Die Corona-Topics

  • Dann versuche ich mal Herrn Lauterbach zu verteidigen: Die ersten fünf Zitate beziehen sich auf eine Zeit mit hohem Infektionsgeschehen, also auf eine Zeit, in der viele Menschen in Deutschland infiziert waren und somit die Wahrscheinlichkeit, dass man auf einen Infizierten trifft relativ hoch war (also ca. Februar bis Mai 2020 und dann wieder ca. Oktober 2020 bis Mai 2021), wohingegen sich das letzte Zitat auf eine Zeit mit niedrigem Infektionsgeschehen bezieht, also auf eine Zeit, in der nur wenige Menschen in Deutschland infiziert sind und somit das Virus weitergeben können (also die gegenwärtige Zeit). Ein superspreading event im Freien ist, wenn es ganz dumm läuft, zu beiden Zeitpunkten möglich, aber zu dem ersten Zeitpunkt, also bei hohem Infektionsgeschehen, wahrscheinlicher als beim zweiten Zeitpunkt, also bei niedrigem Infektionsgeschehen.


    Insofern scheinen mir die verschiedenen Aussagen schon vereinbar.


    Ob Masken da jetzt einen wirksamen Schutz bieten, ist eine andere Frage, auf die ich die Antwort nicht weiss. Wenn ich mir 10.000 wild feiernde Fussballfans vorstelle, die sich bei Toren intensiv umarmen und um den Hals fallen, und die übrige Zeit aus voller Kehle ihre Schlachtgesänge schmettern, dann fällt es mir ein bisschen schwer zu glauben, dass die OP- und Alltagsmasken da einen grossen Unterschied machen. Aber vielleicht ja doch, keine Ahnung, was da die neueste Studienlage so sagt.

  • Ein Superspreader soll ja vermutlich durch eine hohe Virenlast in seinen Aerosolen viele Menschen erreichen können, die dann die relativ hoch belastete Luft einatmen.

    Das geht in geschlossenen Räumen, wo dann auch noch gesungen, gebrüllt und so weiter wird, denkbar einfacher als an der frischen Luft.

    An der frischen Luft verdünnen sich die virenbelasteten Aerosole ja recht flott und sind somit außer im Nahbereich weniger ansteckend.

    Allerdings sind und bleiben ja auch noch die über Aerosolgröße hinausgehenden Bestandteile aus der menschlichen Atmung, der Speichel, Sabber usw..

    Also z. B. die leicht betrunkene Person, die Dir in der Altstadt freundlich und vertraulich was erzählt und DIr dabei auf die Pelle rückt und den Feuchtigkeitsgehalt in den Luftströmen beim Erzählen nicht so ganz im Griff hat.

    Und wenn dann auch noch gesungen/krakeelt wird, kann der Sabber auch ganz schön weit fliegen.

    Ist jetzt nicht die leckerste Vorstellung, aber Tröpfcheninfektionen können eine Coronainfektion nun einmal auch verursachen, oder?

    Dann wiederum macht eine Maske auch draußen Sinn, wenn ich nicht so richtig ausweichen kann.

    Op-Maske auch, es sein denn, sie ist durchgesa....

  • Ich frage mich ernsthaft.....wie konnte ich so Alt werden ?
    Über 20 Jahre Touren, unzählige Fußballfeste, die Fahrten im Winter in völlig überfüllten Straßenbahnen in feucht warmen Klima. In Jungen Jahren die Zunge in jede Frau gesteckt die nicht schnell genug weg kam ;-) und und.
    Umgeben von allen möglichen Viren und Bakterien die mitunter auch gefährlich sind.
    Hepatitis a,B,c und was nicht alles. Oft reicht ja auch eine "simple" Influenza um einen Umzubringen.
    Was bin ich froh, das ich auf nichts davon verzichtet habe um mich "Sicherer" zu fühlen.

    Lieber stehend sterben als kriechend zu leben.

