Beiträge von Libero

    Das ist kein Journalismus, das ist Durchgeben von Wasserstandsmeldungen. Was heute als "investigativer Journalismus" bezeichnet wird, wurde früher schlicht Journalismus genannt. In Zeiten, in denen Anzeigen nur mit größter Mühe von Artikeln unterschieden werden können, verkommt der Journalismus zu Farce. Es ist doch mittlerweile schon bemerkenswert, wenn nicht der Wortlaut der entsprechenden Nachrichtenagenturmeldung einfach nachgedruckt, sondern durch journalistische Eigenleistungen ergänzt wird. Und da wundern sich die Printmedien, dass ihre Auflagen stetig sinken.

    Wobei man zu deren Ehrenrettung sagen muss, dass durch die Geschwindigkeit, mit der sich eine Nachricht - in der Regel unvollständig, verzerrt oder verfrüht, häufig auch einfach falsch - verbreitet, ein gewaltiger Druck aufgebaut wird, auch so schnell wie möglich zu feuern. Denn sauber recherchiert 2 Tage später über etwas zu berichten, an dem die globale Kundschaft schon längst vorbeigerauscht ist, bringt keine Klicks - und damit keine Werbeeinnahmen.


    Und machen wir uns nix vor: Wer von uns studiert in aller Ruhe eine Tages- oder gar Wochenzeitung als Printausgabe und verzichtet dafür auf das Internet?


    Hinzu kommen dann noch intellektuelle Barrieren: Wie soll ein freier Mitarbeiter, der eben noch über ein Volleyballspiel berichtet hat, in kürzester Zeit eine gescheite Stellungnahme zu einer Pressemitteilung des Bundeskartellamts fabrizieren können?


    Schwach ist trotzdem, dass sich ein sogenanntes Fachmagazin wie der Kicker auf dem bisherigen Niveau durch ein wirklich bedeutsames Thema wie 50+1 laviert, zumal hier ja ausnahmsweise ausreichend Zeit gewesen wäre, gründlich zu recherchieren.

    Warum der Kicker nicht darüber berichtet? Weil der KICKER dann ausgeschlossen wird von der Pressestelle von RaBa. Die wollen ihre Gunst bei Mateschitz nicht verlieren, daher wird da stets (wenn überhaupt nur) milde berichtet.

    Klar. Die Frage beantwortet sich in der Tat von selbst.

    Die Berichterstattung über die Einschätzung des Bundeskartellamts ist augenscheinlich lückenhaft. Kritisch thematisiert worden ist womöglich auch die Lizenzerteilung an RB, das findet aber auch im Bericht des Handelsblatts keine Erwähnung.


    https://www.handelsblatt.com/u…onzernclubs/27243434.html


    Hierzu aber folgendes Zitat aus


    https://asd-law.com/en/news/50…lamt-meldet-sich-zu-wort/


    "Thema ist in diesem Zusammenhang auch RB Leipzig, für die es einen versteckten Seitenhieb gibt. In einem Brief an das DFL-Präsidium schreibt das Bundeskartellamt, dass Hinweise vorlägen, dass eine Lizenzvergabe auch an Clubs erfolgt sei, die nicht im Sinne des klassischen Sportvereins offen für stimmberechtigte Neumitglieder sind."


    Warum berichtet da etwa der Kicker nicht drüber?


    Mal sehen, vielleicht gesellen sich die Dosen ja auch noch an die Seite der Heulsusen-Gründervereine. Und die Einschätzung zu den Gründervereinen ist sich deutlicher, als ich bisher dachte:


    https://www.bundeskartellamt.d…1_50plus1.html?nn=3591286


    "(...) Es besteht die Gefahr, dass prägende Charakteristika wie Mitgliederpartizipation im Verein und Transparenz gegenüber den Mitgliedern hierbei verloren gehen. Vereinsgeprägter Fußball und Ausgeglichenheit des Wettbewerbs, wie es sich die DFL mit der Regelung zum Ziel gesetzt hat, sind so nicht mehr einheitlich gegenüber sämtlichen Klubs gesichert. Dies hat auch einen Wettbewerbsnachteil für die von der Ausnahme nicht profitierenden Klubs zur Folge. Vereinsgeprägte und Investoren-finanzierte Klubs treten nebeneinander an. Hierdurch entstehen Zweifel an der Eignung der Gesamtregelung zur Organisation eines sportlich fairen, vereinsgeprägten Wettbewerbs. Wenn einigen Klubs größere Möglichkeiten zur Einwerbung von Eigenkapital zur Verfügung stehen als anderen, dürfte dies nicht zur Ausgeglichenheit des sportlichen Wettbewerbs beitragen, sondern ihn eher verzerren. (...)"


    Klar, dass Bayer, VW und SAP gerade Kreide fressen und um Solidarität betteln. Weg mit denen...

    Wenn Fortuna in der Situation von RWE gewesen wäre hätte ich von der Vereinsführung erwartet genau so vorzugehen wie RWE es getan hat.

    (...)

    Ich nicht. Ich hätte von Fortuna erwartet zu prüfen, ob ein Einspruch überhaupt zulässig ist, bevor man unnötig Geld verpulvert und bei seinen Anhängern Hoffnungen weckt, die nicht erfüllt werden können.


    Dazu passt, dass sich RWE zum Inhalt des eigenen Einspruchs bewusst bedeckt gehalten hat.


    Und jetzt ein von vorneherein zum Scheitern verurteiltes Vorgehen als legitimes Mittel verkaufen zu wollen, um an Informationen zu gelangen und noch ein bisschen Stimmung gegen Dortmund zu machen, ist bei allem verständlichen Frust ziemlich schwach.


