Beiträge von Vonnelaanewech!

    Das gewählte Zitat hat mich erst etwas abgeschreckt, habe mich gefragt was ein Sozialwissenschaftler jetzt dazu beizutragen hat, ob VAR-Entscheidungen korrekt sind oder nicht.

    Finde den Artikel auch sehr lesenswert. Aber gerade die zitierte Stelle nicht ganz unwichtig, weil ich schon immer ähnlich dachte. Anhand von kalibrierten Linien ein Abseits zu entscheiden, ist je nach Perspektive doch nicht wirklich präzise. Die Linie muss ja nur um ein halbes Grad falsch gezogen sein und schon stimmt die Entscheidung nicht mehr.

    Oder aber du hast so eine Situation, wie bei Gladbach – Dortmund: beim 2:0 stehen gefühlt 16 Spieler auf einer Linie, davon die Hälfte komplett in weiß, so dass sie fast wie ein einziger Spielerklumpen wirken. Da zu erkennen, ob der spätere Torschütze sich zu früh gelöst hat, war zumindest für mich völlig unmöglich. Keine Ahnung, warum Gräfe auf Tor entschieden hat. Vielleicht kam hier "bei gleicher Höhe pro Angreifer" zum Einsatz ...?

    Wäre die Szene zum vermeintlichen 1:0 eigentlich auch kontrolliert worden, wenn der Torwart den Ball gehalten hätte und im Gegenzug das 0:1 gefallen wäre? :popcorn:

    Nee, zählt immer nur die unmittelbare Entstehung. Auch eine falsche gegebene Ecke, die zum Tor führt, darf Köln nicht kommentieren. Völlig bescheuert in meinen Augen.

    Wie schon mehrfach hier angesprochen wurde, ist der Knackpunkt der Zeitpunkt des Abspielens. Dieser läßt sich, so behaupte ich, nicht so genau festlegen, dass er eine Millimeterenscheidung 20 oder 30 Meter weiter rechtfertigt.

    Voll deiner Meinung! Vor einigen Jahren hieß es ja in Bezug auf "gleiche Höhe", dass im Zweifel für den Angreifer entschieden werden soll. Ein halber Fuß in Relation zum nicht hundertprozentig definierbaren Abspielmoment wäre für mich ein Musterbeispiel für diesen "Zweifel" ...

    Richtig gefreut habe ich mich beim gegebenen 1:0 auch nicht. Du guckst doch erst nur noch wie blöd auf das Spielfeld ob Schiri sich nicht doch noch ans Ohr packt und der Stimme aus dem Keller lauscht. Heutzutage kannst doch erst jubeln wenn der Wiederanstoß ausgeführt ist. 🤮🤮🤮

    Konsequenterweise müsste doch auch die Stadionregie abwarten, bis der Schiri ein entsprechendes Signal gegeben hat. Kann doch nicht sein, dass alles "unter Strom steht", die Anzeigetafel ein neues Ergebnis zeigt, André den neuen Spielstand und den Torschützen ansagt und dann wird ’ne Minute später alles wieder zurückgenommen.

    Wenn ohnehin jedes Tor in Köln überprüft werden muss, dann kann man die Wartezeit besser erstmal mit "Wünsch dir was" überbrücken und danach dann jubeln oder eben nicht ...

    Weil es bei Abseitsentscheidungen schon rein faktisch keinen Spielraum gibt. entweder ist es abseits oder nicht. Egal ob der Schiedsrichter nochmal draufschaut. Was soll er denn tun? Sich das Bild mit der Linie anschauen und sagen, ob abseits oder nicht? Das kann man auch aus der Entfernung zweifelsfrei beurteilen/bestimmen.

    Die kalibrierte Linie zeigt die Positionen im "Moment der Ballabgabe". Die Definition dieses Moments könnte zwischen Schiri und VAR durchaus abweichen. Sprich: er müsste ein Bild ohne Linien zur Verfügung gestellt bekommen und dann "seinen" Zeitpunkt setzen. Daraus folgt dann die Auflösung mit den dazu passenden kalibrierten Linien. Oder es bleibt bei Maßen wie "eine Fußspitze" bei der Begünstigung des Angreifers. Ansonsten kannste diese Regelung nämlich knicken, weil es ja bei zig Superzeitlupen (fast) gar keinen Zweifel mehr geben kann.

