fast anderthalb Jahren so schwierig, diese grundlegenden Dinge umzusetzen? Ich kann nur auf unser neues Trainerteam hoffen, sowie darauf, dass es einen entsprechenden Zugang zur Mannschaft findet. Und darauf, dass andere Trainingsansätze und eine andere Ansprache Wirkung zeigen. Am besten direkt am Samstag gegen Hertha. Es ist mit unserem Kader möglich, trotz aller Verletzten.


    Unsere Mannschaft gibt für mein Empfinden so viel her, muss allerdings im Grunde genommen mit den Basics ganz von vorn anfangen. Vermutlich benötigt sie daher noch einige Zeit - die wir eingentlich nicht haben -, um ihr Potenzial abzurufen. Vorhanden ist es in meinen Augen jedoch absolut.

    Die Forderung in Zeiten, in denen es nicht läuft, doch bitte umgehend Spieler aus der Zwoten oder aus der Jugend spielen zu lassen, begleitet mich schon mein ganzes Fortuna-Leben lang. Von den 26 Trainern, die ich aktiv erlebt habe, kam allerdings keiner auf die Idee.


    Frage an diejenigen, die Obiges fordern: Wen konkret aus der Zwoten - die in den letzten sieben Spielen in der Regionalliga einen einzigen Sieg geholt hat - oder aus der A-Jugend würdet Ihr für wen aufstellen? Wer verfügt über die nötigen spielerischen, aber auch mentalen Fähigkeiten, unsere Truppe weiterzubringen? Und: Gilt der Zwei-Klassen-Unterschied, auf den in der ersten Pokalrunde so gerne verwiesen wird, im eigenen Verein nicht?


    Die Vorstellung, die "Jungen Wilden" würden alles besser machen, ist ein ähnlicher Mythos wie der, dass ehemalige Spieler immer gegen uns treffen oder der, dass wir allein sämtliches Verletzungspech dieser Welt gepachtet hätten. Oder wie der, dass ein Trainerwechsel umgehend Erfolg bringt ;(.

    Das ist ja ein Auswärtsspiel, also bleibt die Heim-Vollangst bei den Spielern diesmal außen vor.

    Das heißt ich erwarte sogar mindestens einen Punktgewinn, da alle mit klarem Kopf spielen können.


    Unser Problem sind die Heimauftritte und das können wir als nächstes tatsächlich NUR über ein erfolgreiches Pokalspiel lösen.

    Worauf begründest Du Deinen Optimismus? Bist Du ernsthaft der Ansicht, unser einziges Problem sei eine 'Heim-Vollangst'? Auch auswärts sind wir bisher nicht überzeugend aufgetreten. Unsere Auswärtssiege waren durchaus glücklich, beruhten eher auf einer Mischung aus Glück und gegnerischer Unfähigkeit als auf eigener spielerischer Stärke. Ich gehe erstmal von einer Klatsche am Samstag aus, lasse mich aber gerne positiv überraschen. Ich fürchte, es ist noch ein weiter Weg, bis wir wieder so etwas ähnliches wie Fußball spielen. Das Spiel gegen Braunschweig war zu ernüchternd, um auf schnelle Besserung durch den Trainerwechsel zu hoffen.

    Finde ich nicht.

    Angesichts der Katastrophalen Situation aktuell (Abstiegskampf statt lauthals von Vorstand und Trainer vorher proklamiertem Aufstieg) geht es hier doch wirklich halbwegs zivilisiert und fast friedlich vor sich.

    Sehe ich ähnlich. Ich frage mich allerdings, ob dieses halbwegs Zivilisierte auf die Disziplin der Foristen beim Posten oder auf den Fleiß der Moderatoren beim Aufräumen zurückzuführen ist.

    https://sport.sky.de/fussball/…-gestalten/13431000/39338


    "Ich habe eigentlich erwartet, dass Düsseldorf mit sehr viel Energie uns mehr stressen wird, [...] unsere Energie, die wir in der ersten Halbzeit hatten, war anfang zweite Halbzeit auch nicht mehr so da. Für uns eigentlich ok, weil ich, wie gesagt, gedacht habe, Düsseldorf müsste jetzt All-in gehen, muss mehr Risiko ins Spiel bringen, haben sie nicht gemacht."


    Sowas hört man auch sehr selten, dass ein Trainer ok damit ist, dass seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit stark nachgelassen hat, weil der Gegner ja nichts verändert hat und weiterhin keine Gefahr war.

    Der parodiert doch unseren Trainer. :wtf:

    Empfinde ich ganz anders, yeahralfi .


    In den Trainervorschlägen wird Anfangs Impfbetrug als Argument gegen seine Verpflichtung angeführt, aber die Corona-Thematik nicht tiefer diskutiert. Die Geschichte ist nun mal ein nicht unwichtiger Punkt in der Beurteilung seiner Person.


    Und die Causa Weissman lässt sich nun mal nicht von der Nahost-Problematik trennen. Hier wird das politische Thema angerissen, weil es zur Sache gehört, aber ebenfalls nicht vertieft. Wobei ich vermute, dass die Moderation in dem Zusammenhang einiges zu löschen hatte.


    Solange politische Diskussionen den Fortuna-Bezug wahren, nicht um ihrer selbst willen geführt werden und im Rahmen bleiben, finde ich sie in Ordnung. Und das war in meinen Augen in diesen beiden Fällen so. Dass sich die Weissman-Diskussion auf mehrere Threads verteilte, war allerdings in der Tat unglücklich.

    Zwei einfache Dinge wären der hiesigen Diskussionskultur sicherlich zuträglich: Vor dem Schreiben nachdenken, ob ich meine Worte dem/den Mitdiskutanten gegenüber so auch im persönlichen Gespräch äußern würde, und vor dem Absenden nachdenken, ob ich meinen Beitrag so wirklich für die Ewigkeit im Internet wissen möchte.


    Beides wird leider viel zu selten beherzigt. Da kann ich mich auch selber nicht ausnehmen.

    Also jetzt bleiben wir mal ruhig. Ich wohne seit langer Zeit in Schweinfurt. Ich war im Willy Sachs Stadion zu Zweitligazeiten. Die Regionalliga Bayern, der letzten Saison, ist definitiv nicht das Maß aller Dinge. Die Schnüdel hatten einige lausige Auftritte, haben aber souverän die Kurve bekommen. Als Zweitligist mit Ambitionen, seit mehreren Jahren, wüsste ich nicht warum man, bei allem Respekt, Zweifel an der nächsten Runde haben sollte. Ich betone, mit dem nötigen Respekt vor den Schnüdeln.

    Ich muss zugeben, dass es mir eher schwer fällt, den nötigen Respekt vor jemandem aufzubringen , der sich selbst als 'Schnüdel' bezeichnet. :)