  • Lieber Zimbo4 ,


    sonst sitze ich sabbernd vor deinen Beiträgen. Hier nicht. Es geht doch gar nicht um Zeitpunkte. Mal davon ab, dass eben 3 Daten am absoluten Tiefpunkt des Infektionsgeschehen standen (6. Juni 2020, 23. Sep. 2020, 3. Okt. 2020) und 2 Daten aus dem April diesen Jahres stammen, in dem noch wild debattiert wurde wie exponentiell die Infektionen ansteigen werden, es sich aber 2 Wochen später wegen des Effektes der Saisonalität erübrigt hatte. (Gähn)


    Was ich aufzeigen wollte, war zu aller erst die Widersprüchlichkeit und Einschätzung des Herren Lauterbachs zu Superspreading Events draußen. Da verstehe ich auch nicht wieso ein AlexR die Wikipedia Definition hier rein stellt. Schick die im Herzchen Umschlag an Herr Lauterbach. Er ist der Experte. Und ich messe ihn nun mal an seinen Aussagen.


    Viel mehr aber ging es um andere Aussagen, oder besser gesagt, toxisch ausgedrückte Infektionswarnungen die Herr Lauterbach in immer kürzeren Abständen rauspfeffert, immer und immer wieder. Was ich grundsätzlich von der Methodik halte, für Unmut, Angst und Todesszenarien anstatt für Zuversicht, vorsichtigen Hygienehinweisen und positiven Entwicklungen der Pandemie zu werben, habe ich schon oft genug mitgeteilt.


    Es geht auch gar nicht darum Herr Lauterbach fachlich zu diskreditieren, sodass jemand wie du ihm zur Seite springen und helfen musst. Das machen andere.

    Es geht darum, vielleicht auch einfach mal aus deinem Mund (Fingern) zu hören (lesen), dass die Intensität, in der Herr Lauterbach versucht angebliche Binsenweisheiten in Halbsätzen raus zu pfeffern, irgendwann auch mal automatisch in Widersprüchen und Fragezeichen münden. Komisch, da wartet man immer vergebens drauf. Gerade du, der sich dann selber als Wissenschaftler bezeichnet und in der Ioannidis Debatte völlig zurecht daraufhin gewiesen hat, das persönliche Präferenzen und Angriffe/Verteidigungen dort nichts verloren haben, bist meiner Meinung nach in der Debatte mit Arthur Friedenreich vielleicht ein wenig über das Ziel hinaus geschossen und versuchst auch hier, Herrn Lauterbach künstlich zu schützen oder richtig zu interpretieren. Hätten seine Einschätzungen Hand & Fuß und wären koordiniert, dann bedarf es keiner Interpretationsversuche deinerseits und vorallendingen keiner erhöhten Sprachmethodik seinerseits á la: Natürlich dies, natürlich das, natürlich war immer klar - Masken draußen bringen nichts - Natürlich war immer klar - Superspreading draußen existiert nicht.


    Das ist dramatisch ausgedrückt wirklich eine Schelle, mitten in die Fresse. Was bin ich mir die letzten Monate in meinem Umfeld den Mund fusselig am reden, mit Menschen denen wirklich die Angst gepackt hat und die vollkommen alleine, draußen an der frischen Luft, ohne Menschennähe diese Maske vor dem Gesicht tragen.

    Machen die das aus Jucks oder was? Braucht jedes menschliches Individuum einen persönlichen Herrn Lauterbach? Oder ist das, das Ergebnis monatelanger, warnender, gulaschartiger Informationsbombardements, in dessen Folge die Menschen mittlerweile so verwirrt sind, dass sie selber nicht mehr wissen wie sie sich richtig zu verhalten haben? Also einfach überall anziehen das Ding, dann mache ich schon nichts falsch. Ist das nicht also unter anderem auch das Resultat der Informationskampagne des momentan wichtigsten und am meist konsumiertesten Epidemiologen und "Pandemieexperten" in Deutschland?


    Und das soll nicht mindestens kritisierbar, meiner Meinung nach sogar deutlichst anzukreiden sein?



    Mich stört es einfach, wenn die angeblichen Koryphäen 14 Monate lang kategorisch Studien, die zu anderen Erkenntnissen kommen ausschließen, sich jedweder Pro/Contra Debatte von Masken verweigern, Entwicklungen anderer Flecken auf der Erde aus Recherchen ausschließen und dann von Heute auf Morgen errungenschaftliche Grundsätze über Bord werfen.

