Beiträge von smoon

    Ganz offen: Keine Steigerung der Leistung gegenüber letzter Woche. Sieht am Ende nur besser aus weil wir doch mal ein paar Chancen hatten und noch zu elft spielen.


    Klingt dumm aber eigentlich müsste man nun hoffen das es beim 0:1 bleibt damit Preußer endlich beurlaubt wird.

    Neuhaus ist noch zu haben, lieber Sportvorstand.

    Nunja, auch wenn ich diese Lösung zumindest bis Saisonende favorisiere .... eines muss uns klar sein: Selbst der Trainerwechsel wird nicht sofort zu einem kompletten Umschwung führen, die ersten 3-4 Spiele mit neuem Trainer dürften holprig werden.


    Aber scheinbar braucht die Mannschaft Trainer der alten Schule (Funkel, Neuhaus) die sie auch mal härter rannehmen.

    Das waren insgesamt 45 extrem grottige Minuten. Bremen hat sich dann nach ca. 30 Minuten anstecken lassen. Alles in allem eine spielerische Minusleistung die den Eindruck der Hinrunde vollkommen bestätigt.


    Preußer nicht auszutauschen ist meiner Meinung nach der größte Fehler in der kurzen Winterpause gewesen.

    Hmpf:

    Nicht aufregen. Aber genau da liegt das Problem: Das einzige Argument vom Auto auf den ÖPNV umzusteigen sind scheinbar für viele nur die geringeren Kosten. Alles andere scheint nicht als Argument zu zählen.


    Mal ganz plakativ gesagt:


    • Innerstädtischer Takt vom 2.5 bis 5 Minuten auf den wichtigsten Linien. Am Wochenende von mir aus auch 7.5 Minuten Takt.
    • Mehr Zubringer die in der Woche im 10 Minuten Takt die Leute von den äußeren Bezirken und umliegenden Ortschaften an zentrale Umstiegspunkte in die Stadt bringen
    • Große P+R Parkplätze am Stadtrand mit direkter Bus/Stadtbahnanbindung
    • Ein für alle verständliches und vor allem bezahlbares Tarifsystem
    • Moderne Fahrzeuge
    • Mehr Linien

    Was die P+R Plätze betrifft kann man darüber diskutieren diese kostenpflichtig zu machen. Dann aber so:


    • Kostenloses Parken für Besitzer eines Monatstickets
    • Tagespreis für Gelegenheitsbesucher in Höhe der Kosten eines Tagestickets, damit einhergehend die Nutzung des ÖPNV inklusive

    Auch das Tarifsystem muss grundlegend überarbeitet und vereinfacht werden. Ein Verkehrsverbund -> Ein Tarif. Ein Monatsticket für den gesamten Verkehrsverbund, welches gerne auch 50€ monatlich kosten darf.


    Eigentlich müsste man diese Nummer viel größer angehen, Städteübergreigend. Ein großer Ballungsraum = Ein komplett zusammenhängendes ÖPNV-System, nicht jede Stadt mit ihren eigenen kleinen Brötchen selbst. Nur so kann man auch die Anschlüsse und Verbindungen perfekt aufeinander abstimmen. An anderen Stellen geht das ja auch in der Metropolregion Rhein/Ruhr (zu der auch Düsseldorf gehört).


    Erst dann, wenn der ÖPNV attraktiv genug ist wird man die Autofahrer davon überzeugen können auch mal umzusteigen und kann dann beginnen die Verkehrswege für alle Verkehrsteinehmer so anzupassen das man den großen Teil der Autos/Motorräder bzw. Roller aus dem direkten Stadtkern fern hält. In Düsseldorf hieß das Motto bis vor 3 bzw. 4 Jahren immer nur "Alles für das Auto, nichts für den Rest". Das erkennt man auch an unserem Straßennetz.


    Für Radfahrer ist kaum Platz geschaffen worden, man versucht es jetzt mit Aktionen die einfach nur schlecht sind. Die Fußgänger wurden immer mehr benachteiligt, der ÖPNV wenn es irgendwo ging zurückgebaut, in den seltensten Fällen ausgebaut. Die letzten beiden Großprojekte waren jedoch keine Ausbauten sondern lediglich eine Umlegung in den Untergrund und die wohl gezwungenermaßen gebaute Verlängerung von Rath-S zum Dome.


    Gerade die Wehrhahnlinie zeigt aber eben auch das man solche Planungen nicht halbherzig umsetzen sollte. Man hat zwar einiges auch richtig gemacht, aber eben vieles auch nicht. Das man die Bahnen unter die Erde verlegt hat ist grundsätzlich richtig, das man den Autoverkehr im Zuge dessen und des gleichzeitigen Baus des Kö-Bogens ebenfalls in diesem Bereich in einen Tunnel verlegt hat war ebenfalls richtig. Das hat aber lediglich die Schadowstraße zur Teilfußgängerzone gemacht. Den Rest hat man dann zu 90% dem Autoverkehr hergegeben. Richtigerweise hätte man das Stück zwischen Oststraße und Jacobistraße ebenfalls zur Fußgängerzone machen können.