    Der Höhepunkt des Unfugs sind die angeblich "aus der Dortmunder Kabine zu uns gedrungenen" Informationen zu Maaßens Plänen.


    Btw: Knauff und Passlack haben gegen Bergisch-Gladbach bekanntlich nicht gespielt, Passlack auch nicht in Rödinghausen und Wuppertal.

    Ich wusste zum einen nicht, dass man scheinbar beliebig viele Spieler als Spielberechtigte melden kann - 57 (!) - und zum anderen nicht, dass man das wiederum an jedem Spieltag anders machen kann.


    Einen "Beschiss" des BVB sehe bei diesem seltsamen Regelwerk nicht, ich weiß nur nicht, warum die zunächst offenbar alle A- und B-Junioren auch für die U23 gemeldet hatten. Vermutlich sollte denen frühzeitig Spielpraxis auf hohem Niveau ermöglicht werden. Und dann wollten sie vermutlich nicht, dass die entscheidenden Spiele von den B-Junioren ausgetragen werden mussten, wenn es zu gehäuften Corona-Fällen kommen würde.


    Ärgerlich bleibt, dass man als Gegner nie so recht weiß, auf wen man bei einer Zweitvertretung trifft. Da können wir aber keine Steine werfen, weil das ja bei unserer Zwoten auch so ist - und wir die Zwote für unser Konzept der Nachwuchsgewinnung ja auch als wichtigen Baustein sehen.


    Solange niemand eine Liga nur mit Zweitvertretungen aufmacht (und da gibt es mittlerweile nicht mehr genug starke), wird sich an dem beschriebenen Ärgernis nichts ändern.


    Zum Einspruch von Essen: Einspruch gegen Spiele einzulegen, an denen man nicht beteiligt war, war wohl nicht so wirklich schlau. Gut, dass sie das eingesehen haben und sich jetzt bei allem berechtigten Frust auf die kommende Saison stürzen wollen.

    Ausnahmsweise mal einen wuchtigen, kopfballstarken Stürmer holen zu wollen, halte ich unabhängig davon, ob es klappt, für sehr richtig!

    Den Gedanken hatte ich auch... dann aber mal nachgeschaut... sehr übersichtliche Kopfballtorquote in seiner bisherigen Karriere.

    Selbst in Regensburg? Hatte da einen ziemlich großen und durchaus kopfballstarken Mittelstürmer-Turm in Erinnerung.

    Falls der aber tatsächlich kopfballschwach sein sollte, würde er eher nicht in mein persönliches Anforderungsprofil passen ^^

    Lass die mal wirklich nach 7 Spielen und einer Auswärtsniederlage in Heidenheim irgendwo auf Platz 12 herum krebsen.


    Ob da immer noch alles sympathisch, locker und humorvoll ist?

    Wobei ich den gemeinen Bremer schon als duldsamer und weniger manisch einschätzen würde als den gemeinen Rheinländer.

    Würde mich schon etwas wundern, wenn die nach der endlosen Geduld mit Kohfeldt plötzlich anfangen würden, Trainer um Trainer zu verschleißen.

    Für mich sind RWE, der 1.FC Köln und der MSV Duisburg in der Tat emotional in einer eigenen Gruppe.


    Hertha hat nach der Relegation alles versucht, in diese handverlesene Gruppe zu kommen, Frankfurt mit Veh und dem Unfug über die von Bruchhagen ersonnene "Methode Fortuna" auch. Hat aber jeweils nicht gereicht...


    Und die Plastikclubs lehne ich einfach nur ab, die gehören weg.

    Sorry, aber wer sind "wir"? Die Entscheidung welche Vereine ich am wenigsten leiden kann, treffe ich ganz alleine. Und da gehört RWE jedenfalls sicher nicht dazu. Das nur mal so am Rande angemerkt.

    Gut, war etwas schlampig von mir, sorry. Hatte keine Lust, bei meinem sarkastisch gemeinten Kommentar erst noch abzufragen, wer wen am wenigsten leiden kann - und hatte mich deshalb an unserem gängigen Liedgut und meiner Wahrnehmung bei Spielen gegen RWE orientiert :).


    Willst du mir denn vielleicht sagen, welche Vereine außer RWE das bei dir sind, damit ich nicht Gefahr laufe, dir beim nächsten Mal wieder versehentlich zu nahe zu treten? Und schickst du mir bei der Gelegenheit auch noch das Statut zu den Regularien bei Trainerwechseln zu?

    Hängt ja vielleicht damit zusammen, dass es ein solches Ereignis in dieser Form noch nie gegeben hat --;)ir.

    1987, 2.liga, 1. spieltag, wir als absteiger ,die als (vorjahres?) aufsteiger.

    war meiner erinnerung nach so ein spiel .

    30000 haben nicht ganz ins stadion gepasst,glaub ich,

    aber ansonsten kommt das der sache schon ziemlich nah ...

    In der Tat das mit gaaaanz weitem Abstand bestbesuchte Spiel zwischen denen und uns in Liga 2 mit 24.000 Zuschauern. Seeliger damals mit dem Ausgleich.


    Und ja, ich weiß, vor meiner Geburt gab es in der Bundesliga - aber ohne die oben beschriebene "geile Hass-Stimmung" und auch nicht unter Flutlicht - Ende der 60er Jahre - 2 Spiele vor mehr als 30.000 Zuschauern. In der Regionaliga waren bei einem Spiel mal knapp 20.000 Leute da, sonst immer "nur" max. 15.000, übrigens auch bei dem legendären 5:1 in Liga 2.