Beiträge von Wackinho

    Wenn sie vor 2 Tagen bereits eine klare Äußerung gemacht hatte? Man muss nicht über jedes Stöckchen springen. Die Union ist nicht in der Position, Wunschkoalitionen zu schmieden und Aussagen diesbezüglich zu diesem Zeitpunkt sind lächerlich. Das muss man nicht kommentieren.

    Das ist ja nur das Resultat, aber auf welche Faktenchecks bezieht es sich? Da gibt's ja anscheinend etliche, sogar die RP hat einen eigenen. Interessant wären die konkreten Aussagen, die bewertet wurden.

    Siehe Fußnoten in der 2. Grafik. Ich habe leider keinen Link gefunden, wo die Quellen klickbar sind. Man muss deshalb leider die URL abtippen oder bei Google suchen.

    Bei den ganzen Wahlsendungen (Triel, Wahlarena, Klartext) ist mir immer wieder aufgefallen , wie oft unwahre Sachen erzählt wurden. Allen voran von Armin Laschet. Und ich fand das immer sehr bedauerlich, dass es alle drei Formate nicht vermocht haben, das durch die Moderation oder Redaktion im Hintergrund noch während der Sendung aufzuklären. Beim Triel hätte das der politische Gegner machen können, aber durch das strenge Korsett der Moderation und der Abarbeitung der Themen war das leider auch nicht oft möglich.


    Es gab aber zu jeder einzelnen Sendung einen Faktencheck. Leider nehmen das sie wenigsten Leute zur Kenntnis, die die Sendung gesehen haben, weil sie sich nicht die Mühe machen, das am nächsten Tag im Internet nachzulesen. jetzt hat sich aber mal jemand die Mühe gemacht, alles Faktenchecks zu allen Sendungen statistisch auszuwerten und zusammen zu fassen. Das bestätigt absolut meine Wahrnehmung aus den Sendungen.


    Gesamtergebnis:

    So setzt es sich aus den einzelnen Sendungen zusammen:

    Quelle

    Die Zahlen der letzten Wochen sind richtig spannend. Ich schrieb ja schon vor einiger Zeit, dass ich glaube, dass man die Impfquote regional betrachten kann, da die meisten Kontakte im engeren Radius stattfinden und die wenigsten Leute ständig riesige Strecken zurücklegen.


    Deshalb war ich auch etwas optimistischer, weil die Impfquote in NRW ganz gut ist. Mittlerweile haben wir bei Zweitimpfungen 66,3 % und bei Erstimpfungen 71,8 % (+Korrekturwert, weil nicht alle Erstimpfungen erfasst werden). Aktuell haben wir einen 7-Tage-R-Wert von 0,69. Wir werden denke ich in kürzester Zeit wieder ganz niedrige Inzidenzen haben. Obwohl das Leben wieder relativ normal ist. Da macht sich aus meiner Sicht schon im erheblichen Maße ein Impfeffekt bemerkbar.


    Der Anstieg vor einigen Wochen war meiner Meinung nach hauptsächlich den Urlaubsrückkehrern und vor allem den wieder offenen Schulen geschuldet. Das sieht man, wenn man die Dynamik der einzelnen Bundesländer beobachtet. In Hamburg (mit ähnlicher Impfquote endeten die Ferien früher. Entsprechend stiegen dort eher die Zahlen und sanken auch schon wieder als sie bei uns noch stiegen. Selbst in Bremen, die deutschlandweit die beste Impfquote haben, stiegen die Zahlen und die hatten zuletzt die höchste Inzidenz, weil dort die Ferien erst vor 2,5 Wochen endeten. Die sind aber jetzt über dem Berg und langsam sinken die Zahlen wieder. Ich bin schwer gespannt, wie schnell das in den nächsten Wochen in Bremen runter geht.


    Ist aber trotzdem kein Grund für Euphorie und Ende der Pandemie. Für den Spätsommer und leichte Einschränkungen (Maske + 3G drinnen und bei Großveranstaltungen draußen) reicht das. Aber wie groß der saisonale Effekt ist, wenn es wieder kälter wird, kann ich gar nicht abschätzen. Mal als Beispiel: Wenn unsere Impfquote uns auf ein R von 0,7 bringt und der saisonale Effekt eine Erhöhung von R um 0,5 bewirken würde, wären wir bei 1,2 und die Zahlen würden wieder steigen.


    Es wird spannend und nach wie vor gilt: IMPFEN IMPFEN IMPFEN!

    Jegliche Tätlichkeit wird mit Rot geahndet, egal ob gegen den Gegner, einen Zuschauer oder gar gegen einen Mitspieler.


    Das gab es vor vielen Jahren schon bei einem Länderspiel zweier skandinavischer Mannschaften. Da hat auch ein Spieler einen Flitzer per Blutgrätsche gestoppt und bekam dafür Rot.

    es lebe der unabhängige Journalismus....