    Naja, aber was mache ich mir die Mühe das diskutieren zu wollen wenn das dann direkt als Stammtischparolen abgetan wird.

    Ich bin Anfang des Jahres aufs Land gezogen. Die Probleme die ein Düsseldorfer aus Wersten mit dem ÖPNV hat, möchte ich mal gerne haben.

    Und genau diese Problematik habe ich hier doch schon mehrfach angesprochen. Wer aufs Land zieht kann den ÖPNV knicken...

    Und die Rheinbahn denkt oder dachte ernsthaft darüber nach, den großen Parkplatz am Haus Meer in Büderich kostenpflichtig zu machen.

    Im übrigen war das ja nicht nur für den P+R Platz am Haus Meer im Gespräch sondern auch für den P+R Parkplatz am Südpark.

    Der ÖPNV muss und wird massiv ausgebaut werden. Da hat Düsseldorf großen Aufholbedarf.

    Er muss massiv ausgebaut werden, wird es aber nicht und vermutlich auch noch länger nicht. Denn hier dreht und windet man sich ja weil es Geld kostet.


    Zurecht wurde hier im Thread geschrieben das man sich im Kreis dreht, aber warum? Naja, ein hauptsächlicher Grund wird sein das eben keine Seite dazu bereit einen Schritt auf die jeweils andere Seite zuzugehen.


    Auch ich würde es durchaus befürworten den Autoverkehr aus der Innenstadt heraus zu bekommen, nach aktuellem Stand ist das aber nicht möglich da es einfach keine Alternative gibt. Bevor man anfängt die Autos aus den Innenstädten zu verdrängen muss man erstmal anfangen den ÖPNV massiv dem Individualverkehr vorzuziehen (Vorrangschaltungen, eigene Spuren etc.) und auszubauen (mehr Takte, mehr Linien etc.). Und an beiden Dingen hapert es noch immer gewaltig.


    Die großen Linien (U70-U83) dürfen nicht irgendwo in der Stadt enden, sie müssen eigentlich bis an die Einfallspunkte der Pendler an den Stadtrand fahren und dort an einem Bahnhof mit großem, kostenlosem P+R Parkplatz enden. Dort wo ein Ausbau mit Schiene nicht möglich ist muss diese Leistung von Bussen erbracht werden. Dazu bedarf es aber auch einer Anpassung des Straßenverkehrsnetztes in der Stadt und der Zusammenarbeit vieler unterschiedlicher Stellen aus dem Bereich verkehr.


    Die Ampelanlagen müssten entsprechend umgebaut oder modernisiert werden, die Verkehrswege geändert und angepasst werden, der Verkehrsfluss anders geregelt werden.


    Aber es scheitert in unserer Stadt immer an zwei trivialen Dingen: Zusammenarbeit und Geld, außer es geht für Totgeburten drauf wie die Umweltspuren. Ansich ist die Idee sogenannte Umweltspuren einzuführen keine falsche, aber sie machen erst Sinn wenn der gesamte Verkehr der Stadt so umgebaut worden ist das sie anstatt den Verkeher zu verschlimmern eben zu einer Besserung führt.


    Grundlegend gilt die Regel: Möchte ich die Pendler mit ihren Autos aus der Stadt bekommen muss ich sie am Rand der Stadt mit dem ÖPNV abholen. Und zwar so das der Zeitverlust nur geringfügig größer ist als wenn ich mit dem Auto fahren würde.

    Danke, aber ich kenne auch diese Verbindungen. Aber gerade die U75 und die 705 haben ständig Ausfälle und Verspätungen auf Lager die alles andere hier in unserer Stadt toppen. Ich weiß auch nicht wieso das bei diesen beiden Linien so extrem ist, aber auch so ein Punkt der mich abnervt.


    Der ÖPNV wird dann Attraktiv, wenn man Zentral wohnt und die Anbindung gut ist.


    Ich wohne in Wattenscheid und arbeite in Dortmund. Auch mich kostet dass Ticket 1000 knapp 100 Euro im Monat. Donnerwetter !

    Allerdings wären es mit dem PKW 25 Kilometer zur Arbeit. Hin und Rückweg, also pro Tag 50km. Dies ganze x 20 Arbeitstage im Monat, sind wir bei einem Verbrauch von 6 Liter, und einem Spritpreis von 1,69 ebenso bei 100 Euro Spritkosten ! Dabei ist dann noch nicht der Wertverlust und sonstiger Verschleiß vom Auto mit eingepriesen. Spritkostenrechner.de hat mir da eine monatliche Belastung von 250 Euro ausgespuckt, und damit 150 Euro mehr, als mich das Monatsticket kostet, was auch schon mit 100 Euro recht saftig ist.

