Beiträge von Eisenfuß

    Ich erinnere mich daran, wie er in die Kurve lief und am Gitter hochstieg. Haben wir uns gefreut. Und dann sagte Fink, er sei deswegen losgelaufen, um den verlorenen Betrag aus der Manschaftskasse zurückzuerhalten, den er da reingepoent hatte. DAMIT hat die Mannschaft ihn erst dazu bekommen.

    Daß das Bad in der Menge nachher etwas Schönes war - unbenommen. Aber er ist wegen ein paar Euros losgelaufen. Wurde in der damaligen Euphorie lächelnd hingenommen. Daraus zieht man dann aber seine Schlüsse, wenn man diese Schlagzeilen verfolgt.

    Und - glaubt mir das oder nicht - für kein Geld in der Welt würde ich versuchen, die Scheiße vom Dom vor dem Niedergang zu bewahren.

    Fette Karre fette Hütte und bei jedem Blick in den Spiegel .: "DU hast die Kolner gerettet." Das kann kein Glück sein. Wenn man Ehre hat.

    Der alte Mann ging schon gebeugt.

    Hat manche Ziege schon gezeugt.

    Man hielt ihm einen Strohhalm hin.

    "Weil ich ja nur ein Neusser bin ..."

    griff er nach dem krummen Ding

    das sich dann im Gebiß verfing.

    Dem Politikertyp, dem alles daran gelegen ist, mehr Kontrolle und Maßnahmen zur "Sicherheit" zu fordern, spielt das Ganze sicher in die Hände.

    Sinnvolle temporäre Maßnahmen : Ja.

    Darüber hinausgehende Regelmäßigkeiten, die geeignet sind, den Bürgern das Kontrollgefühl zu verstärken mit Mißbrauchsmöglichkeit : Nein.


    Hinterher werden wir schlauer sein.

    Was ist wirklich geschehen - die Fallzahlen mit welchem Betroffenheitsmaß - aber vor allem : welche Maßnahmen sind ergriffen worden, die wir im Zweifel nie mehr loswerden (unfassende Registrierungen ?).

    Ich finde schon beachtlich, mit welchen Relativierungsvorwürfen einige hier angegangen werden, die nur die Möglichkeit benennen, daß Berichterstattung und Reaktionen möglicherweise überzogen sind gemessen an anderen Dingen mit ähnlichen Auswirkungen.

    Angst ist schwer von angemessenem Risikobewußtsein zu trennen. Risiken für den Körper wurden wohl schon gelassener gehandhabt als heute.

    Die Souveränität hierüber kehrt aber erst ein, wenn man sich lange damit beschäftigt. Das machen die wenigsten ohne Anlaß.

    Insofern ist der ab und an auftretende Tonfall der Debatte nicht überraschend.

    Seite 666 zu dem Kommerz-Werbeträger. Zeit, für ein Schmähgedicht.



    Der Teufel weiß, daß man mit Geld

    bestimmte Menschen gefangen hält.

    Die Körper und auch die Emotion

    unterliegen nunmal zerscherbelndem Ton.


    Glaubst Du nur an dieses Leben

    kriegt Dich der Teufel leicht. Soeben

    hat er ein neues Spielzeug entdeckt

    mit dem er das Leben zum Tode erweckt.


    Diebisch freut sich der Bösewicht

    weil fast Alle denken, es gäbe ihn nicht.

    So schleicht er sich mit Angst und Geld

    ins Herz derjenigen, die wenig hält.


    Darum sieht man in manchen Etagen

    auch meist dieselben. Die wenig wagen.

    Und äußeren Glanz und gleiches Benehmen.

    Die sich hinter feinem Zwirn nicht schämen.


    Und einen Pakt geschlossen haben

    um sich an Irdischem zu laben.

    Doch kommt das Opfer dann zum Schluß.

    Weil man dem Satan stets geben muß.


    Das letzte Hemd - ohne Gamaschen.

    Natürlich hat es keine Taschen.

    Vergänglich alle diese Lust.

    Bedenke, daß Du sterben mußt.


    Das Lamm öffnet zuletzt die Siegel.

    Und nicht der Wolf. Und nicht das Gold.

    Schaut ein solcher in den Spiegel

    dringt starren Auges der Unhold

    in sein Antlitz. Und lacht ihn aus.

    Führt ihn aus seiner Welt heraus.


    Und zerrt ihn dann in sein Gefilde.

    Zu seinem wahren Ebenbilde.

    Liegt eine Dose, kalt und leer.

    Die nützet ihm nun gar nichts mehr.


    Im Himmel aber, auf Wolken rot-weiß

    da feixen sie fröhlich. "Was war das ein Scheiß."

    Auf dieser Welt Fortuna treu.

    Da trennt sich der Weizen von der Spreu.


    Klopfen sich oben stolz auf das Wappen.

    Doch unten ist Heulen und Zähneklappen.




    Und das Alt trinkt man kalt ... :beer:

    Vielleicht haben sich die Dinge mittlerweile verändert. Ich fand zu meiner aktiven Zeit in München den Verein Türk Gücü ebenso unangenehm zu bespielen wie Gigi Meroni Itel.

    Mit Integration hatte das nix zu tun, eher im Gegenteil. Für diese Vereine war es immer auch wie ein kleines Länderspiel, gegen uns zu spielen.

    Das war immer deutlich emotionaler als es in den unteren Spielklassen ohnehin zuging - vom Verhalten der Familienangehörigen an der Seite mal ganz abgesehen. Und wir mussten aufpassen, daß die normalen Tätlichkeiten auf dem Platz nicht sofort falsch ausgelegt wurden. Die ausländischen Mitbürger in den traditionellen Münchner Vereinen waren deutlich besser integriert, da sie keine Enklaven bildeten, die allein wegen der Herkunft polarisieren konnten.