Beiträge von Nonchalant 73

    Besser kann man es meiner Meinung nach nicht beschreiben. Also danke dafür.

    Und ganz ehrlich: Wäre ich Darmstädter würde ich ob des Spiels so dermaßen abkotzen...

    Und ganz ehrlich: wie oft mussten wir das nach verlorenen Spielen auch schon.

    Ja, aber letztmalig in der 1. Liga. --- Diesbezüglich: Der Kommentator meinte gegen Ende des Spiels, irgendwann sei 'das Ergebnis wichtiger als der Fußball, der dazu führt' (so in der Art). Da habe ich mir gedacht: Nach 10 beschissen erspielten Partien ist das, ganz unabhängig der ja durchaus wechselhaften Ergebnisse, einfach nur traurig. Dessen schnell mal rausgehauener 08/15-Spruch ist unsere Saison.

    Der arme Klausi sitzt zusammen gesunken alleine auf der Bank und mummelt sich in sein Winterkleid ein. Hätte er gewusst, was er sich da als Klotz an das Bein geholt hat.....

    Dann soll er mal seines Amtes walten und auch Verantwortung zeigen und Problemlösestrategien aufzeigen - auch für sein eigenes Wohlbefinden. Er wird ja wohl kein Frűhstücksdirektor oder Wohlfühl-Klaus sein müssen, hier.

    Ist bei Genderfragen leider häufig wie bei Fragen nach kultureller Diversität insgesamt auch: Sollen alle schön in ihren vermeintlich identitären Schubladen verstaut werden und sich da mal besser nicht rühren. Und wenn - um in der Metaphorik zu bleiben - die Schubladen dann zu knirschen beginnen und die Kommode zu wackeln anfängt und am Ende gar das ganze Teil auf den Sperrmüll muss, wundert man sich.


    Vielleicht tut es den jungen Männern in der viel beschworenen Kabine auch mal ganz gut, nicht nur über *icken und Autos ("Fußball, Ficken, Alkohol") labern zu müssen, sondern sich wie normale Menschen zu unterhalten. Klappt hier ja auch - also manchmal.--;)ir

    Ich werde gerade auch ein wenig wehmütig. Ungefähr um diese Uhrzeit würde man am Bochumer Hauptbahnhof ankommen --- nach einer feuchtfröhlichen Fahrt mit Leidensgenossen durch den halben Pott; man würde aus dem Zug steigen, ein saftiges "Hurra, hurra, die Fortuna ist da" gröhlen und in der Banhofsvorhalle von jenem Team Green in Empfang genommen werden, das einen dann zum Stadion begleitet; mit einer Kanne in der Hand und ein paar Pyroeinlagen durch den Regen, unter der Eisenbahnbrücke durch, linkerhand die VFL-Kneipen mit einem noch saftigeren "Hurra, hurra, die Fortuna ist da" begrüßen und rechterhand einen kurzen Blick auf die gemischten Gruppen auf dem Parkplatz werfen; dann das typische Gedrängel vor dem Stadion, ein halbherziger Blocksturm und kurz vorm Eintritt noch schnell das Gewusel an der Tanke zur Kenntnis nehmen; obwohl der Gästeblock nicht ausverkauft wäre, stünden noch vor Anpfiff alle Fortunen im Sitzbereich und wir würden auf das "Wer wohnt schon in Düsseldorf?" ein ordentliches "Wir" antworten; dann ein paar Pyros und noch ein paar Bier und ein sich warm Singen und Hüpfen. Ja --- stattdessen hole ich mir gleich eine Brille und murmel leise "Scheiß Corona" vor mich hin. 2020, halt.:thumbdown:

    Also ich würde mich nicht wundern, wenn in Brauschweig und St. Pauli die Trainerbänke wackeln würden...

    Ja, die Trainerstühle sind recht wackelig 😉

    Bei uns hat man wesentlich mehr Geduld.

    Auch Saison übergreifend 🤔

    Ja, und manchmal hat sich die Geduld am Ende ausgezahlt: so etwa im Herbst 2018 nach dem Spiel in Bremen. Und manchmal hat sie sich nicht ausgezahlt: so etwa im Herbst 2019 nach dem Spiel in Augsburg.


    Was sollen wir daraus jetzt ableiten? Wohin die Reise geht und was das mit zu viel oder zu wenig Geduld zu tun hat, werden wir wohl spätestens am Ende dieses Jahres erfahren.


    Ausgang ungewiss. Meiner Meinung nach.