    Auch hier hinkt der Vergleich ein wenig. Du wohnst in Wattenscheid, also auch "Mitten drin". Sobald du aber etwas weiter draußen wohnst ist Sense mit Bus und Bahn. Da fährt dann nämlich fast nix mehr. Es gibt im Rheinland sogar noch Ortschaften da fährt in der Woche zweimal am Tag ein Bus .... morgens einer der ins Dorf fährt und wieder raus, und Abends einer der ins Dorf fährt und wieder raus. Das war es dann. Es gibt sogar Ortschaften da fährt garkein Bus und man muss erst ins Nachbarörtchen fahren .... und genau diese Leute will man ja auf Bus und Bahn drängen .... ich frage mich noch immer wie das gehen soll wenn eben NIX fährt.

    Ich lese hier immer nur davon das es günstiger sei und von Kosten. Es gibt hier ja bereits einige Beispiele die ganz klar aufzeigen das es nicht ausschließlich um Kosten geht!


    Man verliert täglich wenn man pendeln muss 2-4h durchschnittlich an Zeit weil man länger unterwegs von A nach B ist. Auch das ist ein Punkt der den ÖPNV extrem unattraktiv macht.


    Grundlegend steht es um den ÖPNV sowohl in Düsseldorf als auch in vielen anderen Städten unseres Bundeslandes nicht wirklich gut. Hauptsächlich sind das in meinen Augen zumindest auch die folgenden Gründe:


    • Der ÖPNV wurde privatisiert
    • Die Taktung ist viel zu weit auseinander gezogen
    • Das Preis-/Leistungsverhältnis ist miserabel
    • Sehr hoher Zeitverlust bei der Nutzung
    • In der Woche fahren Nachts je nach Bereich zwischen 1:30 Uhr und 5:00 Uhr keine Linien

    Die Liste kann man entsprechend erweitern. Selbst mit dem Bau neuer Streckenabschnitte alleine wird der ÖPNV nicht attraktiver werden. Unsere Stadt hat jahrzehnte lang die Verkehrsinfrastruktur für Autos gebaut und dabei den ÖPNV immer weiter zurückgedrängt. Vorrangschaltungen wurden abgeschafft, Linien gekürzt, ganze Streckenabschnitte wurden eingestellt, der Rheinbahn wird seit dem Ende der 90er Jahre ein heftiger Sparkurs auferlegt (Beispiel: Die Anzahl der Fahrer wurde seitdem halbiert!), die Fahrzeuge (wenn sie nicht gerade mal etwas neuer sind) sind komplett abgeranzt.


    ÖPNV wird immer ein Zuschussgeschäft bleiben, der hätte auch nie vollständig privatisiert werden dürfen. Genauso ist es ein Fehler von Kommunen, Ländern und dem Bund die Zuschüsse jedes Jahr immer weiter zu reduzieren gleichzeitig aber den Leuten zu sagen sie sollen doch den ÖPNV nutzen.


    Beispiel Wien: In Wien und um Wien herum betreiben die Wiener Linien (übrigens kein Privatunternehmen) ein riesiges Tram-, U-Bahn und Busnetz, dazu noch einige S-Bahnen. Das kostet die Stadt Wien sehr viel Geld. Ein Jahresticket kostet 365€, egal wo man in Wien und der direkten Umgebung hin will, es kann Quartalsweise, Halbjährlich oder eben Jährlich bezahlt werden. Man kommt in Wien von einem Stadtende zum anderen in maximal 35-45 Minuten. Das führt dazu das viele Menschen in Wien tatsächlich den ÖPNV zum Pendeln benutzen, viele die von Außerhalb kommen stellen ihre Fahrzeuge am Stadtrand auf einen P+R Parkplatz und fahren mit dem ÖPNV weiter.


    Das wäre auch hier möglich, stattdessen leben unsere Politiker aber den Traum das irgendwann die Fahrgäste mit den Fahrpreisen die Kosten decken.


    Ich mach jetzt mal ne ganz simple, einfache Hochrechnung:


    Die Einzelfahrt ist in den letzten 10 Jahren um 60cent teurer geworden (PST A 2 = heute PST A3). Man kann also davon ausgehen das man in 10 Jahren, Inflationsbedingt, bei rund 4,00€ bis 4,30€ liegt für eine Einzelfahr.