    Der ist doch im Fußball sowieso längst beerdigt. Dadurch, dass die Medien viel Geld damit verdienen und sogar ordentlich Geld für die Rechte bezahlen müssen, findet so gut wie kein kritischer Journalismus mehr statt. Man sägt ja nicht an dem Ast, auf dem man sitzt.

    Aber ich meinte nicht nur die Situation zu Beginn, wo Habeck Lindner in Schutz genommen hat. Es gab immer wieder mal Einzelaussagen, die ich jetzt nicht alle raussuchen und wiedergeben kann, bei denen nicht nur Nicken, sondern auch verbale Zustimmung im Stile von "...da hat Herr Lindner/Habeck völlig recht, aber..." kam. Mich hat dieser sachliche und ruhige Umgang der beiden miteinander positiv überrascht. In der Politik ist ja auch wichtig, dass man "miteinander kann", und den Eindruck hatte ich.

    Das ist richtig. Der Umgangston war sehr sachlich und moderat. Das sind aber beides sonst auch keine Krawallbrüder, die andere laut angreifen. Auch wenn sie sich in einzelnen Punkten jeweils recht gegeben haben, so lagen im Großen und Ganzen trotzdem immer noch große Differenzen.


    Anderes großes Thema neben dem Klima waren die Finanzen. Da wollen die Grünen eine Modifikation der Schuldenbremse, um Investitionen des Staates für das Klima und Modernisierung zu tätigen. Während Lindner erst gestern Nachmittag beim Parteitag verkündet hat, dass die FDP nicht in eine Regierung geht, wo es eine Aufweichung der Schuldenbremse gibt. Einziger gemeinsamer Punkt war die Erhöhung steuerlicher Abschreibungen in bestimmten Bereichen, um mehr Investitionen aus der Privatwirtschaft für Modernisierung und Klimawandel zu generieren. Darauf hatte man sich wohl schon bei der Jamaika-Verhandlung nach der letzten Bundestagswahl verständigt.


    Dennoch gebe ich dir recht, dass man sich, wenn es erforderlich ist, zu einem Koalitionsvertrag einigen kann. Die FDP kann manchmal sehr flexibel sein, wenn sie entsprechende Goodies bekommt. Sei es in personeller Natur (bspw. Lindner Finanzminister) oder in inhaltlicher Natur fürs Klientel (bspw. Abschaffung des Solis für alle). Es gibt auch kreative Möglichkeiten, dass der Staat Geld in die Hand nimmt, ohne dass man das jetzt "Aufweichung der Schuldenbremse" nennen muss, damit die FDP ihr Gesicht wahrt.


    Ich habe dennoch die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es zu Rot-Grün reicht. Auch wenn es die Umfragewerte aktuell nicht hergeben. Aber die sind nicht mehr so zuverlässig wie noch vor einigen Jahren. Mein Bauchgefühl sagt, dass Rot-Grün nicht unrealistisch ist.

    Ich habe die Sendung jetzt auch gesehen. So nah waren die sich gar nicht. Es war vielmehr so, dass Anne Will Lindner etwas Falsches in den Mund gelegt hat, um einen Keil zwischen Lindner und Habeck zu treiben.

    Dabei hat Habeck Lindner in Schutz genommen und das gleichzeitig dafür genutzt, um Vorurteile gegenüber den Grünen abzubauen, indem er Ähnlichkeiten in der grundsätzlichen Denke in der Frage von Innovation mit der FDP aufgezeigt hat. Hinterher aber dennoch aufgezeigt hat, dass die FDP in der konkreten Umsetzung dann aber leider doch nicht konsequent genug ist.


    Konkret: Lindner sagte, man wolle das Klimaproblem mit technischer Innovation lösen, wo es einen Wettbewerb gibt, welche Technologie das am besten kann. Die Politik solle nur den ordnungspolitischen Rahmen dafür setzen. Anne Will fasste das dann mit "Der Markt regelt alles" zusammen. Das ist zwar in anderem Zusammenhang oft eine Leitlinie der FDP, in diesem Falle aber nicht. Und da hat Robert Habeck Lindner verteidigt und klar gemacht, dass die Grünen nichts anderes wollen und bei ihnen würden die ordnungspolitischen Rahmen von anderen "Verbote" genannt. Obwohl es eben genau das Gleiche ist.


    Im weiteren Verlauf der Sendung hat Habeck aber sehr klar gemacht, worin dann in der konkreten Umsetzung trotzdem große Unterschiede sind. Weil die FDP diesen Rahmen eben nicht konkret benennt, sondern nur im Ungefähren bleibt und viel Hoffnung in Technologien setzt, die heute noch nicht funktionieren, heute noch nicht wirtschaftlich sind oder zu viel erneuerbare Energien verbrauchen, die in dem Umfang heute noch nicht da sind. Die FDP setzt also mehr auf Zukunft und Hoffnung, obwohl jetzt schon gehandelt werden muss, weil uns die Zeit davon läuft und wir das Pariser Abkommen sonst nicht einhalten können.