  • Ich wollte eigentlich auch nur beitragen zu verstehen und da ist es auch schon mal wichtig dass man das kennt, wovon man gerade spricht. Dabei ist es halt wichtig auch einige Definitionen in den Raum zu stellen, um sicher zu sein, dass man über dasselbe redet.

    "Um zu verstehen, wer euch steuert, muss man nur entdecken, wen ihr nicht kritisieren dürft" (Voltaire)

  • Ich habe diese ganzen Lauerbachereien und auch vieles Andere bekanntermaßen quasi von Anfang an immer wieder kritisch hinterfragt - und denke, das war auch sehr berechtigt. In meinem näheren persönlichen Umfeld nimmt den K.L: eh keiner mehr ernst - wenn das in diesem überhaupt mal jemand tat, selbst unter den unkritischeren Maßnahmenbefürwortern, man kennt den Typen ja nicht erst seit Corona, sondern über 20 Jahre.


    Gerade eben noch im Bus gesessen: Ständig Durchsagen "Bitte FFP2-Masken tragen" - obwohl ja gar nicht mehr nötig. :facepalm: Kann ich alles nicht mehr wirklich ernst nehmen. Und vielerorts kümmert sich um jedenfalls einige OFFIZIELLE Vorgaben eh gefühlt keiner mehr (komischerweise gerade auch unter Migranten, aber sind bestimmt alles Ballweg-Anhänger und/oder AfD-Wähler, weißte ja): zuweilen, weil es einfach nicht mehr wirklich interessiert - oder auch, weil gefühlt einfach eh keiner mehr durchblickt, was gerade ganz genau wo noch angesagt ist. Mach dir nix draus, hier im Forum ist das weitgehend wohl eh alles vergebliche Liebesmüh´.

    "Wenn die Gesellschaft beschließt, den Fragenden hinzurichten, dann sagt das etwas über die Gesellschaft, aber nicht über die Frage." (D. Brüggemann)

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  • Das ist dramatisch ausgedrückt wirklich eine Schelle, mitten in die Fresse. Was bin ich mir die letzten Monate in meinem Umfeld den Mund fusselig am reden, mit Menschen denen wirklich die Angst gepackt hat und die vollkommen alleine, draußen an der frischen Luft, ohne Menschennähe diese Maske vor dem Gesicht tragen.

    Machen die das aus Jucks oder was? Braucht jedes menschliches Individuum einen persönlichen Herrn Lauterbach? Oder ist das, das Ergebnis monatelanger, warnender, gulaschartiger Informationsbombardements, in dessen Folge die Menschen mittlerweile so verwirrt sind, dass sie selber nicht mehr wissen wie sie sich richtig zu verhalten haben? Also einfach überall anziehen das Ding, dann mache ich schon nichts falsch. Ist das nicht also unter anderem auch das Resultat der Informationskampagne des momentan wichtigsten und am meist konsumiertesten Epidemiologen und "Pandemieexperten" in Deutschland?

    Ich befürchte, ja. Am vergangenen Wochenende konnte ich an zwei Tagen zwei Fahrzeugführer beobachten, die ALLEINE im Auto saßen und jeweils eine Maske getragen haben.:facepalm:

  • Ich befürchte, ja. Am vergangenen Wochenende konnte ich an zwei Tagen zwei Fahrzeugführer beobachten, die ALLEINE im Auto saßen und jeweils eine Maske getragen haben.

    Man weiß nicht weshalb solche Personen in völlig ungefährlichen Situationen Maske tragen. Werden ihre Gründe haben. Solange die es freiwillig tun, können die meinetwegen mit diesen Masken ins Bett gehen.
    Solange mich keiner ansaugt, warum ich keine trage.....

    Lieber stehend sterben als kriechend zu leben.

  • Man weiß nicht weshalb solche Personen in völlig ungefährlichen Situationen Maske tragen. Werden ihre Gründe haben. Solange die es freiwillig tun, können die meinetwegen mit diesen Masken ins Bett gehen.
    Solange mich keiner ansaugt, warum ich keine trage.....

    Stimmt schon, wirkt aber befremdlich auf mich.

    Ist allerdings gar nicht erlaubt. Wahrscheinlich nach dem Tanken vergessen, die Dinger wieder anzunehmen oder als Schutz gegen Blitzer.