    Gerade beim Thema Abseits gibt es doch überhaupt nicht die korrekte Zehntel-Sekunde der Ballabgabe. Setzt du den Moment ein Tickchen früher an, ist die Fußspitze noch nicht über die Linie. Deshalb sollte bei Zentimeter-Entscheidungen immer das irgendwie in Vergessenheit geratene "Im Zweifel für den Stürmer" gelten. Sprich: der VAR hätte sich beim vermeintlichen ersten Treffer entweder vornehm zurückhalten sollen oder den Schiri bitten, es sich anzusehen und selbst zu beurteilen.

    Hieß es nicht zur Winterpause, der VAR soll sich ab jetzt bei knappen Situationen zurückhalten und nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreifen? Und wieso guckt sich der Schiri das nicht selbst nochmal an, sondern verlässt sich blind auf den VAR?

    Gefühlt hat dann bald nur noch der VfL Bochum so ne uralte, usselige Betonbude.

    So unterschiedlich kann man das sehen. Ist für mich eines der besten Fußballstadien in Deutschland: gute Sicht, nur ein Rang, wenig Abstand zum Spielfeld, vernünftige Größe. Ein paar mehr Toiletten und das Ding kann die nächste Jährchen problemlos so bleiben.

    Anstatt sich endlich einzugestehen, dass man diese perfekte Mischung aus Erfahrung, Talent und Erfolgsgeilheit von 2014 so schnell nicht mehr haben wird, labert man schon wieder von großen Zielen. Vielleicht in 8 oder 10 Jahren mal wieder, aber aktuell sind die Ex-Weltmeister zu satt und die Talente zu schwach. Ich würde als halbwegs realistisches Ziel die pure Teilnahme an der nächsten EM und WM ausgeben und als Trainer würde ich bewusst einen Jungspund à la Hannes Wolf nehmen. Der machte damals beim VfB und im Sommer als WM-Experte einen ganz vernünftigen Eindruck und es ist direkt klar, dass es nach vier verlorenen Jahren um einen echten Neustart in aller gebotenen Demut geht.

    Ein paar Gedanken noch zum Fall Özil:


    1. Mesut Özil ist trotz seiner Prominenz ein Mensch mit einem Privatleben jenseits des Fußballs
    2. Mesut Özil ist bezahlter Angestellter von Arsenal London

    3. Mesut Özil spielt regelmäßig in der Verbandsauswahl des (bei vielen von uns äußerst kritisch gesehenen) DFB


    Daraus als Fußball- bzw. Deutschland-Fan irgendwelche Ansprüche abzuleiten, wie er sich zu verhalten oder was er zu erklären hat, kann ich nicht nachvollziehen. Das wäre wenn überhaupt ein Thema zwischen ihm und Arsenal oder dem DFB. Und wenn der in Person von O. Bierhoff, das Thema für erledigt erklärt, sollten wir uns eher mit dessen Rolle beschäftigen. Die schwer nachzuvollziehende Beziehung von Mesut Özil zu Erdogan ist letztlich nämlich vor allem eins: seine Privatsache.

    Natürlich ist das mein ernst. Die Erfahrung zeigt, dass bei einem Stimmungsboykott seitens der Ultras die Stimmung im Stadion erheblich besser ist.


    In Hannover gab es ja vor nicht allzu langer Zeit schon mal einen Boykott, bei dem die Ultras sogar für eine längere Zeit nicht zu den Profis sondern zur U23 gegangen sind. Während dieser Zeit war im NDS nichts als Totentanz – erst als ein Agreement mit Kind getroffen wurde und die Ultras zurückkamen, gab es dort wieder ernstzunehmenden Support.

    Also ich weiss nicht ob ich eigentlich in die Buli wollte. Ist so schön kuschelig hier. :popcorn:


    In die gute alte Bundesliga würde ich gerne wieder, leider gibt’s inzwischen nur noch so ’ne komische Premium-Liga gleichen Namens – mit vielen seltsamen Finanzkonstrukten, die da gegeneinander spielen. Schade, dass man da mitmischen muss, um Deutscher Meister zu werden ...