Fußball in Zeiten des Coronavirus

  • Wenn dem so ist, ist es aber ein systemimmanentes und kein personalisiert oder vereinsspezifisch zu betrachtendes Problem/Phänomen. Wie gesagt, die Fortuna hat doch kürzlich auch günstige Landeshilfen - wenn auch auf niedrigerem Level als das, was jetzt über den BVB behauptet wird - in Anspruch genommen ...


    Im Übrigen ist es nicht fern der Realität, dass es Leute gibt, denen der Fußball in diesen Tagen so etwas wie Halt oder Ablenkung oder zumindest sone Perspektive à la "Es wird langsam wieder" gibt - längst nicht so viele, wie Söder, Watzke oder Rummenigge oder X oder Y wohl glauben machen wollen; aber es gibt sie. Ein paar wenige kenne ich.

    Halt gibt dir die eigene Familie, enge Freunde. Fussball gibt dir in normalen Zeiten ein wenig Freude, Ablenkung. Fussball ist vieles, aber nicht lebensnotwendig.

    Für uns beide wohl nicht, für einige andere offenbar schon. Manche haben leider keine oder so gut wie keine Freunde und auch keinen oder kaum Kontakt zur Familie.

    "Wenn die Gesellschaft beschließt, den Fragenden hinzurichten, dann sagt das etwas über die Gesellschaft, aber nicht über die Frage." (D. Brüggemann)

  • Watzke geht -zurecht- davon aus, dass eine Art Staatshilfe nicht ansatzweise durchsetzbar ist. Gäbe es aber ein Klima indem so etwas möglich wäre, würde er versuchen solche Hilfen zu bekommen.


    Es geht ihm und seinen Kollegen doch nicht ansatzweise um moralische Grundsätze. Von diesem Parkett sind die Herren schon längst gesteppt.


    Immer wenn ich sowas mitbekomme, erinnert mich das daran, dass dieser Laden nach Jahren grenzenloser Misswirtschaft ausgerechnet am Flughafen Düsseldorf (!) seinerzeit vor dem endgültigen Knock-Out gerettet wurde.


    Borussia Dortmund: eine wenig sportliche Affäre im Überblick


    Ich darf das eigentlich gar nicht lesen... Und wenn ich dann diesen Düsseldorfer Proll sehe, der Stunden nach fast jedem Heimspiel des BVB hier beim Griechen im hässlichen Trikot und "Deutscher Meister wird nur der BVB"-Gesang mitsamt Freundin einfällt, dann würde ich ihm am liebsten jedesmal laut zurufen "Dann verpiss Dich doch auch in Dein Kack-Dortmund!".


    Aber ich bin ja ein wohlerzogener Mensch und will keinen Stress. Meistens.

  • Kannst du da nicht etwas mit den Kelnnern fingieren. Wenn die an seinem Tisch sind, kippt halt zufällig das volle Tablett mit Getränken über seinem Trikot um oder die offene Ketchupflasche fällt runter auf ihn usw.


    Dann bleibt deine gute Erziehung unbeschadet.:D

  • Oweia….bitte kein Forums-Treff, wenn der Typ da ist :zini:

    Wenn ich dann noch dabei bin und genug Ouzo intus hab....

    "Man könnte ihn nach seiner Karriere evtl. in den Verein einbinden".

  • nd wenn ich dann diesen Düsseldorfer Proll sehe, der Stunden nach fast jedem Heimspiel des BVB hier beim Griechen im hässlichen Trikot und "Deutscher Meister wird nur der BVB"-Gesang mitsamt Freundin einfällt, dann würde ich ihm am liebsten jedesmal laut zurufen "Dann verpiss Dich doch auch in Dein Kack-Dortmund!".

    oder du antwortest mit diesem hier

  • 17, 18 Millionen Jahresgehalt für Manuel Neuer und ein Kommentar dazu:


    Zitat

    Viele Menschen dürften angesichts des verhandelten Gehalts nur noch mit dem Kopf schütteln, dabei ist nichts anderes passiert, als letztlich zu erwarten war. Nichts ändert sich, da kann DFB-Präsident Fritz Keller noch so oft selbstkritisch von „Großkotzigkeit“ sprechen und mahnen, dass diese der Branche womöglich vor die Füße fallen könnte.

    Augen zu und durch, vergeben und vergessen und ab und an ein bisschen Demut zeigen. So läuft es in der Bundesliga und anderswo in den großen Ligen Europas. Der Profifußball ist ein Wirtschaftszweig, er ist nicht besser oder schlechter als die Auto- oder Fleischindustrie. Wo Milliarden Euro im Spiel sind, will jeder etwas vom Kuchen abhaben. Und deshalb ist es normal, dass Spieler wie Manuel Neuer, die letztlich die Gesichter des Profigeschäfts sind, ihren Anteil einfordern und auch bekommen.

    Solange der Fan alles brav konsumiert, gibt es keinen Grund dieses Geschäftsmodell ernsthaft zu hinterfragen. Ändert der Zuschauer sein Verhalten nicht, warum sollte es dann der Fußball tun? Angebot und Nachfrage regulieren den Marktwert.

    https://www.tagesspiegel.de/sp…grosskotzig/25849436.html

    "Wenn die Gesellschaft beschließt, den Fragenden hinzurichten, dann sagt das etwas über die Gesellschaft, aber nicht über die Frage." (D. Brüggemann)

  • 18 mio p.a.


    Das macht bei 52 Wochen knapp 350k euro pro woche


    Also knapp 50k eurp pro tag


    Und damit rund 2000 euro pro stunde


    Oder 35 euro pro minute


    Nehmen wir mal an, der Manu geht mal ordentlich einen abseilen, dann verdient er beim kacken rund 500 euro und damit mehr als manch einer mit seinem nebenjob im Monat, der damit sein 1. Gehalt aufstockt, mit dem er angesichts der lebenshaltungskosten nicht über die runden kommt.