    Wir haben hier vor einigen Jahren schon einmal über Maradona gesprochen. Ich habe damals geschrieben, dass er gleichermaßen stark vom Tod wie vom Leben angezogen war und er den sprichwörtlichen Ritt auf der Rasierklinge (mit schwersten Verletzungen und strahlendsten Triumphen) stets fortgeführt hat. Das ist ein großes Opfer - für seine Fans (ich mag Napoli nicht besonders und 'hasse' Boca, sympathisiere aber sehr mit der Albiceleste), für seine Landsleute, für seine Familie und am meisten für sich selbst.


    Für mich vielleicht nicht der größte Fußballspieler aller Zeiten - vielleicht aber doch: wer kann und will so etwas schon vergleichen? -, aber doch eine der allergrößten Persönlichkeiten, die diesen Sport je geprägt haben. Mit allen Hochs und Tiefs.


    Es gibt neben dem tollen (und natürlich etwas hagiographischen) Lied "La vida tombola" von Manu Chao Manu Chao noch eine Aufnahme von einer Feier im erweiterten Freundeskreis, bei der meiner Meinung nach der ganze Maradona in all seiner Widersprüchlichkeit sichtbar wird: Marado


    Das könnte ich stundenlang mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen und hören...

    Kernarbeitszeit und Co. sind durch Corona eigentlich komplett ausgehebelt und mir als Gruppenleiter ist völlig egal von wo und wann jemand arbeitet, hauptsache am Ende kommt etwas gutes dabei rum.

    Ich kann deine Ausführungen gut nachvollziehen. Ich denke auch, dass Outputorientierung immer im Vordergrund stehen sollte (und vorsichtshalber: damit ist ausdrücklich keine Fließband- oder Akkordarbeit gemeint und das bezeichnet an sich erst einmal keine 'kapitalistische' Ausbeutungsmaßnahme). Und asynchrones Arbeiten in Distanz mit Plateauphasen synchronen Arbeitens (in Distanz oder Präsenz) erlaubt meines Erachtens eine größere Flexibilität bei der Gestaltung des eigenen Tagesablaufs und beim individuellen Aushandeln der sogenannten Work-Life-Balance. --- Die einzige Gefahr, die ich dabei sehe, ist die nahezu vollständige Entgrenzung von Arbeit und Freizeit. Dem vorzubeugen bedarf es eines hohen Verantwortungsbewusssteins des Einzelnen in beide Richtungen: die Pflicht zur Leistungserbringung und das Recht auf ein unbeschädigtes Leben. Das ist sehr anspruchsvoll und muss erst einmal in der Praxis erfahren und bewertet werden. Abgesehen davon sind solche outputorientierten Modelle natürlich auch nicht für alle Berufe und Tätigkeiten umsetzbar. Aber grundsätzlich finde ich, dass das der richtige Ansatz ist. Und dass das Zukunft hat.

    Das zum Thema ungleiche Geldverteilung in Deutschland:

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    Wieso? Das nennt man gesellschaftlichen Fortschritt: In gefühlt einem Jahrtausend wird es demnach so gut wie keine Nicht-Akademikerkinder mehr geben. Dass die Nicht-Akademiker sich dem mit einer im Vergleich höheren Geburtenrate verschließen, ist indes eine große soziale Ungerechtigkeit.--;)ir

    Das wäre natürlich rein demokratisch alles zu recht. Aber was für eine Intention steckt eigentlich dahinter? Ich finde es nicht gerecht dass z.B. auch Millionäre dieses bedingungslose Grundeinkommen beziehen können, worauf sie eigentlich ein Recht hätten.

    Genau wegen solcher Sprüche habe ich leider überhaupt keinen Bock, mich mit gewissen Leuten über manche Dinge zu unterhalten. Etwa über 'soziale Gerechtigkeit' oder das BGE. Und solange solche Sprüche kommen, wird es so etwas auch nie geben können. Außer hier kommt ein neuer 'Wohlfahrtsausschuss' an die Macht... Aber dann ist das Geld ja auch schnell weg. --- Und nein: Ich werde dazu nichts mehr sagen.:P

    Ich bin auch der Meinung dass man sich das Geld immer von den Schwächsten und Ärmsten holen sollte... --;)ir

    Wichtig ist dabei nur, dass es bei den eigenen Wählern landet und diese glücklich macht. Alles Andere spielt keine Rolle.