    Das Ticket 1000 im Abo kostete ab dem 01.01.2012 in der PST A 2 (heite A3) 54€, ab dem 01.01.2022 liegt das bei 71€

    Das Ticket 2000 im Abo lag am 01.01.2012 bei 59€, ab dem 01.01.2022 dann bei 80€


    Auf das Jahr gerechnet sind das also, nur für die Stadt Düsseldorf und NICHT für den gesamten VRR Kosten von 852€ im Jahr für das Ticket 1000 im Abo bzw. 960€ für das Ticket 2000 im Abo. Das für ein mittlerweise sehr stark geschrumpftes ÖPNV System, bei dem immer mehr an Kursen gespart wird, viele Kurse einfach ausfallen, die Verspätungsquote sehr hoch ist und sogar der Service teilweise echt zu wünschen übrig lässt.


    Der gesamte ÖPNV hier ist fürn Arsch ... aber das einzige was kontinuierlich hier funktioniert sind die jährlichen Preisanpassungen des VRR.


    Dazu kommt: Für dier von ihm berechnete Strecke benötigt man mindestens Preisstufe D. Da hier mehrere Stadtgrenzen überschritten werden.


    Das wären bei Preisstufe D, Ticket 2000 im Abo ab dem 01.01.2022 geschmeidige 185€ monatlich, 2.220€ pro Jahr und in 10 Jahren dann (ohne Preissteigerungen) 22.200€


    Ja, echt günstig so der ÖPNV hier bei uns ...


    Noch ein Beispiel:


    Möchtest du vom Düsseldorfer Süden, hier wieder mal Wersten, nach St. Tönis (Tönisvorst) fahren braucht man entweder Preisstufe C oder D.


    Fährt man den extrem langenwierigen Weg: Wersten (U74) -> HBF (U76) -> Krefeld Rheinstraße (041) -> St. Tönis benötigt man Preisstufe C,ist aber eben lange unterwegs zzgl. Fußwege und Wartezeiten. Nimmt man den schnellsten Weg Wersten -> HBF -> Krefeld HBF -> Tönisvorst und fährt mit dem RE benötigt man, WARUM auch immer, Preisstufe D weil man nicht wie in Beispiel 1 über Düsseldorf -> Meerbusch -> Krefeld nach Tönisvorst fährt sondern via Düsseldorf -> Neuss (wird hier nur durchfahren, kein Halt, zählt aber dennoch!) -> Meerbusch -> Krefeld nach Tönisvorst fährt ....

    Mal ein heutiges Praxiserlebnis:

    Um 19:50 zur Bushaltestelle gegangen, der Bus sollte um 20:02 fahren, kam allerdings erst um 20:06 Uhr (+4)

    Dadurch dann an der Ickerswarder Str. sowohl die U71 als auch die U74 verpasst da der Bus ja schon +4 hatte

    Die nächste U74 kam 13 Minuten später schon mit +3. Ankunft am HBF dann 20:40 Uhr. Anschluss an die 707 um 37 dadurch natürlich verpasst

    Nächste sollte dann um 47 kommen, kam um 50 (also auch hier +3)

    Ankunft am Ziel Marienhospital dann um exakt 21:02 Uhr.


    Somit habe ich von Wersten aus bis zum Marienhospital über eine Stunde benötigt. Mit dem Fahrrad in 20 Minuten zu erledigen, mit dem Auto sogar in 15 Minuten wenn man sehr gut durchkommt, realistisch aber eher 25-30 Minuten.


    Da soll mir mal einer sagen der ÖPNV hier in Düsseldorf ist eine Alternative!

    Wie 1956 ja bereits gepostet hat: Nutze ich den ÖPNV brauche ich zwischen 30 und 45 Minuten, je nach Tag und Uhrzeit, bis ich in der Innenstadt bin. Laufe ich, brauche ich maximal 30 Minuten (wenn ich langsam gehe) für die selbe Strecke. Mit dem Auto 10 Minuten (bei mäßigem Verkehr und den tollen Ampelschaltungen), mit dem Fahrrad 15 Minuten.


    Der ÖPNV schneidet also am schlechtesten ab, ist aber eines der teuersten Verkehrsmittel nach dem Auto in der Stadt. Da stimmt doch gewaltig was nicht wenn der ÖPNV einer Stadt wie Düsseldorf eines der schlechtesten Optionen für das Vorankommen ist.

    Und abschließend gönne ich jedem Großverdiener, mal ein Jahr mit dem von Smoon genannten Betrag zu leben. Dann wird man schnell feststellen, dass der Mindestlohn noch viel zu niedrig ist.

    This!


    Einfach mal ein ganzes Jahr vom Mindestlohn leben, das erleben was ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung in Deutschland tagtäglich erleben muss. Danach kann man sich dann immer noch hinstellen und sagen:


    "Sollense doch noch nen weiteren Job annehmen und noch mehr sparen und verzichten".