    Aber wenn wir eins während der coronapause gelernt haben: dem Manu gehts doch eigentlich nur ums fuppes zocken und bei all dem geht es nur ums überleben der fussballklubs.


    Der Fussball wäre einfach nicht mehr derselbe, könnte man künftig nicht mehr mit 5, 10 oder 20 Mio p.a. nachhause gehen.

    "Es eifre jeder seiner unbestochnen von Vorurteilen freien Liebe nach"

  • Also müssen dringend Renten und Ersparnisse von Alten höher besteuert werden. ( Quelle: Cymru )

    Logisch!


    Mal ernsthaft : Meiner Meinung nach sollte man Unternehmen keine Gehaltsdeckelung vorschreiben. Aber Gehälter sollten nur bis zu einem Deckel als Kosten bilanziert werden können.

    Das Fahrrad bedeutet den Tod jeder zivilisierten Gesellschaft.

    Alte weiße Männer werden lernen müssen, mit dem Gendersternchen zu leben.

    Alles andere wäre Spekulation!

  • Zitat bezieht sich nur auf den letzten Absatz von rotation2013 .


    Wenn VV's von Dax Unternehmen heute zwischen 10-20 Millionen im Jahr verdienen dürfen deiner Meinung nach, ist das aus meiner Sicht ziemlich unverantwortlich dem mittleren und unteren Mittelstand gegenüber.


    Da wird sich dann nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr auf die Schulter geklopft, alle Aktionäre sind glücklich und ab ins nächste Rekordjahr.


    Die Bilanz zu toppen wird schwer, aber hey -in Zeiten der Globalisierung findet man schon einen Weg. Der Einfachste ist natürlich immer der der Kostenminimierung und yeah- es folgt das nächste Rekordjahr.


    Vielleicht mussten ja auch ein paar unrentable Töchter oder auch nur Bereiche oder Abteilungen weichen, aber es funktioniert. Nur solche Gerüchte oder Nachrichten lösen ja heute Kurssprünge an der Börse für 1-2 beschissene Tage aus.


    Aber vielleicht sind dann auch auf einen Schlag Hunderte von Mitarbeiter betroffen, die sich nicht nur selbst ernähren und sagen wir mal zwischen 2.000 und 6.000 Brutto verdient haben. Bis dahin. Zum Sanierungsplan oder vielleicht auch einfach nur Wachstumsplan. Danach nicht mehr.


    Auf der nächsten HV wird dann wieder Beifall geklatscht für außergewöhnliche Managerkompetenzen.


    Nur 300-1000 Angestellte mehr könnte man in einem Konzern mit der gleichen Jahresbilanz beschäftigen, wenn auf Vorstands- und GL Ebene mal gehaltstechnisch ausnahmsweise nicht Turbo Inflation herrschen würde.


    Man könnte nur einzig mit diesem Gehalts Deckel schon sehr viele Fliegen mit einer Klappe schlagen - daher teile ich Deine Meinung nicht im Geringsten.

  • Beitrag von AlexR ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Gehaltsdeckel wären juristisch schwer durchzusetzen. Persönlich hätte ich nichts dagegen.


    Indem Gehälter aber nicht in beliebiger Höhe als Kosten bilanziert werden dürften, würden sie den zu versteuernden Gewinn nicht mindern.

    Das Fahrrad bedeutet den Tod jeder zivilisierten Gesellschaft.

    Alte weiße Männer werden lernen müssen, mit dem Gendersternchen zu leben.

    Alles andere wäre Spekulation!

  • Ja, ich hab verstanden, Montag gehe ich zur LVA und gebe meine Rente ab für die armen Fußballspieler und gehe selbst dann zum Amt.

    Ich liebe die Amateure denn sie tun es aus Leidenschaft

  • Nur 3 Heimsiege in 18 Spielen der 1. Liga nach der Coronapause. Heimvorteil scheint nicht mehr viel wert zu sein.

    "Wenn die Gesellschaft beschließt, den Fragenden hinzurichten, dann sagt das etwas über die Gesellschaft, aber nicht über die Frage." (D. Brüggemann)

  • Wie von mir erwartet, ein klarer Rückgang - nur noch 3.08 Mio. Zuschauer bei der Skykonferenz statt 3.7 Mio. zum Auftakt. Wird natürlich trotzdem von Medien als "Wahnsinnsquote" gefeiert:


    https://www.derwesten.de/sport…onferenz-id229175128.html

    "Wenn die Gesellschaft beschließt, den Fragenden hinzurichten, dann sagt das etwas über die Gesellschaft, aber nicht über die Frage." (D. Brüggemann)

  • Derweil vermeldete die Stadt Liverpool heute zehn Neuinfektionen.

    Und gestern wurde einfach so trotzdem mit Zuschauern an der Anfield Road gespielt.

    Das konnte man gestern schon wissen, dass es ein unnötiges Risiko ist, noch Spiele mit Zuschauern auszutragen. Heut liest man oh 10 Infizierte in Liverpool. Das ist nicht zu fassen, wie Gedanken- und Verantwortungslos hier teilweise agiert wird.

    Und die 10 Leute werden sich nicht erst gestern angesteckt haben. Die Meldung von Neuinfektionen ist durch die lange Inkubationszeit ja immer ein Blick in die Vergangenheit. Man kann also davon ausgehen, dass gestern im Stadion bereits deutlich mehr Personen den Virus schon in sich trugen und die Anzahl der Ansteckungen durch die Austragung mit Zuschauern nochmal potenziert wurde.

    Studie: 41 Corona-Tote in Liverpool wegen Champions-League-Spiel?