    Also, dieser Ansatz ist - selbst wenn er auf den ersten Blick 'unsere' niedersten Instinkte und primitivsten Revanchegelüste zu mobilisieren weiß - natürlich schon traurig. Zeigt er doch, dass der ganze Corona-Karneval (und damit meine ich vorwiegend, aber nicht ausschießlich die sogenannten Corona-'Rebellen' ) inzwischen quer durch die durchgehend gereizten Milieus zu offenkundigen Rückfällen in geistige Umnachtung einlädt. --- Das hört sich so erst einmal schenkelklopfend und stammtischmäßig ganz gerecht an, führt in der Umsetzung aber doch nur in die Barbarei. Bitte nicht.

    Letztendlich bezahlen es dann die Schwächsten wieder, also die man jetzt schützen will.

    Du machst Dich irgendwie immer zu dem Anwalt der vermeintlich oder tatsächlich Schwächsten, lieferst aber so gut wie null Input dazu, wie es anders laufen könnte. Was also, wenn ich fragen darf, hätte man da konkret besser machen sollen? Ganz ehrlich.


    Zum Beispiel --- Du: Alle verhungern. Dann: Es wird unterstützt. Du: Wer soll das alles bezahlen? Antwort: Die Steuerzahler. Du: Die bezahlen doch schon so viel. Ich versteh Dich nicht. Immer nur Panik und keine Idee.

    Werner Lungwitz hatte man mit Fortuna Mitleid, als wir ganz unten waren?



    "Für euch das Spiel des Jahres, für uns der Witz des Tages."

    Naja, das war ein anderer Verein (der mir aber auch auf jeden Fall lieber als der MSV ist) und das war eine andere Zeit (in der es so einige 'Konstrukte' nicht gab). Es geht meines Erachtens auch nicht um Mitleid. Als jemand, der mehrheitlich in Duisburg arbeitet (= Arbeitsmigration:verwirrt:), mache ich mir schon Gedanken um den MSV.


    Zum Beispiel Abiball 2018: Wir gerade aufgestiegen. Ein Vater als MSV-Fan meinte, wir seien der schlechteste Aufsteiger aller Zeiten gewesen und in der Folgesaison würden wir die Ligen wechseln. Ja, kam anders. Er aber am gleichen Abend: Vom MSV würden ja immer viel mehr Fans auswärts fahren als von Fortuna. Statistik rausgeholt und die Sachlage (nicht zu seinen Gunsten) geklärt. Dann zusammen angestoßen.


    Will sagen: Mich kotzen die Brüder wie die Pest an. Aber vollständig von der Bildfläche verschwinden müssen die nicht. Und die Fahrten waren immer richtig gut (außer am Einlass): Schlenk mit Gesängen, Tunnel mit Feuerchen, Pissen an den traurigen Siedlungen, Regattabahn mit Bierbuden usf. Möchte ich nicht missen.

    Das Spiel gegen Frankreich auf einem Campingplatz in Griechenland mit Franzosen gesehen.

    Das werde ich nie vergessen wie die Franzmänner bedröppelt gegangen sind. :)

    Hättest Du besagtes Spiel damals in Südfrankreich oder an der Atlantikküste gesehen, hättest Du mit Sicherheit um Dein Hab und Gut und auch Deine körperliche Unversehrtheit fürchten müssen. Bestimmt aber hätten die Einheimischen Dir danach die berühmt-berüchtigten Jacketkronen bezahlt.^^ --- Ich war damals noch ein Kind, finde den Auftritt der Mannschaft 1982 (Spiel gegen Österreich, Schumacher gegen Battiston, spielerischer Elemente usf.) rückblickend aber eher als beschämend. Das Schlimme ist dabei weniger das Foul an sich als die vollkommen asoziale Art und Weise damit umzugehen.

    Kärcher mit Kindersicherung...

    Mit dem Kärchern hat der damalige Innenminister Sarkozy 2005 ja schon gute Erfahrungen gemacht - als er sagte, er werde die Banlieues (prekäre Vorstädte) ordentlich "kärchern". Danach war natürlich landesweit sofort Ruhe.:verwirrt: Ach nein, warte:

    2713646064-Carte-des-plus-grosses-emeutes-2005-en-france.html

    ^^

    wenn diese Menschen [...] mit "Brüssel" [...] auf Kriegsfuß sind.

    Also, ich bin da immer total gerne: überaus lässige und super bunte Stadt (das genaue Gegenteil vom grauen Beamtenklischee); geile Restaurants und Kneipen; richtig spannende und lebendige Kunstszene (Street Art usf.); die old-school Royale Union Saint-Gilloise im kultigen Stade Joseph Marien in der 2. Liga gucken; bisschen Französisch quatschen...:anbet:


    Und ja: Mir ist klar, was du meintest (deswegen ja u.a. auch die Anführungszeichen).