  • Wir tragen auf der Arbeit weiter OP- oder FFP2-Masken, freiwillig, obwohl wir es nach der aktuellsten Veordnung nicht müssten, freiwillig, aus Überzeugung...und ich trage in der Bahn freiwillig FFP2, obwohl OP Maske reichen würde...freiwillig und überzeugt, das es mir nicht schadet nicht ganz so wahlkampforientiert zu sein, wie unsere Politiker.

    ;-)
    Löwenzahn


    "Heute ist die gute alte Zeit von morgen." Karl Valentin

  • Man weiß nicht weshalb solche Personen in völlig ungefährlichen Situationen Maske tragen.

    Stimmt schon, wirkt aber befremdlich auf mich.

    Vielleicht sind das nicht so Weicheier und denen stört so ein Ding nicht so sehr. Ich habe sogar schon versucht mit so einem Ding in eine Bratwurst zu beissen. Man sah die Maske aus alles voller Senf, habe sie dann in die chemische Reinigung gebracht.

    Nun auch noch Plagiatsvorwürfe, mal sehen was die Frau Baerbock sonst noch im Keller liegen hat.

  • Zitat

    Das Tragen eines Mundschutzes bei Autofahrten mit einer haushaltsfremden Person ist ratsam, aber nicht grundsätzlich und überall vorgeschrieben: In Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100 kann künftig das Tragen medizinischer Masken von Mitfahrern in privaten Pkw zur Pflicht gemacht werden.


    (...) Wenn im Fahrzeug keine Ansteckungsgefahr droht, darf kein Mundschutz getragen werden.

    Wird mit einem Mundschutz eine Ordnungswidrigkeit begangen, läuft das normale Bußgeldverfahren durch.

    https://www.adac.de/news/autofahren-mundschutz/


    Hier aber wiederum beim BR ist nur von "nicht notwendig" die Rede, nicht von "nicht dürfen":

    Zitat
    Ein Mund– und Nasenschutz kann im Auto getragen werden. Es soll aber Sinn machen; d.h. wenn man alleine im Auto ist, ist es nicht notwendig.

    https://www.br.de/radio/bayern…n-mit-mundschutz-100.html


    Und hier dann nochmal der ADAC:


    Der erste Artikel war von Mai 2021, der hier ist von Juni 2021, da steht dann auf einmal nix mehr von "nicht dürfen" bei "keiner Ansteckungsgefahr":

    https://www.adac.de/news/corona-auto-fahren/


    :verwirrt:


    Es kann dann auch mal sowas passieren:


    Zitat

    Weil ihre FFP2-Maske verrutscht ist, hat eine Frau in Gundelfingen (Landkreis Dillingen an der Donau) einen Unfall verursacht. Die 72-Jährige wurde vom Verrutschen der Maske am Mittwochnachmittag abgelenkt, kam von der Fahrbahn ab und prallte mit ihrem Auto gegen eine Straßenlaterne, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

    https://www.marktspiegel.de/nu…tschter-ffp2-maske_a66963

    "Wenn die Gesellschaft beschließt, den Fragenden hinzurichten, dann sagt das etwas über die Gesellschaft, aber nicht über die Frage." (D. Brüggemann)

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  • Man weiß nicht weshalb solche Personen in völlig ungefährlichen Situationen Maske tragen.

    Stimmt schon, wirkt aber befremdlich auf mich.

    Vielleicht sind das nicht so Weicheier und denen stört so ein Ding nicht so sehr. Ich habe sogar schon versucht mit so einem Ding in eine Bratwurst zu beissen. Man sah die Maske aus alles voller Senf, habe sie dann in die chemische Reinigung gebracht.

    Ganz klar, jene, die alleine im Pkw keine Maske tragen und sich korrekt im Straßenverkehr verhalten, sind Weicheier - und jene, die mit Maske in eine Bratwurst beißen, sind nach dieser Logik vermutlich dann von der harten Stahlhelmfraktion. :facepalm: :wtf:Jaja, der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte ...

    "Wenn die Gesellschaft beschließt, den Fragenden hinzurichten, dann sagt das etwas über die Gesellschaft, aber nicht über die Frage." (D. Brüggemann)

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